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Mein Leben als Single: Der Postbote und ich

Da flirtet man sich die Seele aus dem Leib, sieht den Herzbuben schon als Erfüllung aller Träume und dann passieren häufig die komischsten Geschichten. Über die man zwar nach einer Weile lachen kann, weil sie wirklich kurios sind – “typisch Single” halt. Einen aber auch gleichzeitig in den Wahnsinn treiben… Unter dem Namen “Mein Leben als Single” starten wir nun eine Serie hier auf Herzklopfen, innerhalb der genau solche wirklich passierten Single-Geschichten erzählt werden.  “Der Postbote und ich” ist so eine Geschichte, wirklich passiert und “typisch Single”…

An einem tristen Januartag bin ich beim Bäcker mit ihm zusammen gestoßen, einem Postboten, der sich als echt netter, charmanter Typ in meinem Alter mit “Sternchenaugen” – wow – entpuppte. Wir leben in einer Kleinstadt, drum sah ich ihn die nächste Zeit häufiger mal, wenn er seine Pakete zustellte. Beiderseits schüchtern lächelten wir uns zu und begrüßten uns kurz aus der Ferne.

Dann, der große Tag, ich bekam von ihm auch mal endlich ein Paket für meinen Laden zugestellt! Ich war aufgeregt – er auch. Gleich zweimal viel ihm der Stift aus der Hand und er rempelte rüde beim Verlassen des Ladens einen unserer Dekorationstische in der Butik an. Eine Woche später, juhuu, ich liebe Post, bekamen wir wieder Pakete. Eine richtig große Lieferung mit gleich mehreren Paketen :-). Für seine “Schlepperei” lud ich ihn auf eine Tasse Kaffee im Laden ein. Er war sichtlich erfreut und so standen wir im Laden und unterhielten uns nett – sogar über Fußball. Bereits in diesem Gespräch fragte er, ob ich einen Freund hätte, der Fußball spiele, da ich mich zum Thema Fußball recht gut auskennen würde. Ich verneinte das. Er grinste scheinbar erleichtert. Mein Herz machte einen Hüpfer – “Postman” und scheinbar Gentleman, why not.

Dann eine Woche ohne Paketzustellung :-(. Endlich am Samstag, ein Paket für meinen Laden. Doch Frust pur, ein anderer Zusteller hatte Dienst… Kurz vor Ladenschluß ging jedoch die Tür auf und die strahlend große Gestalt meines Postmans stand mit einem Paket Kuchen vor mir. Er und Kuchen für mich, süüüß. Mein Herz machte wieder einen Hüpfer. Wir quatschen, tranken Kaffee und aßen Kuchen. Als er gehen wollte, nahm ich allen, wirklich allen, Mut zusammen und fragte, ob er nicht noch etwas mitnehmen wolle. Er antwortete erstaunt, was ich denn meinen würde. Ich: Na, meine Telefonnummer?!


Hier endet die rosarote Geschichte – leider. Er wehrte das gleich mit dem Argument ab, dass ich ja eine furchtbar tolle Frau wäre, aber er nichts mit „Kunden“ anfangen wollen würde. Das spräche gegen seine Prinzipien. Außerdem müsse er jetzt auch gleich los. War nett mit mir, er käme auf jeeeeeeeeeden Fall demnächst aber wieder vorbei…und tschüss…..,  sprachs und verließ fluchtartig, mal wieder über den Dekotisch stolpernd, den Laden.

Und ich stand da, wie vom Donner gerührt und verstand die Welt nicht mehr. What the fuck went wrong?! WAS zum Kuckuck hab ich denn bloß Falsches oder zu Forsches gesagt? Ich hatte ja schließlich keineswegs angeboten, ihm meine Briefmarkensammlung zeigen zu wollen. Oder kam das etwa so rüber?!  Typisch Single: Ich verbrachte schlaflose Nächte. Hinterfragte mich und war total verunsichert.

Mit der Zeit verblasste die Erinnerung an Mr. Postman nach und nach, insbesondere als ich von einer Verkäuferin eines benachbarten Ladens erfuhr, dass ich anscheinend gar nicht die einzige Kuchenabgabestelle gewesen zu sein scheine. Ach, ja…tatsächlich?!  Der BLÖDMANN, um hier nichts Schlimmeres zu sagen!

Es vergingen gute 8 Monate (“demnächst” ist halt ein dehnbarer Begriff) und eines schönen Tages ging doch tatsächlich noch kurz vor 18.oo Uhr die Ladentür auf und hineinspazierte (m)ein verschollener Postbote. Freudig grinsend und sich Komplimente machend auf mich stürzend, wie der Habicht auf die Eingeweide. Ich war verwirrt. Er entschuldigte sich nicht etwa dafür, im Januar schnurstracks zum Laden hinausgeschossen zu sein, als hätte ich ihm mit akuter Hochzeits- und Schwangerschaftsmaßnahme gedroht. Nein, er lehnte sich sehr machomäßig gegen die Ladeneinrichtung und textete mich völlig ungewohnt „schleimig“ zu. Wie cool doch grade sein Leben laufen würde. Hatte ich mal etwas von “Gentleman” gesagt…

Hä?? Als ich da nicht sonderlich drauf einging, da mich dieses Szenario doch erstaunte, drückte er mir seine Handynummer in die Hand und meinte sehr überzeugt,  ich würde mich doch bestimmt gerne mal melden, oder nicht?! Ich entschied mich für „oder nicht“, weil, wozu?! Nach so einer Vorlage? Was wäre da noch zu erwarten. Postzusteller – pah.

Und die Moral von dieser Flirtstory: Postboten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren – oder Liebesbriefe schreibt man heute ohnehin online. Wer braucht schon Postboten?

2 Kommentare

  • @Sammy: Schade, dass Dir unsere Beiträge nicht mehr gefallen. Vielleicht kannst Du uns ja verraten, welche Themen Du vermisst. Butik ist Dänisch = Laden. Dabei handelt es sich um das Ladengeschäft der Artikel-Heldin.

  • WTF ist “Butik”!
    Die Texte hier werden auch immer schlechter….

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