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Die Online Dating-WWWelt – ein Tortendiagramm? Suchen Sie sich die Rosinen raus!

Viele der E-Mail-Zuschriften, die ich erhalte, drehen sich um das Thema der Lügen-Barone im Netz, die sich als Traumprinz ausgeben, aber eine große (Ent)Täuschung sind. Keine Frage: Es ist nicht schön ‚auf so einen‘ hereinzufallen – und sei es ‚nur‘ virtuell. Auch im Netz kann nämlich die Seele – zumindest aber das (Selbst)Vertrauen – Schaden nehmen. Viele kleine Kratzer ergeben schließlich auch eine große Wunde.

Achtsamkeit ist also angesagt. Das eigene Bauchgefühl ist dabei der beste ‚Spam-Filter‘- und das kann man durchaus trainieren und fein justieren. Dazu braucht es natürlich eine klare Grundlage: Man sollte wissen, wie sich das ‚Netz der einsamen Herzen‘ – als Tortendiagramm betrachtet (komme ich bestimmt gerade ‘drauf weil Muttertag ist und Torten gerade Hochkonjunktur haben ;-)) – aufteilt.

Hier also meine – nicht empirische, aber in drei ‚harten‘ Jahren meiner eigenen Online-Suche so erlebte – Drei-Drittel-Theorie, die die virtuelle Männer-WWWelt in drei Kategorien unterteilt:

1.Kategorie: Die ‚Ich-bin-ständig-online-und-will-hier-auch-nicht-weg-User’

Das sind die Herren – ständig online, muss hier nicht explizit erwähnt werden – mit denen ‚frau‘ intensiven und durchaus unterhaltsamen Mail-Kontakt pflegen kann. Sollte es hier zum Austausch der Telefonnummern kommen, ist das eher ein Versehen. Die Stimme dieser Herren wird selten ans weibliche Ohr dringen. Ausreden wie: „Wenn ich wieder mehr Zeit habe, melde ich mich bei Dir.„, werden gern – und immer wieder – verwendet. Hier ist die Telefonnummer schlicht eine Trophäe, ein kleiner Erfolg im Netz. Zumindest aber kommt es niemals zu einem realen Treffen. Manche dieser Herren sind verheiratet, andere (zu) schüchtern, einige langweilen sich vielleicht nur? Egal, sie sind zwar Zeit raubend, tun mit ihrem Tun aber niemandem weh.


Kategorie 2 – Die ‚Mr. Wrongs‘ – unterteilt sich in zwei Untergruppen. Die eine ist eher harmloser Natur. Die andere führt meist zu schwerem Herzschmerz. Deshalb beginnen wir auch mit der gefährlichen Mr.-Wrong-Untergruppe:

Die ‚Ich-bin-ständig-online-um-meinen-realen-Harem-zu-erweitern-User‘: Ein Musterexemplar dieser Gattung ist einer Freundin von mir ins Netz gegangen, bzw. sie ihm. O-Ton: „Der wirkte soooooo harmlos, als könnte er kein Wässerchen trüben, hat mich mit Komplimenten überhäuft. Am Anfang wollte ich ihn gar nicht.“

Doch nach der ‚Steter-Tropfen-höhlt-den-Stein-Methode‘ hat er sich über Wochen bis ins Schlafzimmer meiner Freundin vorgearbeitet. Danach hat sie nichts mehr von ihm gehört. Geht sie online ins Partner-Such-Portal, ist er garantiert schon wieder auf der Pirsch nach dem nächsten Fang. Ganz klar ist dieser Mann süchtig nach dieser Art ‚Kick’. Meine Freundin ist sich heute noch böse: „Das hätte ich doch merken müssen. Der war ständig online. Auch nach unserem ersten Treffen. … Aber so harmlos, wie der ‚rüber kam…“.

Mir selbst ist aufgefallen, dass gerade die im realen Leben sehr unauffälligen Männer im Internet zu wahren Reiß-Wölfen werden. Haben sie einmal Blut geleckt, sind sie nicht mehr zu bremsen, aber auch leider nicht mehr für seriös partnersuchende Frauen zu gebrauchen.

Während sich diese unauffälligen Typen auffällig aktiv zeigen, arbeitet die Gruppe der ‚Schönlinge‘, die es in dieser Kategorie natürlich auch gibt, meist nach dem passiven ‚Spinne im Netz Prinzip‘: Sie locken mit einem attraktiven Foto und gutem Profiltext und warten auf ihre Beute – die aber oft misstrauisch genug ist, um bei diesem ‚Sonderangebot‘ vorsichtig zu agieren, während die ‚Harmlos-Kategorie‘ dieser ‚Mr.-Wrong-Casanovas‘ so gar nicht die weiblichen Alarmglocken anschlagen lässt – und genau das als Erfolgsprinzip nutzt.

 

Kategorie ‚Mr. Wrong 2 B‘ – Die ‚Mein-Selbstbild-ist-toll-mein-Fremdbild-ist-oll-User‘: Diese Herren sind eher harmloser Natur und schnell an den deutlichen Widersprüche in ihrem Profil und ihren Mails zu erkennen: Können Sie z.B. den „modernen, sportlichen Mittvierziger“ in der Coachpotatoe auf dem Foto (gern vor der Schrankwand aus Deutscher Eiche) beim besten Willen nicht ausmachen? Hat er vielleicht gar kein Foto im Netz, weil er laut eigener Aussage „in der Öffentlichkeit steht“, aber vom Typ her ganz sicher George Clooney gleicht? Lässt sich sein Foto an Frisur und Kleidung auf die frühen 90-er datieren? Stellt er sich als supergebildet dar, hat aber ein mit Schreibfehlern gespicktes Profil oder einen schlicht(en und) blöden Profiltext?

Die ‚Früherkennung‘ klappt natürlich nur, wenn ‚frau‘ nicht allzu schnell die rosarote Brille aufsetzt und nur noch sieht und hört, was ihrem Wunschdenken entspricht.

Erst dadurch erreichen ja oft die unscheinbarsten Männchen den Mr. Right-Status. Der rosarot getrübte weibliche Blick wird erst wieder klar – meist schlagartig – wenn sich der angebliche Traumprinz beim ersten Date als Albtraum entpuppt. Nervig, aber nicht wirklich schlimm. Immerhin hat ‚frau‘ danach eine gute Geschichte mehr zu erzählen!

Kategorie 3 – Der Mr. Right-Anwärter: Diese Kategorie ist sehr individuell, denn jede Frau sucht schließlich ihren ganz speziellen Mr. Right. Deshalb sind hier natürlich auch viele Männer vertreten, die nicht den eigenen Geschmack treffen,  durchaus aber der Mr. Right für eine andere Frau sind – und deshalb natürlich in diese Kategorie gehören.

Was alle diese Männer gemeinsam haben: Sie suchen ernsthaft, sind weder ständig online, noch haben sie das ‚Oll-statt-doll-Problem‘ der 2B-Kategorie. Meist sind diese Herren auch nur eine kürzere Zeit im Netz unterwegs, weil sie ab und zu eine Pause benötigen, um ihre Seele ausheilen zu lassen (Sie haben nämlich die gleichen Probleme bei ihrer Suche wie Sie, meine Damen!).

Wenn dann Ihr (inzwischen gut geschultes) Bauchgefühl während Ihrer Suche jubelt, weil es ein paar Schmetterlinge spürt, dann gilt: Treffen Sie sich unbedingt mit diesem Mann! Schlimmstenfalls haben sie ein nettes Date mit einem netten Menschen. Bestenfalls ist er tatsächlich der Gesuchte. Außerdem ist nichts schlimmer als eine verpasste Gelegenheit.

Ich drücke Ihnen auf jeden Fall die Daumen und wünsche mir, dass Sie sich nicht von den Falschen vom richtigen Schritt abhalten lassen: Suchen Sie weiter!

… und noch ein „sorry“ an die Herren: Sicher gestaltet sich das Treiben auf den Partnersuch-Portalen aus Ihrer Sicht ähnlich, aber ich war in diesen Jahren nun mal ausschließlich mit der Männer-Seite konfrontiert. Sie haben aber natürlich die Möglichkeit, Ihre Sicht der Dinge – unter Nickname – als Kommentar zum Besten zu geben – ich freue mich durchaus über Ergänzungen und Anregungen

Ihre

Namenszug

Hier noch ein Zitat zum Thema aus meinem Buch – also aus einer Zeit, als ich selbst noch gesucht habe und noch nicht gefunden hatte – das die männliche Sicht des „Partnersuch-Lottos“ beschreibt:

ichbins (44): “Ich glaube, so ziemlich jeder hier im Suchportal hat einen kleineren oder größeren Knacks weg. Meine Mrs Right oder Deinen Mr. Right gibt es bestimmt, allerdings vermute ich, nicht unbedingt hier. (Danke. Das macht Mut!!!!!!!!!!)

Ich bin Mann und kenne Männer so ziemlich gut. Hier sind so ziemlich alle Kategorien vertreten. Fangen wir mit mir an: Der im Job erfolgreiche, in privaten Dingen ein Verlierer. Quasi der in den wenigen Stunden Privatleben ‚EINSAME’.

Der Typ will einfach nur ‚reden’, denn der ist Realist genug, um nicht an den ‚Sechser im Partnersuch-Lotto’ zu glauben. Der nächste Typ, der sexuell unbefriedigte Aufreißer. Der chattet heimlich, wenn die Frau im Bett oder nicht zu Hause ist. Wenn’s ernst wird, verzieht er sich und geht zur Selbstbefriedigung über. Der Schüchterne, nicht unbedingt vorteilhaft aussehende. Der guckt sich nur Frauen an und zerfließt anschließend in Selbstmitleid. Der Perverse; der sucht nach heißen Fotos mit leichten Einblicken. Sorry, ich will Dich nicht langweilen. Du musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn Du nicht antwortest. (Anm. Ich weiß, Kategorie: „Im Beruf erfolgreich und will nur reden“) Ich drücke Dir beide Daumen für den Sechser im Partnersuch-Lotto.“ (…Aber er ist doch viel zu realistisch um daran zu glauben?)

Ein Kommentar

  • Tacheles: Warum Frauen über 40 die Partnersuche neu lernen sollten…

    In Überganszeiten (und eigentlich leben wir ständig in „Übergangszeiten“) kommt das „alte“ und das „neue“ zusammen. Das war in Deutschland so, als das Wertsystem Bürgertum nach dem Ersten Weltkrieg zusammenbrach, und es war erneut so, als die Restwerte…

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