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Hilfe! Ich bin langweilig!

Superwoman oder LangweilerDas Single-Leben birgt so einiges in sich. Wir sind frei und können tun was auch immer wir wollen. Manchmal jedoch sehnen wir uns nach Nähe und Geborgenheit. Manchmal sind wir wirklich gerne Single, an anderen Tagen verfluchen wir das lästige alleine Einschlafen. Es gibt Zeiten, da sind alle Anderen daran schuld, dass wir noch alleine durch die Welt gehen. Die verstehen doch einfach nicht was unsere wirklichen Qualitäten sind, sind oberflächliche Orgelpfeifen und zu faul auch nur das kleinste Bisschen in uns zu investieren. Dann gibt es Zeiten, da sind wir die Schuldigen. Wir sind zu wählerisch, haben zu viel Gold auf den Hüften, die Haare sitzen nicht richtig, ja sind wir gar langweilig? Ich behaupte gerne, ich würde über all dem stehen, stimmt aber natürlich nicht. Zwar bin ich im Grunde ziemlich sicher, dass ich schon ganz in Ordnung bin so wie ich bin, doch wenn ich mich ab und an mit anderen Singles vergleiche, drängt sich mir folgende Frage auf: Bin ich zu langweilig?

Spannende Menschen

Vor einer Weile bin ich bei einer Recherche auf einen Single-Blog gestoßen. Hier werden wöchentlich neue Singles vorgestellt, die man dann anschreiben kann. Klingt harmlos, ist es aber irgendwie nicht. Ich flippe also durch die Artikel und sehe mir an, wer sich da so tummelt. Ziemlich schnell wird mir bewusst, dass es sich hier niemalsnicht um den normalsterblichen Single handeln kann. Jeder von ihnen hat dieses gewisse Etwas, das man bereits auf den ersten Blick sehen kann. Die Artikel sind gespickt mit schönen Fotos der Menschen, ihrer Wohnungen und deren Leben. Schon beim Ansehen erkenne ich, dass jeder von ihnen ein Individualist ist. Lässige Typen und coole Mädels, die fantastisch aussehen und einen noch fantastischeren Sinn für Mode und Einrichtung haben. Sie haben irgendwas an sich, das sie so interessant macht, dass ich unbedingt alles über sie erfahren will. Kalina wohnt in Hamburg, hat alles was ihr im Leben lieb ist auf ihren Körper tätowiert. Sie studiert irgendwas mit Kunstgeschichte, spielt in einer Band, liebt alte Schwarzweiß-Filme, hat all ihre Bücherregale selbst geschnitzt und zudem kann sie Kleiderkombinationen tragen, von denen ich nur träumen kann. Dann ist da noch Björn. Björn kann weiße Socken unter Hochwasserhosen anziehen und wirkt trotzdem irgendwie sexy. Natürlich hat er eine riesige Plattensammlung und genießt es, abends bei einem Glas Whiskey aus seiner umfangreichen Whiskeysammlung in seinem ultraschicken Sessel zu sitzen (den er von einem befreundeten Designer aus New York eigens angefertigt bekommen hat), Musik zu hören und Gedichte zu schreiben. Neben seinem Job als selbstständiger Webdesigner geht er regelmäßig boxen, spielt Basketball und baut sich selbst Fahrräder – natürlich die hippen, die mit Stange. Scheiße, denke ich mir, wenn sogar solche Menschen niemanden finden, was soll ich dann bloß tun?

Und du so?

Puh! Nun sitze ich also da und glotze auf meinen Computerbildschirm. Jeder weitere Artikel löst in mir ein kleines Seufzen aus. Die sind alle so unfassbar vielseitig. Und ich? Ich bin langweilig! Joa, ich mache schon so dies und das aber bin ich auch cool? Bin ich einzigartig? Habe ich das gewisse Etwas? Wie vielseitig bin ich eigentlich? Im Laufe meines Single-Lebens habe ich mich irgendwann auf der Schiene der „normalen Frau“ eingegrooved. Aber was ist schon normal? Ich gehöre nicht zu den Frauen, die alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen, aber auch nicht zu denen, die vollkommen in der Masse untergehen. So ein Mittelding eben. Ist ein Mittelding gleichzusetzen mit Durchschnitt? Und wer will schon Durchschnitt? Fragen über Fragen… Irgendwann stand ich schon mal vor dieser Frage und habe mit Erschrecken festgestellt, dass ich jemandem, der mich fragte, was mein Hobby sei, nicht mal eine richtige Antwort geben konnte. Ich hatte keines, zumindest nicht nach meiner Definition. Und irgendwie war ich der Überzeugung, so etwas zu brauchen. Irgendetwas, das ich mit Leidenschaft mache, bei dem ich mich gut auskenne. Also begann ich, auszuprobieren. Ich ging in die Kletterhalle, fuhr in die Berge, fing an Bilder zu malen, zu stricken, Fahrrad zu fahren, zu joggen, und so weiter und so weiter. Blöderweise war nichts dabei, das ich doof fand. Also blieb ich dabei. Und nun mache ich genau das: Ein bisschen hier, ein bisschen da, nichts wirklich regelmäßig und intensiv, aber alles macht mir Spaß. Ich bin in allem mittelgut – Durchschnitt eben. So dachte ich zumindest.

Mach dich zu etwas Besonderem

Wenn ich mich mit diesen Super-Singles vergleiche, haben wir wahrscheinlich mehr gemeinsam als ich auf den ersten Blick sehen würde. Sie machen Sachen, ich mache Sachen. Nur sie sind irgendwie in der Lage, diese Sachen in ein deutlich besseres Licht zu rücken. Wenn ich immer davon überzeugt bin, dass was auch immer ich mache sowieso nichts Besonderes ist, werde ich mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auch niemanden von eben dieser Tatsache überzeugen können. Für einen Menschen, der ungern viel Wind um sich macht, ist es zugegeben schon ein Schritt, damit mal zu beginnen. Es fühlt sich zunächst komisch an, doch ich glaube auch das kann man üben. Der kleine Perfektionist in mir hat mir zunächst untersagt, mit etwas zu prahlen, mit dem ich mich nicht zu 100% auskenne. Also habe ich angefangen von mir und dem was ich so mache zu erzählen, habe aber immer ein „Na ja… sooooo gut kann ich das auch nicht!“ hinterhergeschoben. Kleine Schritte eben. Mit der Zeit habe ich das einfach weggelassen, und siehe da, die Menschen um mich herum, finden es tatsächlich interessant und spannend, wenn ich davon erzähle, was ich so mache. Das tun sie aber nur, weil ich mit Begeisterung davon erzähle. Manchmal machen wir uns so klein, dabei hätten wir so viel an der Hand, das jede Super-Single-Seite doppelt und dreifach füllen könnte. Wir müssen uns nur mal trauen, das auch mit Anderen zu teilen

Ganz ehrlich, der whiskeytrinkende, plattenhörende, boxende Björn und die superkreative, hippe Kalina schmieren sich auch nur stinknormale Butter aufs Brot. Sie sind keine Superhelden, pupsen manchmal und haben schlechte Tage, an denen sie sich unsicher fühlen. Wir sind niemals langweilig, wenn wir Dinge tun, die uns Spaß machen und die uns begeistern. Wir dürfen nur ab und an üben, andere auch daran teilhaben zu lassen 🙂

xoxo_Carrie

 

© Shutterstock / Ljupco Smokovski

Ein Kommentar

  • Ich wohne bei FReiburg und habe geschaut, ob auch dort Events geplant sind. Leider nein!!!
    Sind wir zuwenig Mitglieder in diesem Raum um Freiburg?
    Liebe Grüße NeoVitaler

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