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Weihnachtsgeschenke-Wahnsinn

WeihnachtsgeschenkeSobald der Supermarkt deines Vertrauens im Oktober zum ersten Mal wieder Lebkuchen und Spekulatius verkauft, wenn dein Lieblingsradiosender endlich wieder „Last Christmas“ spielt, dann… ja dann geht sie wieder los: Die Vorweihnachtszeit. Jedes Jahr aufs neue eine „Jahreszeit“, bei der sich die Geister scheiden. Die einen lieben sie, manchen ist sie schlichtweg egal, und die anderen verabscheuen sie. Trotzdem rollt Weihnachten mit all seinem Klimbim unaufhaltsam auf uns zu.

Lover oder Grinch

Manch einer liebt es, wochenlang in Kitsch und Zuckerwatte zu baden, dekoriert fleißig die Wohnung mit kleinen Rentieren, glitzernden Weihnachtssternen und romantischen Fensterbildern und liebt es, in Eiseskälte durch die Stadt zu streunen, klebrigen Glühwein zu trinken und sich in Kaufhäusern mit vielen anderen Vorweihnachtszeit-Liebhabern um die besten Angebote zu kloppen. Dazu gehört natürlich händchenhaltend Schlittschuhlaufen, Weihnachtsmarkt-Marathon sowie ausgiebiges Plätzchenbacken. Die anderen grummeln lieber. „Blöder Konsumwahn“ wettern sie vor sich hin und vermeiden jeglichen Kontakt mit Jingle Bells & Co. Glühwein ist ihnen zu süß, die Weihnachtsmärkte zu voll, die Bratwurst zu teuer, die Kaufhäuser zu überfüllt und die Menschen zu oberflächlich.

Die Geschenke-Frage

Irgendwann in den vielen Vorweihnachtswochen stellt sich auch mir irgendwann die Frage: „Was schenke ich bloß allen?“. Ja, Weihnachten ist das Fest der Liebe und Liebe sollte als Geschenk im Grunde ausreichen. Dennoch schenke ich gerne und bekomme um ehrlich zu sein auch ziemlich gerne was geschenkt. Das Thema hierbei ist nur jedes Jahr wieder, dass meine Kreativität nicht ausreicht, um meine Lieben immer wieder mit Überraschungsfeuerwerken zu verblüffen. Wenn ich Glück habe sagt mal jemand „beiläufig“, dass er dies oder das ja soooo (oooo) gerne hätte, es sich aber nicht kaufen will. Ich finde das super, denn auch wenn ich oft Winke mit Zaunpfählen nicht verstehe… diesen verstehe ich immer. Im Normalfall allerdings bin ich dann immer diejenige, die am Abend des 23. Dezembers verzweifelt in den Restposten des Kaufhauses nach einem passenden Geschenk wühlt. Genau dann, wenn alle anderen schon gemütlich und entspannt zu Hause sitzen, weil alle Geschenke bereits seit Wochen fein säuberlich verpackt im obersten Fach des Kleiderschrankes liegen. Ich scheine nicht alleine zu sein, denn auch wenn alle immer behaupten, sie können es nicht verstehen, wie jemand so lange mit dem Geschenkekauf warten kann, ist doch die Stadt an diesem Abend besonders voll. Unter Druck habe ich eben die besten Einfälle – so bin ich nun mal.

Geschenke für Freunde und Familie

Ich weiß… eine riesengroße Überraschung wäre optimal. Ich schaffe das manchmal, wenn ich einen guten Tag habe und eine spontane Eingebung obendrauf. Am allerschönsten ist es, jemandem etwas zu schenken, mit dem er absolut nicht gerechnet hat, das er zudem sehr gut gebrauchen kann und sich somit riesig darüber freut. Hut ab vor den Menschen, die das jedes Mal schaffen. Bei mir wird das schon alleine aus dem Grund schwierig, da ich, wenn ich mal einen so tollen Einfall habe, nicht an mich halten kann, es irgendjemandem mitzuteilen. Eigentlich muss man mich also nur lange genug löchern und ich verrate vor lauter Aufregung alles. Gleichzeitig kann ich meine Liebsten aber auch einfach fragen, was sie sich wünschen, und es ihnen dann schenken. Das ist zwar nicht ganz so romantisch, allerdings ist der Sinn und Zweck eines Geschenkes erfüllt. Brauchen, bekommen, freuen.

Geschenke für den Schatz

Ich bin kein Experte aus eigener Erfahrung, wie ihr wisst. Dennoch bin ich mit genug Paaren umgeben, dass ich mit großer Sicherheit sagen kann, dass „brauchen, schenken, freuen“ hier nicht ganz so gut funktioniert. Meist ist die Erwartungshaltung zwischen zwei Liebenden eine andere. Es soll etwas Romantisches sein, etwas Schönes, etwas ganz Besonderes. Klar kann man den anderen fragen, was er sich wünscht. Ich sag euch eins: Das ist meistens eine Falle. Antworten wie „Nichts Schatz, ich hab doch dich…das ist Geschenk genug!“ oder „Ich bräuchte mal neue Müslischüsseln!“ sagen zwar etwas, bedeuten aber nicht im Entferntesten das, was die Worte vermuten lassen würden. Hier stellt sich uns oft das altbekannte Kommunikationsproblem zwischen Männern und Frauen in den Weg. Wenn sie sagt „Ich will Müslischüsseln!“, meint sie so was wie „Ich will Müslischüsseln und dazu noch was unglaublich Einfallsreiches, auf das du gefälligst selber kommen könntest, Schatz! Ein Wellnesswochenende wäre ok.“. Der Mann kauft wie angewiesen Müslischüsseln und das Schlamassel unterm Weihnachtsbaum ist vorprogrammiert. Sagt er „Ich wünsche mir gummierte Pedalverziehrungen für mein Auto.“, meint er genau das. Sie denkt sich, dass das wohl die unromantischste Sache der Welt wäre, und dass er sich bestimmt viel mehr über ein Liebeswochenende in der Oberpfalz freuen würde, der Mann bricht nicht sofort in Freudentränen über dieses wundervolle Geschenk aus und das Schlamassel unterm Weihnachtsbaum ist vorprogrammiert. Uff… Ganz schön kompliziert das alles.

Wir schenken uns nichts

Manch einer versucht aus eben diesem alljährlichen Wahnsinn auszubrechen. Wie wäre es denn, wenn wir uns dieses Jahr einfach mal nichts schenken? Kein Druck, kein Stress, alles easy. Denkste! Lassen wir mal die 5% der Menschen (Zahl geschätzt) außen vor, die das wirklich durchziehen können. Ich stelle mir das mal vor: Mein Freund kommt zu mir und macht eben diesen Vorschlag. Meine Gedanken springen hin und her. „Fauler Typ, macht sich nicht mal die Mühe, sich was für mich auszudenken!“ – „What? Kein Geschenk? Geht gar nicht!“ – „Wenn ich jetzt sage, dass ich ein Geschenk will, schenkt er mir nur was, weil er sich verpflichtet fühlt und ich will, dass er mir was schenkt weil er es will!“. Dann haben also beide beschlossen, sich nichts zu schenken. Ein paar Tage vor Weihnachten kommen dann die ersten Gedanken. Ob er mir wirklich gar nichts schenkt? Was wenn er mir doch was schenkt und ich habe dann nichts für ihn? Was wenn ich dann was für ihn habe und er nichts für mich? Entspannt fühlt sich für mich anders an.

Im Grunde ist die ganze Schenkerei ziemlich leicht zu bewältigen. Wenn wir es schaffen, wem auch immer wir etwas schenken, gut zuzuhören, einfühlsam und aufmerksam sind, werden wir ganz sicher etwas Großartiges finden. Sollte das trotzdem nicht klappen, habe ich den ultimativen „aaaaaaaaaaw“ Tipp für euch: Sachen selber machen! Du hast dir viel Mühe für jemanden gegeben, wenn es doof aussieht, kann das kaum jemand laut aussprechen, denn du hast dir ja schließlich so viel Mühe gegeben und zudem versprüht ein selbstgemachtes Geschenk einfach so viel Liebe. Und um die geht es ja schließlich an Weihnachten.

xoxo_Carrie-300x201

 

 

 

© Shutterstock / Boumen Japet

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