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Was wollen wir eigentlich in der Liebe?

Liebe_suchenWenn mich jemand fragt, warum ich schon so lange Single bin, antworte ich immer ich wüsste eben ziemlich genau, was ich will und nicht will, und das was ich wirklich will, ist mir eben noch nicht über den Weg gelaufen. Wenn ich dann heimlich, still und leise mal in mich hineinhöre, stelle ich fest, dass ich zwar ziemlich ad hoc eine Liste von Attributen aufzählen kann, die ich in der Liebe nicht will, mir aber im Gegenzug nur sehr wenige Dinge einfallen, die ich tatsächlich will. Somit weiß ich wohl eher, was ich nicht will. Schon mein Vater hat mich hier früher immer ermahnt. Ich wollte nicht Medizin studieren, nicht VWL und auch nicht Ingenieurswesen. „Tochter, du solltest dir mal im klaren darüber werden, was du eigentlich willst, anstatt immer nur davon zu reden, was du nicht willst!“, sagte er damals. Bei einer so großen Auswahl wäre es tatsächlich nicht schlecht gewesen, auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, was ich wollte – zumindest hätte es vieles einfacher gemacht. Am Ende studierte ich BWL, was ich weder wollte noch nicht wollte, und brach das Studium nach zwei Semestern ab, weil es mir zu öde wurde. Will ich in der Liebe die gleiche Gefahr eingehen?

Was ich alles nicht will

Irgendwann mal habe ich eine schlaue Liste mit Dingen in meinem Kopf angelegt, die ich alle nicht will. Ungepflegte Vollbärte, zum Beispiel will ich nicht. Auch keine ungepflegten Hände, Zähne oder Klamotten. Generell also nichts Ungepflegtes. Übermäßige Körperpflege mit viel Gel und tausend Cremes muss es aber auch nicht sein. Einen Langweiler, der den Spaß, den er in seinem Leben haben könnte in den Keller gesperrt hat will ich auch nicht. Diese Hemden, auf die Tribals gedruckt sind … pfui. Einen, der träge ist und sich für nichts begeistern kann, brauche ich genau so wenig wie einen, der keine eigene Meinung hat. Er sollte nicht zu weicheiig sein, zu arrogant allerdings auch nicht. Kuscheltiere im Bett – nein danke. Pingelig sollte er nicht sein, aber auch nicht unordentlich. Eigentlich wäre es mir auch recht, wenn er nicht diese Röhrenjeans tragen würde, in die ich nicht reinpasse. Das geht einher mit dem Wunsch, dass er auf keinen Fall weniger wiegen sollte als ich. Diese Satinbettwäsche mit Chinesischen Zeichen drauf muss auch nicht sein. Ihr seht, wenn ich will, könnte ich diese Liste endlos weiterführen. Es würde eine sinnlose Auflistung sinnloser Fakten werden, die mich nicht mal ein klitzekleines bisschen weiterbringt.

Das Negative vor Augen

Mit dieser endlos langen Liste von Dingen, die ich an einem Mann nicht mag und die somit für mich in der Liebe nicht in Frage kommen, gehe ich nun also los und habe Dates. Schon im Vorfeld sortiere ich die meisten Kandidaten aus, weil sie bereits beim lockeren Chat so viele Eigenschaften meiner „No-Go-Liste“ aufweisen, dass ich das Gefühl habe, es würde sich nicht lohnen, die Männer zu treffen. Schafft es ein Mann, dass ich irgendwann mal aus meinem Loch heraus komme, nehme ich natürlich meine liebevoll angefertigte Liste mit zum Date. Es ist fast so, als würde ich nach Dingen suchen, dich mich davon abhalten könnten, einen Mann toll zu finden. Ich sitze einfach nur da, unterhalte mich nett und mein Kopf versucht, den Haken an dem Typen zu finden. Wenn ich natürlich so intensiv such, kann ich mir sicher sein, dass ich es schaffe, irgendwas zu finden, was sich auf die ein andere Weise so interpretieren lässt, dass ich einen Haken auf meiner Liste machen kann. Im Nachhinein betrachtet eine ziemlich fragwürdige Methode und in Sachen Partnersuche nicht sonderlich förderlich, muss ich zugeben. Die Dates enden also meist mit der Phrase: „Netter Typ, aber…“. Dass ich so wahrscheinlich niemals einen Mann finden werde, leuchtet wohl jedem ein. Mir mittlerweile auch.

Umdenken

Zum Glück ist es im Grunde viel einfacher als wir denken. Es bedarf keiner großen Anstrengung zu formulieren was wir wollen, anstatt uns immer darauf zu konzentrieren, was wir wollen. Der einfachste Weg ist wohl zunächst einfach mal an genau das Gegenteil von dem, was wir nicht wollen, zu denken. Bis hier noch keine Hexerei. Ich will einen gepflegten Mann mit Humor, der eine eigene Meinung hat und unternehmungslustig ist. Ich habe irgendwann tatsächlich begonnen, all die Dinge, die ich mir von einem Mann wünsche, aufzuschreiben. Erstaunlicher Weise war diese Liste sogar noch länger also die Liste der Dinge, die ich nicht will. Ich weiß also doch was ich will – ziemlich genau sogar. Nur habe ich leider bis dato vergessen, mir das auch vor Augen zu halten. Wenn ich nun also mit dieser neuen Liste in meinem Kopf auf ein Date gehe, fühle ich mich schon mal von vorne herein besser, weil es, man glaubt es kaum, tatsächlich um einiges mehr Spaß macht das Schöne statt das Negative in einem Menschen zu suchen. Nun bin ich also auf der Suche nach diesem Mann, der zweieinhalb DIN A4 Seiten voller guter Eigenschaften mit sich bringt. Ihr werdet es nicht glauben, aber so einfach wie sich das anhört ist das auch nicht. Ich wäre wohl mit mehr Zuversicht bei der Sache, wenn es tatkräftige Beweise dafür geben würde, dass die eierlegende Wollmilchsau irgendwo da draußen existiert (Hinweise gerne per Mail).

Tricks dich aus

Greifen wir doch mal ein bisschen tiefer in die Trickkiste und sind realistisch: Die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine Person treffen, die ganz genau die Eigenschaften auf unserer Wunschliste erfüllt geht gegen null. Gleichzeitig sind wir perfektionistisch was unser Liebesleben angeht, was wir auch sein dürfen, es geht schließlich darum, dass wir glücklich sind. Wie also können wir es schaffen, diese Liste zu komprimieren? Wir wollen nichts wegstreichen, denn wichtig ist ja irgendwie alles, sonst hätten wir es wohl kaum aufgeschrieben. Also tricksen wir ein bisschen. Wenn wir also unsere Liste so durchgehen, können wir Eigenschaften suchen, die zusammen passen und sie zusammenfassen. Schöne Haare, weiße Zähne, schöne Hände, passende Kleidung, ordentliche Rasur, intaktes Schuhwerk, modische Accessoires und (nur bei Männern) das richtige Maß an Brusthaar könnte zum Beispiel einfach ein gepflegtes Äußeres sein. Er soll Tennis spielen, Mountainbiken, Wandern, Joggen, Schwimmen, Eislaufen und wenn möglich auch einen guten Par im Minigolfen haben? Das könnte einfach heißen, dass er sportlich aktiv sein soll. So schrumpft eure Liste immer und immer mehr auf das Essentielle.

Auf der Suche nach der Liebe stehen wir uns so oft selbst im Weg. Das ist doch irgendwie ziemlich schade. Wir gehen auf so viele Dates ohne uns darüber bewusst zu sein, was wir eigentlich wollen. So, und ich habe das selbst mehrfach getestet, finden wir die Liebe nicht. Stattdessen sollten wir uns einfach mal überlegen, was es ist, das wir wollen und es in ein paar essentiellen Eigenschaften zusammenfassen. So schaffen wir es vielleicht auch irgendwann, vermeintliche kleine „Fehler“ am Anderen zu akzeptieren, oder übersehen sie vielleicht sogar, weil das Gesamtpaket für uns stimmt. Und so macht das Dating auf der Suche nach der großen Liebe gleich viel mehr Spaß!

xoxo_Carrie

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