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Geschichte der Emanzipation

Der Weg zur Gleichberechtigung

Eat more FruitsVor gar nicht langer Zeit waren Frauen ausschließlich für Kinder, Küche und Kirche verantwortlich, während ihre Männer das Geld nach Hause brachten. Seitdem hat sich sehr viel getan um die rechtliche und soziale Gleichstellung von Männern und Frauen. Bis dahin war es allerdings ein langer Weg. Hier sind die wichtigsten Etappen der Emanzipation.

Die Französische Revolution

Häufig wird die Emanzipation mit der Frauenbewegung in Verbindung gebracht, die für die Gleichberechtigung der Geschlechter kämpfte. In Wirklichkeit begann die Emanzipation bereits mit der Französischen Revolution im Jahr 1791, deren Grundgedanke die Gleichheit aller Menschen war. Damals verfasste die Autorin und Frauenrechtlerin Olympe de Gouges ein Manifest über die Rechte der Frau und Bürgerin. Darin forderte sie dieselben Rechte für Männer und Frauen, denn die Menschen­ und Bürgerrechte galten bis dahin ausschließlich für Männer. Als sie es wagte zu fordern, dass das Volk selbst über die Staatsform abstimmen sollte, war ihr Schicksal besiegelt. Sie wurde am 3. November 1793 mit der Guillotine hingerichtet.

Die erste Medizinerin

Dorothea Erxleben war nicht die erste Frau in Deutschland, die als Ärztin praktizierte. Doch sie war die erste, die es mit einem akademischen Abschluss tat, denn damals war der Zutritt zu Universitäten nur den Männern vorbehalten. Schon als Kind interessierte sich die 1715 in Quedlinburg geborene Frau für die Medizin und wurde von ihrem Vater, dem Arzt Christian Polykarp Leporin, ebenso wie ihr Bruder darin unterwiesen. Während der Bruder sein Wissen jedoch durch ein Studium vertiefen konnte, blieb ihr der Besuch der Universität verwehrt. Im Jahr 1741 nutzt die wissbegierige Frau den Besuch von Preußens König Friedrich II in Quedlinburg zu einem Gesuch, in dem sich ihn bittet, sie zur Promotion zuzulassen. Sie bekommt die königliche Sondergenehmigung, kann sie aber erst Jahre später nutzen.

Bildung wird möglich

Einen großen Anteil in der Geschichte der Frauenbewegung hatte der Allgemeine Deutsche Frauenverein, der am 18. Oktober 1865 von der Schriftstellerin Luise Otto­Peters gegründet wurde. Der Allgemeine Deutsche Frauenverein hatte die Aufgabe, die Bildungschancen für Frauen zu verbessern und deren Berufstätigkeit zu fördern. Der Verein ebnete den Weg für die Zulassung von Frauen zum Abitur im Jahre 1893. Drei Jahre später durfte das weibliche Geschlecht auch den Hörsaal besuchen – allerdings erst mal nur als Gasthörerinnen. In Deutschen Reich wurden Frauen erstmals offiziell zu den Staatsprüfungen der Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie zugelassen. Ein Jahr später durften Frauen im Großherzogtum Baden ohne Einschränkungen studieren.

Frauen in der Politik

Im Jahr 1908 trat die lang umkämpfte Vereinsfreiheit für Frauen in Kraft. Jetzt durften auch Frauen Mitglieder einer Partei werden. Mitte des 19. Jahrhundert begann die moderne Frauenbewegung, in der das weibliche Geschlecht sich für ihre bürgerlichen und politischen Rechte einsetzte. Die ersten Erfolge stellten sich bald darauf ein: Nach jahrzehntelangen Kampf wurde im November 1918 das Frauenwahlrecht in Deutschland gesetzlich verankert, ebenso wie das Recht auf Erwerbstätigkeit und Bildung. Im Januar 1919 fand die erste Reichstagswahl mit Frauenwahlrecht statt. Fast 90 Prozent der wahlberechtigten Frauen gaben hier ihre Stimme ab; 41 weibliche Abgeordnete zogen ins Parlament ein. Als Folge dieser politischen Entwicklungen entstand die „neue Frau“, deren Merkmale der so genannte Bubikopf war, ein Kurzhaarschnitt, sowie ein kurzes Kleid waren. Im Jahr 1949 wurde die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in das deutsche Grundgesetz aufgenommen.

Weitere große Schritte

Ab den 50er Jahren durften Mädchen und Jungen gemeinsam die Schule besuchen; 1954 wurde das Beschäftigungsverbot verheirateter Frauen im öffentlichen Dienst aufgehoben. Knapp drei Jahre später endete auch das Lehrerinnen­Zölibat. Diese durften nämlich nicht heiraten, da ihnen eine Doppelbelastung nicht zugetraut wurde. Sobald eine Lehrerin heiratete, verlor sie nicht nur ihren Posten, sondern ihren Anspruch auf Rente. Im gleichen Jahr durften Frauen endlich auch ohne Zustimmung ihres Ehemannes ein eigenes Konto eröffnen. 1970 wurde das Fußball­Verbot für Frauen aufgehoben; nun konnten auch die Mädels auf dem grünen Rasen kicken. Ab dem Jahr 1976 konnte bei einer Heirat auch der Name der Frau als Familienname ausgesucht werden. Allerdings wurde automatisch der Nachname des Mannes zum Ehenamen, wenn sich das Paar nicht einigen konnte. Das änderte sich erst 1991. Im Jahr 1977 wurde die „Hausfrauenehe“ abgeschafft, in der die Ehefrau verpflichtet war, sich um den Haushalt zu kümmern. Im November 2005 wurde mit Angela Merkel die erste Bundeskanzlerin gewählt.

Gleichberechtigung in der Liebe

Auch in der Liebe hat sich viel zwischen Männern und Frauen geändert. Die einstigen Regeln bei der Partnersuche gelten nicht mehr. Damals machte der Mann der Frau den Hof und die Frau ließ sich umwerben. Heute dürfen Frauen die Männer in der Disco ansprechen, während die Herren sich auch mal erobern lassen können. Doch leider hat diese neue Freiheit auch eine Kehrseite: Die Geschlechter sind sich über die Rollenverteilung beim Flirten und Kennenlernen alles andere als einig. Viele Frauen erwarten immer noch, dass Männer den ersten Schritt machen, während die Herren der Schöpfung unsicher sind, wer beim Kennenlernen das Ruder übernehmen soll. Diese unterschiedlichen Erwartungshaltungen führen häufig zu Missverständnissen. Deswegen mein Tipp: Reden, reden, reden. Und nicht gleich auf halber Strecke aufgeben, wenn es mal nicht so richtig rund läuft. Denn wie überall im Leben gilt auch in der Liebe: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

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