Registrieren Login

Die Guten in die Freundschafts-Ablage, die Bösen ins Bett? – Warum Frauen immer wieder auf die ‚Wölfe im Schafspelz‘ reinfallen

Es ist sicher kein Geheimnis, dass sich eher Diejenigen zum Schreiben getrieben fühlen, die sich über etwas ärgern, als Diejenigen, die Positives zu berichten haben. Mit und von diesem Phänomen lebt die gesamte Medienwelt. Deshalb wundert es mich auch nicht, dass mich mehr Leserbriefe erreichen, bei denen es um die ‚Betrugsfälle‘ an der Liebe geht: wenn – mal wieder – ein reines Herz auf seriöser Partnersuche von einem ‚Wolf im Schafspelz‘ gebrochen wurde.

Auffällig ist, dass die Absender dieser Briefe fast ausschließlich Frauen sind. Bisher war überhaupt nur ein einziger Mann darunter. Er hatte sich so an einer Liebes-Partnerin fest-gebissen (nicht wörtlich gemeint ;-)), dass er nur mit Hilfe eines Psychologen von ihr los kam. In diesem Fall hatte die Frau sogar von Anfang an ganz klar gesagt, dass es ihr nur um eine Affäre ging – und das ist deutlich mehr Ehrlichkeit, als die meisten Internet-Casanovas an den Tag legen. Ein ungewöhnlicher Fall, weil es sich hier um einen Mann in der Opferrolle handelt. Im Allgemeinen sind es Frauen, die sich darüber beklagen, dass sie angelogen wurden, verführt, benutzt, …

Gilt auf dem Partnermarkt tatsächlich die Devise: Frauen sind Opfer, Männer Täter? Oder ist es vielmehr so, dass sich Frauen eher als Opfer fühlen als Männer? Männer gehen jedenfalls viel pragmatischer an die Partnersuche heran als Frauen. Wenn es bei ihnen beziehungstechnisch schief läuft, wird das zumindest als Eroberung positiv verbucht. Bei Frauen bleibt gleich dieses schale Missbrauchs-Gefühl zurück. Also: Gleiches Erlebnis, aber eine völlig andere Art, damit umzugehen.

Kommt dazu noch die – von vornherein – böse Absicht eines Mannes ans Tageslicht, dann wird das Ganze weiblicherseits als doppelte Schmach verbucht.

Dabei könnte ‚frau‘ meist vorher feststellen, mit wem sie es zu tun hat. Das muss ich ehrlich zugeben, wenn ich so meine ‚Fehlgriffe‘ auf dem Weg zu Mr. Right betrachte: mein ganz persönlicher ‚Spam‘(Abfall)-Filter – mein Bauchgefühl – hat fast immer Alarm geschlagen, wenn ich einem Internet-Casanova begegnete. Nur habe ich, wenn ich den Mann total toll fand, einfach nicht darauf gehört.


Einer dieser Fälle war „Al“ aus „West-Palm-Beach“. Ein – virtuell wie real – sehenswerter Kerl. Optisch total mein Typ, der genau das Richtige in genau dem richtigen Moment sagte und ein bisschen Hollywood-Liebes-Film-Flair in mein Leben zauberte. Viel zu schnell haben wir eine ganz wunderbar-aufregende Woche in den Bergen verbracht. Daraus ist eines meiner interessantesten Buchkapitel entstanden. Soviel zum positiven Teil dieser Geschichte.

Hollywood-Liebes-Filme enden nun mal an der Schwelle zur Alltags-Liebe. Diese gehört filmisch eher in die Kategorie „Komödie“ – oder „Richterin Salesch“.

Genau hier liegt das Erfolgsgeheimnis der Internet-Don-Juans: Sie ‚arbeiten‘ nach Drehbuch, haben ihre Rolle gut einstudiert, nutzen den Romantik-Hunger der Damenwelt und wissen, was Frauen hören wollen.

Wenn ich heute so einige meiner damaligen Mailkontakte mit dieser Kategorie Mann durchlese, dann glaube ich sogar, dass sie manche Texte aus Hollywood-Klassikern 1 zu 1 übernehmen 😉

Über eine kurze Strecke spielen sie ihre Rolle ganz fabelhaft – meist bis zum ersten Körperkontakt –  und passen sich dabei, wie der ‚Formwandler‘ von Raumschiff Enterprise, jeder geforderten Gegebenheit an: Sie sind „… Gefühlsmenschen, …suchen keine Abenteuer, …sind schwer enttäuscht worden,…möchten unbedingt Kinder oder auch nicht….“. Die richtig guten Schlechten – die sich zwar gerne um den weiblichen Körper kümmern, aber weniger um das zugehörige Herz – haben da noch weitaus Besseres zu bieten. In jedem Fall ist ER aber schnell verschwunden, wenn er sein Ziel erreicht hat.

Zurück bleiben irritierte Frauen, die sich hauptsächlich über sich selbst ärgern, weil sie auf so einen Typ hereingefallen sind. Meist haben sie – nach umfangreichen Recherchen – herausgefunden, dass ER mit vielen weiteren Frauen Kontakt hatte und – ich zitiere: „Ungeschützten Sex!“ Meine Damen: Dazu gehören immer zwei – gut, in Ausnahmefällen mehrere ;-).

Sich dann im Nachhinein ‚heilig‘ zu sprechen und dadurch den ‚Schein‘ zu wahren, dass man sich selbst als armes Opfer darstellt, ist Schein-Heiligkeit und trägt nicht zur Lösung des Problems bei.

Die meisten Frauen ziehen sich dann auch aufgrund solcher Erlebnisse total zurück und lassen niemanden mehr an sich heran. Ergebnis: Einsamkeit! (Kann also eigentlich nicht der richtige Weg sein!)

Der andere Weg – und das ist der, den ich empfehlen würde – ist: Die eigene Einstellung zu ändern. Sich als Opfer zu fühlen, weil irgendein Depp sein Ego durch Menschen-Konsum aufpeppen muss, um überhaupt noch etwas zu spüren, ist keine Option, untergräbt das eigene Selbstwertgefühl und macht unsexy.

Richtig ist: Weiterhin den Mut aufbringen, auch mal in die Sch… zu packen, aber zu wissen, dass diese – durchaus schlimme – Erfahrung nicht nachhaltig die Grundfesten des eigenen Charakters erschüttert – weil ‚frau‘ stark genug ist, so etwas zu verarbeiten. Die Kür wäre: die schönen Momente als positive Eindrücke zu verbuchen – und den Rest zu vergessen.

Etwas mehr ‚Sicherheits-Abstand‘ bis zum ersten Körperkontakt (zeitlich), ist bestimmt auch eine gute Maßnahme, denn die meisten Internet-Casanovas sind keine guten Langstrecken-(Mit)-Läufer. Ihnen geht beim Kino-Museum-Tanz-…-Marathon schnell die Puste aus.

Außerdem sollte ‚frau‘ durchaus vorher schon mal ein bisschen recherchieren, was – wie schon erwähnt – die meisten Frauen erst dann tun, wenn ‚ES‘ schon schiefgelaufen ist. Erst dann legen sie wahre Sherlock-Holmes-Qualitäten an den Tag und bringen Unglaubliches zu Stande. Nur, um sich zu ärgern?

Da ist es doch besser, wenn ‚frau‘ so schlau ist, sich vorher schon klüger zu machen, als es erst hinterher zu werden…

Ich wünsche Ihnen eine Woche voller schöner Erlebnisse.

Ihre

Namenszug

Sag uns deine Meinung


Singles warten auf Sie Anmelden
Herzlich Willkommen

Hier werden Eure Herzen höher schlagen. Guckt durchs NEU.DE-Schlüsselloch: Erfahrt mehr über die Menschen hinter der Singlebörse, interessante Neuigkeiten rund um seriöse Partnersuche und Online-Dating. Findet  in den Erfolgsgeschichten heraus, wie sich NEU.DE-Paare gefunden haben. Außerdem bringen wir Euch zu exklusiven Events und bieten immer wieder viele spannende Aktionen!

Kennenlernen könnt Ihr Euch nach wie vor auf unserer Online-Dating-Plattform NEU.DE, daran ändert sich nichts.

Hier findet Ihr unsere Netiquette.

Die Köpfe hinter Herzklopfen

Was gibt es Schöneres als Erfolgsgeschichten?

Ihr habt euch mit NEU.DE verliebt?

Erzählt uns eure Geschichte
Aktuelle Videos
© 2018 Redaktion: NEU.DE GmbH