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Frühlingsgefühle: Einbildung oder Tatsache?

Die ersten schönen Tage des Jahres lassen nicht nur die Blumen im Garten sprießen, sondern auch die „Frühlingsgefühle“. Viel Sonne und warme Temperaturen bringen unseren Hormonhaushalt auf Hochtouren und uns schneller als zu jeder anderen Jahreszeit dazu uns zu verlieben. Einbildung oder Tatsache? Die Wissenschaft ist sich noch uneins.

 Bei milden Temperaturen geht’s heiß her?!

Biochemiker müssen hier passen. Zwar haben sie längst schon das schönste Gefühl der Welt – die Liebe – auf eine chemische Formel reduziert, doch über den Einfluss der Jahreszeiten auf unseren Hormonhaushalt wissen sie noch zu wenig. Statistiker sind da weiter: Sie haben Geburts-Statistiken bis ins 19. Jahrhundert ausgewertet und herausgefunden, dass es bei uns Menschen jahreszeitliche Schwankungen gibt. Im Frühling, wenn die Tage länger, die Temperaturen mit 15-20 Grad wieder milder wurden, war die Zeugungsrate weltweit am höchsten. Das spricht natürlich für das Phänomen der „Frühlingsgefühle“. Dieser eindeutige Trend galt allerdings nur bis in die 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

 

Glühbirne contra Frühlings-Sonne?

Nach dieser Zeit kippen die Kurven. In allen Ländern. In Frankreich zum Beispiel flachte das Frühjahrshoch schon bis 1951 deutlich ab. In Spanien lagen die zeugungsstärksten Monate bis in die 60er Jahre im Frühling, danach verschoben sie sich in Richtung Herbst und Winter. Eine weltweite Entwicklung, die auch in Deutschland stattgefunden hat. Doch wo liegt die Ursache? Die wissenschaftliche Antwort: Das moderne Leben kapselt uns vom natürlichen Jahres-Rhythmus ab: Heute schaffen wir uns auch im tiefsten Winter eine behagliche Kuschel-Atmosphäre und gestalten mit elektrischem Licht unseren eigenen Tagesablauf. Insgesamt läuft die Masse Mensch einfach nicht mehr so synchron wie früher…

… es sei denn, der Strom fällt aus. Dann scheinen die Frühlingsgefühle zu jeder Jahreszeit ausbrechen zu können, wie eine fehlgeleitete Knospe in allzu warmer Wintersonne. Beispiele gefällig?

  • 250.000 Münsterländer waren im November 2005 tagelang ohne Strom, Schneemassen hatten das Netz zusammenbrechen lassen. Genau neun Monate später meldeten die Krankenhäuser überdurchschnittlich viele Geburten.
  • Beim großen „Blackout“ am 9. November 1965 im Nordosten der USA und im angrenzenden Kanada saßen 30 Millionen Menschen zwölf Stunden lang im Dunkeln. „Die Stimmung sei von Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe geprägt gewesen“, hieß es später. Diese Nächstenliebe äußerte sich im darauffolgenden Jahr als Geburtenrekord.
  • Ein heftiges Gewitter verursachte in New York am 13. Juli 1977 einen Stromausfall. Bei hochsommerlichen 30 Grad waren Zehntausende Menschen stundenlang in U-Bahnen und Fahrstühlen gefangen. 40 Wochen später erblickten dreimal so viele Babys das Licht der Welt wie üblich.

Frei(zügig)er Ausblick auf Mr(s) Right

Frühlingsgefühle gibt es also nicht mehr, weil die Technik alles durcheinander bringt? Für exakte Forschungsergebnisse, müsste die Wissenschaft  noch viele tausende Menschen weltweit über Jahre befragen und ihre sexuellen Gewohnheiten nebst Körperfunktionen erforschen. Unbestritten ist, dass das Mehr an Sonnenlicht den Ausstoß des Hormons Serotonin fördert. Das macht uns wacher und vitaler, die Stimmung steigt und somit auch die Lust auf Flirts. Sicher spielen dabei auch die verstärkten optischen Reize eine große Rolle: Die Röcke der Damen werden wieder kürzer, die Ausschnitte tiefer. Der Blick wird wieder ‚frei‘, auf interessante Flirtpartner, die monatelang unkenntlich vermummt unter dicken Daunenmänteln steckten.

Doch Hand auf’s Herz: Wollen wir uns den wunderbaren Mythos der Frühlingsgefühle wirklich wissenschaftlich zerfleddern lassen? Die Liebe auf eine chemische Formel reduziert wissen? Ist es nicht viel schöner, aus dem Bauchgefühl heraus zu spüren: Es gibt sie, die Frühlingsgefühle! Genießen wir das Kribbeln und die gute Laune! Nach diesem Wahnsinns-Winter haben wir dieses Hochgefühl doch wirklich verdient!?

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P.S. Wie Sie sich von Ihrer besten Seite zeigen – nicht nur in der neuen Frühlingsmode?

2 Kommentare

  • Frühlingsgefühle und wissenschaftliche Arroganz…

    frühling ist für alle mesnchen wunderbar – außer für wissenschaftler Wenn Wissenschaft auf Arroganz trifft, dann kommt vielleicht heraus, dass sich die Frühlingsgefühle „höchstens“ im Kopf abspielen. Da fragen wir uns natürlich, wo sie denn eigentlich…

  • […] Frühlingsgefühle: Einbildung oder Tatsache? […]

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