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Gleicher Stress für Alle!!!

Men's HealthIch habe mir gerade die „Men’s Health“ gekauft. Die aktuelle Werbung für das Hochglanzmagazin hat mich neugierig gemacht, die kündigte nämlich an, dass das neue Heft verraten würde, mit welchen Maßnahmen der moderne Mann von heute endlich sein Problem „Frau“ in den Griff bekommen kann. Muss ich natürlich wissen. Vor allem, weil ich mir bislang nicht bewusst war, dass mich der männliche Duden generell unter der Rubrik „Problem“ führt. Weil ich eine Frau bin? Aha!?

Ich halte also das Hochglanzmagazin in Händen. Auf dem Titel: ein Beau in weißem Shirt, das das Sixpack gekonnt umschmeichelt. Für alle Männer (sicher die meisten), die dieser (Ideal-)Form nicht entsprechen, sondern eher aus selbiger geraten sind, gibt’s die Cover-Story „Weg mit der Wampe!“. Darin zeigen „neueste wissenschaftliche Erkenntnisse“, wie „Mann“ wirklich schlank werden – und bleiben kann. Ich frage mich gerade, ob die alte Brigitte- oder Bild der Frau- Hefte für den Männer-Markt recyclen?

Immerhin: Schön zu sehen, dass die Barbie-Beauty-(Über)Forderungs-Gesellschaft durch die Abteilung „Ken“ erweitert wurde ;-). Natürlich fehlt im Heft auch nicht der Modeteil: „Welche neuen Looks Ihnen super stehen!“ – natürlich nur, wenn Sie aussehen wie einer der smarten Jünglinge mit androgynem Engelsgesicht, die in die Kamera schmachten. Soll das der „neue Mann“ sein?

Die Jungs sehen aus, als wohnten sie noch bei Mutti! Ok. Das ist natürlich auch ganz im Trend: Hotel Mutti. Die Wohlfühl-Oase für die Nesthocker von heute. (Daran sind wir Frauen ja nicht ganz unschuldig. Lohnt es sich, an die aktuelle Mütter-Generation zu appellieren, ihre Söhne im Sinne eines gleichberechtigten Zusammenlebens zu sozialisieren?) Als ich dann noch auf die wichtige Mode-Frage stoße: „Braucht ein Mann von heute wirklich mehr als eine Tasche?“ blättere ich lieber wieder zurück auf den Titel. Was gibt’s da noch?

Natürlich Wichtiges zum Thema Nummer 1: „Das optimiert Ihr Sex-Timing.“ Dabei hoffe ich doch sehr, dass diese Story nicht in kausalem Zusammenhang mit folgender steht: „12 Tricks vom schnellsten Mann der Welt.“

Aber erst einmal interessiert mich der Artikel, der mich überhaupt dazu bewogen hat, bei den Männermagazinen fremd zu lesen: „Nie mehr Stress mit Frauen: Partnerin, Kollegin, Mutti: So machen alle, was Sie wollen“. …..  🙂

Der erste Teil des groß angekündigten „Survival Guide Frau“ (Mein Gott, ich bin ja wohl nicht nur ein einfaches Problem sondern offensichtlich nahezu lebensbedrohend!) behandelt die „Partnerin“.

 

Schatz, was soll ich bloß anziehen!?

…fragt die Eine, neben der ER morgens gerne aufwacht, die ihn aber mit ihrem Putzfimmel und den ewigen Nörgeleien und fiesen Fragen nervt. Auf letztere hatte ER bislang keine Antworten – aber diese schlimmen Zeiten sind vorbei, denn jetzt hält er ihn ja in Händen: Den Survival-Guide!

Wenden wir uns also dem offensichtlichen Streitthema Nummer 1 zu: Müll! Ja, wer hätte das gedacht: Abfall lässt den Liebespegel abfallen. Aber auch Hausarbeit an sich.  Das sieht dann zum Beispiel so aus: SIE findet eine Socke von ihm im Wohnraum. Ok. Regt sich darüber wirklich jemand auf – wenn sowas mal passiert?

Der Tipp seitens der Redaktion dazu lässt allerdings darauf schließen, dass es sich hier keinesfalls um eine einsame Socke handelt, sondern eher um eine Art Völkerwanderung der Kleidungsstücke. Wie ließe sich sonst erklären, dass der nächste Tipp ihm rät, immer, wenn er den Wohnraum verlässt, einen verwaisten Gegenstand mitzunehmen. Du meine Güte, was liegt denn da sonst noch rum?

Offensichtlich einiges, denn die „Liebste“ ist im nächsten Fallbeispiel in seiner „Bude“ unterwegs und hält Aufräumen für die einzige Lösung. Der Haken: SIE will mit IHM zusammen aufräumen! Geht natürlich gar nicht. Vor allem nicht sofort. SIE könnte sonst denken, dass ER immer verfügbar sei. Das kratzt natürlich am Image.

Lösungsvorschlag der Redaktion: „Sagen Sie Ihr, dass Sie grade etwas anderes vorhaben, und verabreden Sie einen Termin, um es gemeinsam anzugehen.“ Mein Vorschlag: Den Mann in seiner Wohlfühl-Atmosphäre sitzen lassen und die Zeit, die für das Aufräumen einer fremden „Bude“ draufgehen würde, selbst in „etwas anderes (Schönes)“ investieren.

Doch auch wenn ER zugesagt hat aufzuräumen, scheint das keine Garantie für eine saubere „Bude“ zu sein: ER war indisponiert, so die nächste Szene, (zu viel mit den Kumpels getrunken? Zu lange aus gewesen?) und jetzt bleiben ihm nur noch 20 Minuten, bis SIE auf der Bildfläche erscheint und sofort im Bilde ist, dass er nicht Wort gehalten hat. Super-Experten-Tipp für diesen Fall: Dort beginnen, wo man in kürzester Zeit am meisten bewirken kann. Wieso fällt mir jetzt die Zewa-Werbung ein? Ein Wisch und ER ist weg?

….

Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere erlesene Tipps bzw. Tipps zum Erlesen. Aber mal ehrlich: Wundert sich da jemand, wenn es in so einer Beziehung Stress gibt? Und was hat das mit einer Mann-Frau-Beziehung zu tun? Außer natürlich, wenn man davon ausgehen will, dass der moderne Mann von heute immer noch so unmodern ist und glaubt, dass seine Partnerin auch gleichzeitig Mutti-Ersatz ist und eine ihrer Aufgaben darin besteht, dass sie hinter ihm herräumen muss.

In einer WG zwischen Männern würde der eine (ordnungsliebende) dem anderen (Schlunz) doch die gleichen Vorhaltungen machen – und zu Recht! – wenn der seine schmutzigen Socken überall verteilte und Zusagen nicht einhielte. Das hat doch einfach nur mit Respekt voreinander zu tun! Wer den nicht hat, der wird seine Beziehung früher oder später ohnehin in den Sand setzen und das sicher nicht – nur – wegen einer Socke oder der berühmt-berüchtigten halb zerdrückten Zahnpasta-Tube.

… und da es wohl im Grunde um ein gut ausgefülltes Sexualleben geht, wie man den weiteren Seiten der Mens Health entnehmen darf, wäre eine Entlastung der Traumfrau durch Mithilfe im Haushalt sicher auch ein richtiger und wichtiger Schritt. Schließlich gibt Ihr das die nötige Zeit, sich ein bisschen um sich zu kümmern und sich im Best-Zustand zu präsentieren – also mit gepflegten Fingernägeln, manikürten Füssen, einer gut sitzenden Frisur und alles ganz ohne Hetze zwischen Haushalt und Beruf  – und dann fragt sie bestimmt nicht danach was sie anziehen soll. Im Gegenteil! 😉

 

Was das mit der (virtuellen) Partnersuche zu tun hat?

Ganz einfach: Wer rechtzeitig an seiner Beziehung arbeitet, der wird sicher nicht mehr als Suchender auf dem Partnermarkt landen.

… und für alle partnersuchenden Frauen heißt das: Einfach mal beim nächsten Date nachfragen, wie ER sich denn ein Zusammenleben überhaupt vorstellt. (Noch) ohne rosarote Brille sieht ‚frau‘ ja doch klarer! Und sollte ER dann davon laufen, war er es ohnehin nicht wert. So eine fehlbesetzte Beziehung verstaubt ja früher oder später sowieso. Das spart jede Menge Stress und Zeit!

Ich wünsche Ihnen eine stressfreie Woche.

 

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