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My Big Bang Theory – warum es vielleicht doch nicht für jeden ‚bang‘ macht bei der Suche nach Mr(s) Right!

Wer schon einige meiner Beiträge gelesen hat, der weiß, dass ich eine Verfechterin der Theorie bin, dass – bei der Partnersuche – auf jeden Topf ein Deckel passt. Allerdings lässt folgende Geschichte durchaus Zweifel an meiner Theorie aufkommen.

In meinem Bekanntenkreis hatte sich ein neues Paar gefunden. SIE war schon einige Jahre auf der Suche und berichtete mir immer wieder über ihre Erlebnisse, die nicht immer nur positiv waren, deshalb freute ich mich besonders über ihr neues Glück.

Ein schöner Nebeneffekt dieses neuen Traumpaares: Durch seinen dazu gewonnenen Freundeskreis, in dem die Single-Männer überwogen, standen ihr endlich genug männliche Singles zur Verfügung, um ihren Single-Freundinnen-Kreis ‚unter die Haube‘ zu bringen. Entsprechend enthusiastisch ging sie ans Werk. Sie war schließlich überglücklich und wollte von diesem Glück etwas weiter geben. Ich selbst wurde von ihr als Beraterin des One-Woman-Amor-Hilfs-Trupps zwangsrekrutiert.

Aus Erfahrung weiß ich allerdings um die Schwierigkeiten bei solchen Verkupplungs-Versuchen. Wie schwierig sich das Ganze dann aber tatsächlich gestalten würde, war mir zu diesem Zeitpunkt dann aber doch nicht so ganz klar.

Meine ‚Kuppler‘-Freundin versuchte also erst einmal herauszufinden, wer – nach ihrem Empfinden – zusammen passen könnte. Einen Partner suchten eigentlich alle Singles aus ihrem Bekanntenkreis. Da unterschieden sich Frauen und Männer nicht.


Erst einmal galt es aber eine Grundsatz-Frage zu klären: Sollten wir nach dem Prinzip „gleich zu gleich gesellt sich gern“ verfahren? Das gilt inzwischen wissenschaftlich anerkannterweise als Erfolgsgrundlage für stabile Partnerschaften. Oder sollten wir auch den Gegensätzen, die sich bekanntermaßen anziehen, eine Chance einräumen? Meine eigenen Erfahrungen mit letzterem Prinzip waren immer sehr heftiger und prickelnder Natur, aber auch schnell wieder beendet!

Ich riet also zum ‚sicheren‘ Gleichheitsprinzip. Das akzeptierte meine Mitstreiterin und stieß auf zwei ihrer Single-Freunde, die – außer beim Geschlecht 😉 – in vielen Dingen äußerst ähnlich schienen.

Er (nennen wir ihn Romeo): Gut aussehend, sehr gepflegt, sportlich, gebildet, mit einem interessanten Job, ….machte auf sie einen guten Eindruck. Allerdings kannte sie ihn bis dahin nur flüchtig. Er stammt aus dem Freundeskreis ihres Partners.

Sie (…muss jetzt natürlich Julia heissen): Sein weibliches Gegenstück. Allerdings, warnte meine Bekannte, hatte Julia eine ziemliche ‚Macke‘: Sie konnte sich bei allem, was nicht beruflicher Natur war, nur sehr schwer für einen Weg entscheiden. Wir hofften, dass das vielleicht gerade durch eine Beziehung, wenn der Partner bei den Entscheidungen helfen würde, anders werden könnte? Ach, ja … und dann war da noch die Sache mit Julias Ex-Freund. Der war nun schon so lange Ex, dass meine Amor-Hilfstrupp-Freundin seinen Namen vergessen hatte. Bei Julia war dieser Mann aber immer noch sehr präsent. Ab und an schien da auch noch „was zu laufen“!? Jedenfalls hatte Julia wohl immer noch die Idee, dass er der Mann ihres Lebens sei.

Wir hofften, dass sich dieser Schattenmann von der Sonne einer neuen Liebe vertreiben lassen würde. Zumindest, fanden wir, lohnte sich ein Verkupplungs-Versuch.

Die Chance dazu bot sich bei einer großen Party, zu der meine Mitstreiterin und ihr Lebensgefährte eine ganze Colorado-Freundes-Mischung einluden: Langzeitpaare, Singles, Bekannte, Freunde. Ich durfte auch kommen und begutachtete die zwei Hälften unseres, auf dem ‚Reißbrett‘, geplanten Wunsch-Paares neugierig. Ja, ich konnte mir gut vorstellen, dass sie zusammen passten. Dank ausgeklügelter Vorarbeit kamen Romeo und Julia schnell ins Gespräch und fanden sich dann tatsächlich auch so interessant, dass sie sich verabredeten.

Ein richtiges Date! Wir jubelten innerlich und wollten uns schon die „Amor-Erfolgs-Medaille-für-gelungene-Partner-Vermittlung“ anstecken, doch der Lebensgefährte meiner ‚amo(u)rösen‘ Mitstreiterin, ein langjähriger Freund von Romeo, bremste unsere Freude als verfrüht ab und verriet uns, welche Macken sich hinter Romeos gut gepflegter Fassade versteckten: Unser, bzw. sein Romeo hatte nämlich ähnliche Entscheidungsschwierigkeiten wie Julia. Genau wie sie suchte auch er immer nach der ABSOLUTEN Lösung in allen Lebenslagen. Eine GUTE Lösung reichte nicht. Entsprechend lange benötigte er, um einen Anzug zu kaufen, sich für eine Wohnung zu entscheiden, …

Ein gutes Beispiel für diese Entscheidungsprobleme finden sich im Eingangsbereich seiner Wohnung: zwei Bilderrahmen, die er, nach langem Entscheidungs-Hin und –Her, aufgehängt hat. Zwei Jahre hängen sie inzwischen dort, zeigen aber immer noch das Hersteller-Logo-Blatt, aber keine Fotos. Er kann sich einfach nicht entscheiden, was er (seinen Besuchern) dort präsentieren will. So ein Eingangsbereich sagt in seinen Augen viel über die jeweilige Person aus – und deshalb soll dort – bildlich gesehen – die ultimative Aussage zu seiner Persönlichkeit hängen. (Tut sie ja letztlich auch! ;-)) Außerdem hat er inzwischen das dritte Designersofa im Wohnzimmer stehen und schafft es immer wieder es umzutauschen, weil es doch nicht das optimale ist.

Eine Urlaubsbuchung läuft bei ihm über Monate und wird, noch häufiger als das Sofa, wieder storniert und verschoben. Oft genug fährt er letztlich gar nicht, weil er sich nicht entscheiden kann. Es sei denn, seine Mutter, zu der er ein besonders inniges Verhältnis hat, entscheidet, wohin sie möchte, dann fährt er – ohne zu murren – mit. Er sinniert ewig über vergangene Situationen, über die Frage, ob und wann er etwas hätte sagen sollen, was er anders hätte machen sollen,… Ein schwieriger Charakter, dem man das auf den ersten Blick aber nicht anmerkt. Auch ich hielt ihn spontan für einen lebenslustigen Charmeur.

Das Treffen mit – und bei – Julia verlief denn auch entsprechend chaotisch, wie mir meine Bekannte später berichtete: Beide schafften es – obwohl sie Wetter, Erderwärmung, Mondphasen und Sonnenflecken in ihre Berechnungen einbezogen, sich auf einen Termin zu einigen. Nach einigen – beidseitigen – Hin- und Her-Verschiebungen fand dieses erste Date dann tatsächlich statt! In Julias Wohnung hätte sich Romeo eigentlich sofort heimisch fühlen müssen: Im Flur stehen – nein, sie hängen nicht – verschiedene Bilder, die sie ausgeliehen hat, um sich besser für eines entscheiden zu können. Sicher eine gute Maßnahme – wenn sich so eine Entscheidung innerhalb eines Jahres treffen lässt!

Im Wohnraum: Ein weißes Sofa, auf dem man aber nicht sitzen kann – weil es weiß ist! Benutzt werden bei Julia lediglich die Stühle in der Wohnküche, in der noch verschiedene Umzugskartons stehen, obwohl sie schon seit mehr als acht Jahren in ihrer Wohnung lebt. In den Kartons sind Bücher – ein optimales Regal dazu hat sie bislang nicht finden können.

Wen wundert es, dass sich beide natürlich nicht für einander entscheiden konnten? ‚ES‘ war nicht optimal:

Julia sitzt also wieder allein auf ihren Küchenstühlen und wartet darauf, dass ihr Schattenmann doch noch zur Lichtgestalt in ihrem Leben wird – natürlich nur, weil dieses Warten gefahrlos ist, denn er wird nie wirklich Teil ihres Lebens werden, und somit wird ihr weißes Sofa auch niemals Schaden nehmen.

Romeo schmollt noch in seinen eigenen vier Wänden, weil er abgelehnt wurde – obwohl er ja selbst auch gar nicht wollte. (Merke: Gefühle haben nichts mit Logik zu tun!) Er sinniert darüber, welche seiner Handlungen nicht ganz so gut angekommen ist und warum, was er hätte anders machen und sagen sollen – und fährt bald in Urlaub. Mit Mutti!

Das Gleich-zu-Gleich-gesellt-sich-gern-Prinzip hat hier also nicht funktioniert. Bliebe also noch die Gegensätze-ziehen-sich-an-Möglichkeit. Allerdings hat sich meine Partnervermittlungs-Freundin entschlossen, das Ganze dann doch lieber Amor himself zu überlassen! Bei solch schwierigen Fällen muss der Meister persönlich den Pfeil abschießen, findet sie. Ich selbst halte mich in Zukunft auch lieber aus solchen Verkupplungs-Versuchen raus.

Vielleicht muss ich ja auch akzeptieren, dass nicht jeder Mensch für eine Partnerschaft geeignet ist? Wie sehen Sie das? Gibt es Menschen, die dafür bestimmt sind, allein zu bleiben? Was ist es, was da im Wege steht – welche Erfahrungen haben Sie gemacht – kann man die Eigen-Schutz-Panzer knacken? Oder passt doch auf jeden Topf einen Deckel – und man muss ihn nur finden?

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