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Nettiquette – warum das „Nett- zu-Anderen-sein“ uns selbst auch glücklich macht

Unsere Zeit wird allgemein als schnelllebig bezeichnet. Wir konsumieren, was ‚das Zeug hält‘, und machen dabei – vor allem bei der Online-Partnersuche – auch nicht vor dem Konsum von Menschen halt. Das Ergebnis: Die eigenen Bedürfnisse und die unserer Mitmenschen bleiben oft genug auf der Strecke. ‚Alte Tugenden‘ wie Fürsorge und Höflichkeit, für die man sich Zeit nehmen muss, gelten als „uncool“. „Cool“ sein ist das Ziel der Masse – und entsprechend kalt ist dann oft auch unsere Gesellschaft.

Es ist also wahrhaftig kein Wohlfühl-Klima, in dem wir (selbstgewählt) leben. Die Folgen für den Einzelnen beschränken sich dabei nicht nur auf ein ‚zwischenmenschliches‘ Frösteln. Neueste Studien beweisen: Lieblosigkeit macht krank: Depressionen sind dabei genauso die Folge wie ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. (Studie Yale-University)

Hierbei handelt es sich natürlich um Studien aus dem ‚realen‘ Leben. Ich behaupte allerdings, dass lieblose Online-Kontakte Ähnliches auslösen können. Genau darum kämpfe ich für mehr „Nettiquette“ (jawohl, mit 2 „tt“!) bei der Online-Partnersuche. Viele vergessen hierbei nämlich, dass hinter jedem virtuellen Kontakt ein realer Mensch steckt. Gerade Männer haben, wenn ich meine Leserbriefe als Grundlage nehme, offensichtlich sehr unter der nicht antwortenden Damenwelt zu leiden. Sorry, meine Damen, aber ich finde das unmöglich!

Wer eine Mail erhält, dem sollte das auch eine Antwort wert sein. Natürlich weiß ich – nach meiner 3-jährigen Online-Partnersuch-Odyssee wahrscheinlich sogar besser als die Meisten – was einem da so alles in die Mailbox flattert. Ich erwarte auch nicht, dass unverschämte Mails nett beantwortet werden sollen. Im Gegenteil: Da bin ich – wie man ja ebenfalls aus meinem Buch weiß – für ziemlich klare Worte zu haben 😉

Allerdings bin ich selten mit unverschämten Mails konfrontiert worden. Wenn doch, dann habe ich den „Blocken-Button“ gewählt. Diese Notfall-Lösung musste ich insgesamt aber nur dreimal nutzen. Auf drei Jahre – und die unzähligen Kontakte – gerechnet, ist das also verschwindend gering. Nein, mir geht es an dieser Stelle eher um die ganz normalen Männer, die – aus weiblicher Sicht– ein wenig an den geforderten Suchkriterien vorbei schrappen, vielleicht  nicht die richtigen Worte gefunden haben oder – durch diese unsägliche „Nicht-Beachtung“ – schon so frustriert sind, dass dieser Frust zwischen den Zeilen der Mails heraustropft – O-Ton eines Leserbriefes:

MannoMann (43): „…dass Frauen meinen Frust riechen können, kann ich mir gut vorstellen. Viele machen sich daraus auch noch einen Spaß und hauen dann noch mal so richtig drauf. Die meisten antworten aber nicht mal. Dass die Freude da auf der Strecke bleibt, ist klar. Und ich stecke voll drin in diesem Teufelskreis…

Dazu darf ich ergänzen: Dieser Mann ist kein Depp, hat sowohl einen guten Schreibstil als auch eine entsprechende Bildung. Dazu bewegen sich seine Suchkriterien im Rahmen des Normalen. Einzig: Er ist sicher nicht jeder’frau’s Typ – aber welcher Mensch gefällt schon jedem anderen?

Warum aber ist so ein normal-netter Mensch nicht mal eine Antwort wert? Auch ein  „Danke, aber von meiner Seite aus passt es leider nicht. Viel Glück bei Deiner weiteren Suche“ ist natürlich erlaubt – was nicht passt, lässt sich zwischenmenschlich auch nicht passend machen.


Doch eine Reaktion auf seine Mail (wenn er sich denn schon mehr Mühe als die unsäglichen Kurz-Standard-Zwinker-Hallo-Mails gemacht hat), das darf ‚Mann‘ doch erwarten!? (Aber, meine Herren, das heißt für Sie natürlich auch, Muster-Massen-Mails oder Smilie-Sammlungen künftig durch ein wenig mehr Eigenkreativität zu ersetzen !)

Würden wir uns so im realen Alltag benehmen, wäre der gesamte Tag so grau wie die grantigen Gesichter in der U-Bahn am Morgen. Unsere Arbeit würde uns doppelt schwer erscheinen, der Tag unendlich lang und unsere Energie würde unter diesen widrigen Umständen nicht mal für den halben Tag reichen. Der Rest: Pure (Über)Anstrengung. Schnell würden wir feststellen, dass scheinbar harmlose Phänomene wie schlechte Laune oder Frust uns regelrecht krank machen können.

Dabei ist es doch so einfach, es in unserem „coolen“ Alltag ‚menscheln‘ zu lassen. Online fängt es mit mehr „Nettiquette“ an. Damit, die Anderen, die ja auch ‚nur‘ Suchende sind, mit (Be)Achtung zu begegnen – auch dann, wenn sie nicht Mr(s) Right sind.

Real ist es das Aufhalten der Türe für Nachfolgende, die Entschuldigung bei einem unbeabsichtigten Schubser, die Hilfestellung beim Hochwuchten des Koffers in der Bahn, der Nachmittagskaffee mit der alten Dame von nebenan, …

All das kostet uns wenig – höchstens ein bisschen Aufmerksamkeit und ein Lächeln. Zurück bekommen wir viel: Eine liebevollere Umgebung mit netten Menschen, in der wir uns wohl fühlen. Ein – für uns und Andere – gesundes Klima, denn die Liebe in all ihren Facetten – auch im Sinne der Nächstenliebe und sogar in ihrer Light-Version als simple Freundlichkeit – ist einfach gesund: Sie stärkt unser Immunsystem, reguliert den Pulsschlag, sogar den Blutdruck. Das ist wissenschaftlich erwiesen.

Nett sein ist also nicht nur ein Beitrag zur Volksgesundheit, sondern vor allem zum eigenen Wohlbefinden … und wer weiß, vielleicht ist der nächste Mailpartner / die nächste Mailpartnerin zwar nicht Mr(s) Right, entpuppt sich aber – nach erfolgter Antwort-Mail – durchaus als guter Freund oder bereichernde Gesprächspartnerin …

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