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Nomen est Omen? – Im Netz ganz bestimmt.

Nickname

Die ersten Schritte bei der Partnersuche im Netz sollten wohl überlegt sein. Entscheidet man sich für eine Flirtline, dann gehört auch meist ein Nickname zur Anmeldung – genauso wichtig für die eigene Anonymität im Internet, wie auch für den ersten Eindruck, den man über diesen Namen vermittelt.

Man sollte also schon einmal mehr über dessen Wirkung auf Andere nachdenken, bevor man sich allzu leichtsinnig für den ersten – vielleicht aber nicht besten –  entscheidet. Das Beispiel einer Bekannten von mir zeigt, welchen Unterschied allein der Name macht, mit dem man im Internet auftritt:

(Nick)Namen sind nicht Schall und Rauch!

Ein kleiner Ausschnitt aus meinem Buch:

Olivias erste Schritte im Internet führten dazu, dass sie mit dem neuesten Foto ihrer Sedkarte – der Foto-Visitenkarte der Models – und ihrem vollen Namen für alle Welt sichtbar im Netz stand. Sie hatte sich über die Notwendigkeit der Anonymität im Internet bisher noch keine großen Gedanken gemacht.

Dummerweise wurde gerade dieses Foto zeitgleich von einer namhaften Werbeagentur für eine Großkampagne verwendet, was mir ein bisschen heikel vorkam. Also: Foto austauschen und ein neuer Name fürs Netz – ein Nickname – musste her. Modern mit dem nötigen Pepp, also netztauglich.

Nickname

Nach drei Tagen Brainstorming stand der Name für mich fest: „May.B“…..abgeleitet von maybe (engl: vielleicht), auch weil Olivia nur „vielleicht“ einen festen Partner suchte. Mit Sicherheit aber einen Begleiter für romantische Stunden.

Sie allerdings hatte sich für eine andere Schreibweise des neuen Nicknames entschieden: „Mae.B.“. Sie hatte dabei den ehemaligen Hollywood Star Mae West vor Augen. Mit ihrem neuen Profil, als Mae.B. – saß Olivia dann auch erst etwas ratlos vor ihrem Computer und sichtete die Zuschriften. Diese Mails waren deutlich anders als die, die Olivia als Olivia bekommen hatte. O-Ton:“ Da will einer nicht nur meine Küche putzen, sondern gleich noch meine Füße pflegen. So’n Ledermann.“ Und das war eines der harmlosesten Angebote.

Des Rätsels Lösung lieferte uns eine Freundin, die Olivias neuen Nickname gleich mit einer einschlägigen Firma für „Spielzeug für Erwachsene“ in Verbindung brachte. Wir googelten und fanden etwa zwanzig Seiten mit Dildo&Co unter Olivias neuem Nickname. Sie nahm es mit Humor. Der Name blieb. Ganz krasse Mails ließen sich schließlich durch den „Blocken-Button“ unschädlich machen.

An diesem Beispiel sieht man deutlich, wie wichtig der richtige Nickname ist. Ob „frau“ von einem „Kartoffelkaefer“ angemailt wird oder von einem „Black Mustang“, kann schon im Vorfeld einiges aussagen. Genau wie „Koeln-Zicke“ oder „Domina“ bei den Damen.

 

Massenware oder Einzelstück? – Der Nickname macht den Unterschied

„Weihnachtsmänner“ und „Nikolausis“ sind mir auch außerhalb der entsprechenden Jahreszeit zahlreich „ins Netz gegangen“. „Robin Hood“, „Manitou“, „1.Ritter“ und „Highlaender“ sind ebenfalls häufig vertreten – auch wenn es von Letzterem angeblich nur einen geben darf. „Only4U“ (nur für Dich), „Glückstreffer“, „Charmeur“, „B.zauberer“, oder „Gameboy“ finde ich da schon origineller.

Hier ein kleiner Auszug aus der nahezu unendlichen Liste der Nicknames, die mir im Laufe meiner Online-Suche auf die ein oder andere Weise aufgefallen sind. Abteilung „Herrenkatalog“:

„Moonlover“: Besitzt vielleicht schlafwandlerische Fähigkeiten bei der Partnersuche?
„Grobi 69“: Auf was soll das denn Lust machen?
„Knackpopo“: Nichts dagegen wenn es stimmt.
„Nicht-Sheep“: Ist vielleicht ein naher Verwandter des schwarzen Selbigen?
„Tappsi“: Wie süüüüüüsssss!!!!! – für einen Bernhardinerwelpen.
„Hans-A-Plast“: Heilt seelische Verletzungen?
„TripleXXX“: Hat durchaus was Spannendes.
„Couchy“: Ist wahrscheinlich das Kontrastprogramm zu …
„Fit for Fun! ….der mit dem Fahrrad einen Berg herunter rast. Oder wurde das Foto nur schräg gestellt?
„Frettchen“? Na, dann doch lieber eines der zahlreichen Wald- oder sonstigen Bärchen.
„Schatz-Sucher“: … wird sein Juwel bestimmt finden.
„Webmonster“: Hat ein lustiges Lächeln und offensichtlich Humor, während …
„Dracula“…doch ziemlich bissig wirkt!
„Schmuddel“: Der Name passt zu seinem Foto. Spricht vielleicht Frauen mit Putzzwang an? (Sollte „Schmuddel“ in gute Hände geraten, bitte ich um ein Nacher-Foto.)
„Frischgeduscht“: Ich dachte immer, das sei Standard! Außer natürlich bei „Schmuddel“.
„Safari-Afrika-Jaeger“: Was ist denn das für ein ungelebter Kindertraum?
„Der Lutscher“: …..!?!.
„Müllmann“: Müsste ich zwischen diesem und dem Nächsten wählen, würde ich
„Feingeist“ …nehmen.
„Erotiktreff“, „Day Date“, „Bumsel“ und „Don Dildo“: sind allesamt ganz klar auf sexuelle Kontakte aus, allerdings liegt Letzterer hier am weitesten unter der Gürtellinie.
„Dronenkoenig“: Lässt vor meinem geistigen Auge das Bild eines arbeitsscheuen, verlotterten Begatters auftauchen, ist aber vielleicht doch …
„Im Potent“ ….vorzuziehen?

Nickname

Doch auch wir Ladys können durchaus vor der eigenen Türe kehren, was den Einfalls-Reichtum in Sachen Nickname betrifft:

„Teufelchen“: Sind so vielfältig vertreten wie die Bärchen bei den Herren.
„La Diva“: Zielt – auch mit ihrem Foto – eindeutig zweideutig auf die gehobenen Ansprüche gesettelter Herren.
„Supersusi“: Lockt karpfengleich mit rotem Kussmund. Hat Chiara Ohoven eigentlich eine Schwester?
„Spatzi“ und „Hasi“: Treten im Schwarm bzw. im Rudel auf und müssen durchnummeriert werden. Ob es sich bei …
„Schneeflittchen“ …. um einen Schreibfehler handelt? Der:
„Ziegenkuh“ ….muss ich leider jegliche erotische Ausstrahlung absprechen.
„Moneypenny“: Hat alle Chancen „James Bond“ ins Netz zu gehen oder auf seinen Kollegen „TrippleXXX“ auszuweichen.
„Tante Petra“: Passt garantiert zu „Onkel Klaus“ aus dem Herrenkatalog.
„Frau mit Klasse“: Wie viele Klassen gibt es im Damenkatalog eigentlich, und in welcher räkelt „frau“ sich üblicherweise mit Spitzendessous auf dem Bärenfell? Ob „Mann“ einen
„Unglücksengel“ …oder ein
„Sunshinegirl“….bevorzugt, ist wahrscheinlich eine Frage der Optik und des Aberglaubens, wobei ich ABER GLAUBE, dass Männern generell die Optik höher einschätzen als das Engelhafte.
„Try2find“ … (mein eigener Nickname im Netz) war drei Jahre auf der Suche nach ihrem Mr. Right und hat ihn als „Schubertiade“ „vernickt“ auch endlich gefunden.

Es gibt sicher noch einiges an Nachholbedarf bei der richtigen Wahl des Pseudonyms. Mit dem richtigen Namen stellen Sie Ihre Persönlichkeit, Hobbies und Vorlieben auf den ersten Blick dar und sprechen potentielle Partner so direkt an. Hier sollten Sie es also wie bei der Partnersuche machen und nicht den Erstbesten nehmen. Lassen Sie sich Zeit und machen Sie sich Gedanken. Hier ein kleiner Leitfaden von LoveScout24, wie Sie das passende Pseudonym für sich finden.

Sicher sind Ihnen auch schon interessante, witzige, einfallsreiche oder auch total bescheuerte Nicknames begegnet? Vervollständigen Sie doch die Liste einfach mal mit Ihren Favoriten.

Ihre Judith Alwin

Namenszug


Bildrechte: (1) mangpor_2004/Getty Images, (2) GeorgeRudy/Getty Images, (3) Zerbor/Getty Images

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