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Schatz, bereite schon mal das Frühstück vor und serviere in 2 Stunden. Ich leide unter sozialem Jetlag!

Nachdem ich heute morgen wieder mal völlig benebelt versuchte, mein Frühstücksei in den Toaster zu stopfen, den Toast ins Eierwasser warf, und meinen Kaffee neben den Tisch stellte (also in die Luft), wurde mir plötzlich schlagartig klar, was mit mir los ist: ich leide unter sozialem Jet-Lag.

Das bedeutet: die Zeit ist für mich ausser Kontrolle geraten und ich müsste eigentlich, statt in der Küche herumzutorkeln, ganz wo anders sein: tief schlummernd, friedlich sabbernd in meinem Himmelbett. Ich bin nämlich ein ’später Chronotyp‘, so klärte mich – endlich – der Münchner LMU-Professor Till Roenneberg in der abendzeitung auf.

Sie haben´s erraten: Späte Chronotypen sind diejenigen, die Morgens ums Verrecken nicht aus den Federn kommen, die eine ganze Batterie von Weckern auf dem Schlafsims stehen haben, und trotzdem immer verpennen. Diejenigen, bei denen sich laut Prof. Roenneberg das Gehirn erst nach zehn Uhr vormittags einigermaßen einklinkt. (Richtig: es ist jetzt 10.22 Uhr, und ich schreibe diesen Artikel.)

Mensch, bin ich froh, dass das endlich jemand erkannt hat. Der Professor meint nämlich: Alles ganz normal, Menschen ticken eben unterschiedlich, und manche ticken halt später – dafür aber dann umso länger. Chefs, so Roenneberg, sollten ihre Angestellten künftig selber entscheiden lassen, von wann bis wann sie arbeiten wollen – im Sinne einer besseren betrieblichen Effizienz, aber auch im Sinne der Volksgesundheit. Denn: Chronischer Schlafmangel kann dick machen, zu Diabetes, dem metabolischen Syndrom, Magenerkrankungen und Depressionen führen. Uff, Vorsicht also!

Auch zum Thema Liebe, Partnerschaft und verschieden tickende innere Uhren weiß der Prof etwas:

az: Wie kommen unterschiedliche Chrono-Typen in der Ehe klar?

Laut RB ist das Problem sehr häufig: „Die verschiedenen Zeitgewohnheiten scheinen fast symbolisch für die vielen anderen Unterschiede zu stehen, die sich in einer langjährigen Partnerschaft entwickeln.”

az: Empfehlen Sie getrennte Schlafzimmer?

RB: „Auf keinen Fall. Dass zwei Menschen unterschiedliche Chronotypen sind, hat sie am Anfang ihrer Liebe ja gerade zueinander gezogen. Da sollte man mit den Jahren nicht starrsinnig werden und auf Gleichheit bestehen.”

Sondern?

RB: „Paare müssen sich einfach nur arrangieren. Der frühaufstehende Partner schleicht sich morgens raus, bereitet das Frühstück vor. Und wenn ein Baby da ist, übernimmt er das 4-Uhr-Fläschchen. Das kann alles sehr liebevoll ablaufen, man muss es nur probieren.”

Danke Herr Professor!
Ich werde es gleich Morgen probieren: Schatz, schleich dich schon mal leise raus, bereite das Frühstuck vor und serviere in zwei Stunden. Und zwar jetzt und für alle Zeiten. Ich leide nämlich unter sozialem Jet-Lag!

Ein Kommentar

  • […] Das bedeutet: die Zeit ist für mich ausser Kontrolle geraten und ich müsste eigentlich, statt in der Küche herumzutorkeln, ganz wo anders sein: tief schlummernd, friedlich sabbernd in meinem Himmelbett. Ich bin nämlich ein ’später Chronotyp’, so klärte mich – endlich – der Münchner LMU-Professor Till Roenneberg in der abendzeitung auf. Mehr […]

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