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Vier Stöhner für ein Halleluja!

Sex in der Kirche – davon will man wirklich nichts mehr lesen und hören, oder? Erschreckend, was da zur Zeit alles ans Tageslicht kommt. Schauderhaft, wie sich manche lüsterne Soutanen-Träger und Kuttengänger an den ihnen anvertrauten Zöglingen vergingen. Sex in der Kirche – das geht aber auch anders: Als Liebesspiel eines erhitzten Pärchens im Kirchengestühl auf der Empore eines Gotteshauses, nach durchfeierter Silvesternacht. Während sich unten bereits die ausgeschlafene Gemeinde zum Frühgottesdienst versammelt. Vier Stöhner für ein Halleluja also!

Geschehen ist das im Ort Rennertshofen, in der Nähe von Neuburg an der Donau. Und der ‚Täter‘ war ausgerechnet ein 26jähriger Polizist aus Schrobenhausen, mit seiner Freundin (über die mir keine näheren Angaben vorliegen, die aber zweifellos im gesprenkelten Morgenlicht, das die Mosaikfenster auf ihren unschuldigen Körper warfen, einen besonderen Reiz gehabt haben musste, um den übernächtigten müden Krieger so in Rage und Wallung zu bringen).

Bis hierhin eine harmlose und schöne Geschichte. Aber jetzt lese ich: Seitdem ist der Polizist vom Dienst suspendiert, gegen ihn und seine Freundin wurde getrennt Strafbefehl erlassen, wegen ‚Störung der Religionsausübung‘.

Da kann man wirklich nur noch sagen: Leute spinnt ihr? Es gibt nun wirklich Schlimmeres, als dass sich ein Pärchen leicht angeschickert am Neujahrsmorgen liebt. Egal, ob in der Kirche oder sonstwo. Das Gotteshaus ist ein Haus der Liebe! Das haben die zwei zwar ein wenig überinterpretiert, aber ist das soooo schlimm? Ich frage mich auch, wer die beiden angezeigt hat, denn einfach so wird ja keine Staatsanwaltschaft tätig.

In der Abendzeitung muss ich lesen: Angeblich erwarten den Mann für sein Fehlverhalten mehr als 8000 Euro Strafe. Im Paragraph 167 des Strafgesetzbuches heißt es, wer in „grober Weise den Gottesdienst stört“ dem drohen bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

Schlimmer noch: Auch für die berufliche Karriere des Polizisten könnte die Geschichte schlimme Folgen haben. Es droht eine Abmahnung, eine Kürzung des Gehalts und im schlimmsten Fall sogar eine permanente Entfernung aus dem Dienst. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern: „Wir warten das Strafverfahren ab und werden dann schauen, wie wir das disziplinarisch verfolgen.”

Da kann man nur sagen: Lieber Richter, liebes Polizeipräsidium Oberbayern: Lassen Sie die Kirche im Dorf. Was hier passiert ist, war doch kein Verbrechen, sondern Liebe. Zwei Menschen dafür zu verurteilen, weil sie sich in heißer Zuneigung innig umarmten und ein wenig die Glocken läuten ließen, wäre ein Skandal.

Kümmern Sie sich, liebe Gerichte und Staatsanwaltschaften, stattdessen doch besser um die echten Schanddaten in der Kirche: Wenn nämlich scheinheilige gottlose Gottesmänner sich an ihren Schutzbefohlenen vergreifen.

Ein Kommentar

  • Warum die Liebe von Gott ist…

    Diese Geschichte wollte ich ja an sich ruhen lassen – aber gesagt werden muss es doch einmal: Das berühmte „Pärchen von Rennertshofen“, über das ich verschiedentlich schrieb, hat die „Religionsausübung“ aka Rosenkranzgebet nicht absichtlich gestört. U…

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