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Von Gefühlen, Soldaten und Diamanten

Riesen-Aufregung um Stephanie zu Guttenbergs Truppen-besuch bei den Soldaten: Die einen schreien, dass sei unverschämte PR in eigener Sache, die anderen sagen, ‚ist doch schön, wenn sich jemand nicht nur mit Worten für die Soldaten einsetzt, sondern auch durch seine Präsenz zeigt, dass er an sie denkt.‘ Die Presse ist sich wie immer (fast) einig und prügelt auf die Guttenbergs ein. Und Politiker fast aller Couleur jaulen hysterisch auf. Nur Franz Joseph Wagner, das Urgestein der ‚Bild‘ hält dagegen: „Ihr gemeinsamer Besuch bei unseren Soldaten in Afghanistan ist einfach großartig. Er ist eine öffentliche Liebeserklärung an unsere Soldaten: Wir sind eine Familie, wir gehören zusammen. Herz zeigen, Gefühle zeigen. All diese menschlichen Dinge geschehen so selten in der Politik.“ Und über SPD-Gabriel schimpft er: „Was erlaubt sich dieser SPD-Chef gegenüber der Ehefrau des Verteidigungsministers?“

Grund des Zorns: ‚Da fehlte nur noch die Katzenberger‘ hatte Sigmar Gabriel frech ins Mikrofon geknurrt – und dabei offensichtlich an andere Zeiten gedacht, und an Länder, in denen tatsächlich Busenstars ins Militärläger fuhren und immer noch fahren, um die kämpfende Truppe aufzuheitern.

Amerika ist uns in diesem Punkt – ich muss es zugeben – meilenweit voraus. Schon 1941 wurden die United Service Organisations gegründet. Ziel unter anderem: Den Angehörigen des Militärs und ihre Familien durch Auftritte berühmter Künstler, Ausflüge und Kurzreisen sowie zahlreicher sonstiger Hilfsangebote Unterstützung zu geben. Viele bekannte Künstler wie zum Beispiel Stephen Colbert, Marlene Dietrich, Bob Hope, Marilyn Monroe, Jessica Simpson oder Robin Williams traten für die USO auf. Am bekanntesten sind sicher Marilyns Auftritte, die die Kameraden zu Zehntausenden jubeln ließen und ihnen endlich mal wieder einen netten Anblick zwischen ihren erdfarbenen Kriegsmaschinen verschafften. Damals hat sich Marilyn durch ihre freizügigen Auftritte übrigens eine Lungenentzündung aus dem Einsatz mit nach Hause gebracht. Sie brauchte eine Weile, um sich auszukurieren, und drehte dann den Hollywood-Film ‚Blondinen bevorzugt‘, in dem sie auch ihren legendären Titel ‚Diamonds are a girls best friend‘ sang.

Ja, das waren noch Zeiten, als man einen schönen Diamanten einem iPhone vorzog: Wer weiß, vielleicht kommen sie wieder. Übrigens, falls sie mal einem älteren Herrn namens Laurence Graff begegnen, sollten Sie sich Zeit für einen kleinen Flirt nehmen. Der hat nämlich vor kurzem in London den teuersten Diamanten aller Zeiten gekauft, für 34 Millionen Euro, und ihn gleich umgetauft, in „The Graff Pink“. Der blass-rosa gefärbte Smaragdschliff-Stein ist 24.78 Karat schwer, und ist in einen Ring eingefasst. Der perfekte Verlobungsring also.

Als reichster politiker Deutschlands hat Karl-Theodor zu Guttenberg so einen ähnlichen vielleicht mal seiner Frau geschenkt, schließlich weiß er, was sich gehört. Zurück zum Truppenbesuch: Entscheidend ist nicht, was Presse und Politiker über den Afghanistan-Trip der Guttenbergs lamentieren, sondern, was die Soldaten davon hielten. Und die fanden es großartig, wie man hört. Auch ohne die Katzenberger.

Bild rechts oben: USO-Foto, 2005, CC-Lizenz, Quelle: Wikimedia

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