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Was Jörg Kachelmanns ‚Sexy Message Service‘ (SMS) verrät

Wollen wir, dass unsere SMSe künftig von der halben Welt mitgelesen werden? Müssen wir nun an jede SMS einen ‚Disclaimer‘ dranhängen (‚Die Weiterverwendung und Veröffentlichung dieser SMS ist strengsten untersagt‘) sodass für die eigentliche Nachricht nur noch drei oder vier Zeichen übrigbleiben?

Zuerst waren es die liebesschwülstigen SMSe der Fussball-Schiris, jetzt gibt es im Fall Kachelmann eine ‚SMS-Enthüllung‘: Bro’Sis-Sängerin Indira spielte der BILD-Zeitung 50 heisse Flirt-SMS zu. Mit denen sich der Wettermann an die sexy Brünette heranmachte. Ob Kachelmann wirklich mit der Preisgabe dieser SMS einverstanden war? Obwohl er eine mediale ‚Rampensau‘ ist, wie es so schön heißt, wage ich das zu bezweifeln. Indira indessen hat, unter dem Vorwand, dem einsitzenden Wetterpropheten ‚zu helfen‘, eine wenig Eigen-PR gemacht. Naja, egal, jetzt sind sie textlichen Kurzkunststücke allgemein bekannt. Also sehen wir sie uns auch mal an:

Die Deutsch-Inderin lernte ARD-Wettermann Kachelmann im Oktober 2009 in der Wetterstation am Deutschen Museum in München kennen. Es folgte eine Abendessen im Restaurant „La Familia“, und ein Abend, der recht harmlos endete: „Danach hat er mich nach Hause gefahren. Wir haben noch lange im Wagen gesessen und geredet. Er fragte mich, ob ich einen Freund habe. Dann erzählte er mir von einer Wetterstation in Indien, die er mit mir gern mal besuchen würde …”

Nachtrag: Inzwischen ist klar, dass Indira die Kurzmitteilungen ohne Jörg Kachelmanns Wissen den Medien zuspielte, und er deutlich etwas dagegen einzuwenden hat. Er ließ nämlich über seinen Anwalt einigen Publikationen Unterlassungserklärungen wegen der Veröffentlichung der intimen Mini-Baggersprüche zukommen. Also wollen wir sie hier auch nicht mehr wörtlich zitieren.

Interessant ist aber gar nicht die Existenz der neckischen SMSe an sich, sondern ihr Ton: Kachelmann stellt sich selbst dabei ein wenig als tollpatschigen, unbedarften Alp-Öhi hin, der staunend-anhimmelnd-hilflos vor der supersexy Sängerin ’steht‘ und überlegt, wie er sie am besten rumkriegt. Gleichzeitig bemüht er sich sehr um originelle Formulierungen, gibt sich richtig Mühe. Eine SMS kann eine Mini-Droge sein, Kachelmann weiß das, und er hat sich jedes einzelne seiner Worte mindestens so gut überlegt, wie den täglichen Singsang des Wetterberichts.

Bei Kachelmanns Taktik fällt mir ein etwas brachialer Buchtitel ein: „Wer fic… will, muss freundlich sein.” Eine Strategie, mit der der Schweizer Medienprofi sicherlich jahrelang bestens durchs Leben kam. Bettina Röhl schreibt in der Welt online über ihn: ‚Kachelmann, politisch korrekt bis in die Haarspitzen, war immer ein aktiver Fighter für die Angelegenheiten der Frauen.” Glatt. Professionell und mediengewandt ist er, der Kachelmann, machen sagen auch, ein Schleimer. Jedenfalls kreuzerfolgreich.

Nur, irgendwann an einem Abend im Februar in Schwetzingen, könnte, möglicherweise, diese Strategie einmal versagt haben. Der brave Wetterfrosch war es leid, brav zu sein. Ein erfolgreicher Kerl wie er, kann sich nehmen, was er will, könnte er sich gedacht haben. Immer vorausgesetzt, die Vorwürfe stimmen. Heute wird mal nicht weichgespült, könnte sein Unterbewusstsein gefunkt haben. Morgen muss ich nach Vancouver, und bei den smarten Kanada-Girls hat ein Alp-Öhi nichts zu melden. Deshalb kein Geplänkel bitte, kein Gezicke, her mit dem Sex. Sofort! Ja, so könnte es gewesen sein. Könnte.

Wenn meine küchenpsychologische Studie stimmt, dann bleibt ein Fazit: Sich weniger verstellen, weniger auf harmlos und politisch korrekt machen, wenn man es eigentlich gar nicht ist. Und auch wenn es weniger karrierefördernd ist. Sonst dreht nämlich irgendwann das Unterbewusste durch und macht sich selbstständig. Und das kann dann ganz schön brutal enden. Mit mindestens ein paar Messerritzern im Hals und sonstwo.

Nochmal betont: Wenn denn die ganze Geschichte stimmt. Vielleicht war aber auch alles ganz anders …

Ein Kommentar

  • […] Was Jörg Kachelmanns ‘Sexy Message Service’ (SMS) verrät — Die neu.de Herzklopfen-Seite Veröffentlicht am 13. April 2010 von aFis Von Gastautorin Annika Wollen wir, dass unsere SMSe künftig von der halben Welt mitgelesen werden? Müssen wir nun an jede SMS einen ‘Disclaimer’ dranhängen (‘Die Weiterverwendung und Veröffentlichung dieser SMS ist strengsten untersagt’) sodass für die eigentliche Nachricht nur noch drei oder vier Zeichen übrigbleiben? Zuerst waren es die liebesschwülstigen SMSe der Fussball-Schiris, jetzt gibt es im Fall Kachelmann eine ‘SMS-Enthüllung’: Bro’Sis-Sängerin Indira spielte der BILD-Zeitung 50 heisse Flirt-SMS zu. Mit denen sich der Wettermann an die sexy Brünette heranmachte. Ob Kachelmann wirklich mit der Preisgabe dieser SMS einverstanden war? Obwohl er eine mediale ‘Rampensau’ ist, wie es so schön heißt, wage ich das zu bezweifeln. Indira indessen hat, unter dem Vorwand, dem einsitzenden Wetterpropheten ‘zu helfen’, eine wenig Eigen-PR gemacht. Naja, egal, jetzt sind sie textlichen Kurzkunststücke allgemein bekannt. Also sehen wir sie uns auch mal an: mehr… […]

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