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Ansprüche runterschrauben

Augen auf bei der Partnersuche – oder doch zu?

Augen_auf_bei_der_Partnersuche„So langsam weiß ich echt nicht mehr, was ich tun soll! Echt mal! Ich suche und suche und finde absolut nichts. Die Männer heutzutage sind doch zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich lass das jetzt bleiben mit der Partnersuche, wird doch sowieso nichts.“ Eine beliebte Kombination von Aussagen, die gerne in Situationen der allgemeinen Frustration von Single-Frauen Mitte 30 verwendet wird. Der Frustrationsgrad ist hier leicht durch das Einfügen der Worte ‚scheiß‘, ‚elendig‘ und ‚für immer und ewig‘ anzupassen.  Klagen wir Frauen auf Partnersuche unser Leid anderen Frauen auf Partnersuche, werden diese größtenteils mit heftigem Kopfnicken und leidender Zustimmung reagieren. Wenn wir unsere Zweifel an der einzigen und großen Liebe jedoch anderen Menschen mitteilen, fallen die Reaktionen etwas anders aus. Mit ‚andere Menschen‘ meine ich Menschen wie zum Beispiel Eltern, die Freundin, die seit 17 Jahren mit dem gleichen Mann zusammen ist… solche Menschen eben.

Überleg doch mal

Wenn wir diesen anderen Menschen erzählen, dass wir einfach nicht den Richtigen finden, runzeln sie die Stirn. Dann fangen sie an darüber zu reden wie toll wir sind, und wie unverständlich es ist, dass wir immer noch Single sind. Ja, das fragen wir uns tatsächlich auch Tag für Tag. Wir, die intelligenten, selbstständigen und selbstbewussten Frauen, die so viel Liebe zu geben haben, werden von der Männerwelt da draußen scheinbar einfach übersehen. Wir haben keine schlaue Antwort darauf. Die anderen Menschen haben eine.  Also sitzen wir mit diesen anderen Menschen an einem Tisch, reißen gespannt die Augen auf und lechzen nach einem hilfreichen Ratschlag. Nach einem tiefen Seufzer kommt dann der Vorschlag der Vorschläge: „Schaub doch einfach mal deine Ansprüche ein bisschen runter. Vielleicht sind die einfach zu hoch.“ Gute Frage irgendwie. Sind meine Ansprüche zu hoch? Welche Ansprüche habe ich überhaupt?

Was will ich?

Ich denke also darüber nach, welche Ansprüche ich an einen Mann habe. Was will ich, wenn es um die Partnersuche geht? Ich will einen Mann. Er soll sich in mich verlieben – möglichst nicht begleitet von langgezogenen Versteckspielchen. Ich will, dass er mich will, einfach so, ohne dass ich künstlich meinen Wert steigern muss. Schließlich bin ich viel wert, auch wenn ich anrufe weil ich eben Lust darauf habe. Was noch? Ich kann nichts über das Aussehen sagen, denn wenn ein Mann mir gefällt, gefällt er mir eben. Gepflegt sollte er sein. Ich möchte mich mit ihm unterhalten können, mit ihm lachen können, mich bei ihm geborgen fühlen. Ich will einen Mann, der gefestigt ist. Ich möchte nicht ständig um ihn bangen müssen. Zuverlässig sollte er sein. Ehrlich. Er soll machen, dass ich mich gut fühle. Ich denke das beschreibt es ganz gut. Und was mache ich nun damit?

Was sind eigentlich Ansprüche?

Für  mich wären diese „zu hohen Ansprüche“, die ich scheinbar habe, Dinge wie zum Beispiel ein Jahreseinkommen von mindestens 80.000 Euro. Eine schöne Wohnung, ein Auto. Mindestens 1,80 Meter sollte er groß sein, mit Brustmuskeln und Dreitagebart.  Allerdings sind das alles Dinge, dich nicht auf meiner „was-will-ich-Liste“ stehen. Das was ich von einem Mann will ist im Grunde nicht viel mehr als das was ich generell von Menschen will, mit denen ich mich umgebe. Werte, die mir wichtig sind, ohne die ich mit Menschen nicht auskommen kann. Plus die klitzekleine Kleinigkeit, dass mein Herz mir sagt, dass er es ist.  Würde ich also meine Ansprüche runterschrauben, fehlen mir Charakterzüge, die mir essentiell wichtig sind. Das ist ziemlich indiskutabel.

Sieh doch mal drüber hinweg

Ich würde zu schnell aufgeben, lasse ich mir sagen. Die Männer hätten ja keine Chance. Sobald ich etwas finde, das mich stört, würde ich den Rückzug antreten. Das stimmt. Das stimmt wirklich. Ich hatte Dates, da waren die Männer, mit denen ich mich getroffen habe ganz nett bis unerträglich.  Der eine war schrecklich unhöflich, der andere hat ständig nur von sich und seinen Besitztümern gesprochen. Ein weiterer sagte in jedem Satz bestimmt sieben Mal „ey“, „ends“ oder „krasser Shit“. Nach gefühlten drei Sätzen wollte ich einfach nur gehen. Klar könnte ich locker darüber hinwegsehen. Mir denken, es ist ja nicht so schlimm, irgendwann legt es sich bestimmt oder ich gewöhne mich daran. Also habe ich es getestet.  Das vollkommen überraschende Ergebnis: Auch beim zweiten, dritten und vierten Date nervten mich die komischen Angewohnheiten und Charakterzüge immer noch. Mein Bauchgefühl ist eben ein Fuchs. Sicherlich verursacht es auch ab und an, dass mir ein Guter durch die Lappen geht. Damit kann ich leben. Ich frage mich, warum ich mit einem Mann eine Beziehung eingehen sollte, an dem mich schon seit dem ersten Date gewisse Dinge tierisch stören? Sollte es nicht so sein, dass man am anderen alles super toll findet? Die kleinen Macken kann ich nach ein paar Jahren Beziehung immer noch finden – denke ich zumindest.

Was macht den Unterschied?

Wenn ich ehrlich bin, ist es so tatsächlich sehr schwer, die Partnersuche erfolgreich abzuschließen. Irgendwas ist ja immer. Aber wie können wir es schaffen, über diese Dinge hinwegzusehen? Die Lösung ist sowohl einfach als auch unbeeinflussbar: Wir müssen uns verlieben. Applaus! Experimente an meinem eigenen Leben beweisen das eindrucksvoll.  Kleinigkeiten, die mich sonst bei jedem gestört hätten, sind plötzlich belanglos. Sie stören mich nicht, ich nehme sie nicht mal richtig wahr.  Diese ultra lieben Männer, dachte ich immer, damit kann ich nicht leben. Weicheier. Und dann kam Tim, und war genau das. Und ich habe es aufgesaugt wie ein trockener Schwamm.  Gestört hat es mich nicht eine Sekunde.

Seine Ansprüche zurückzuschrauben, wenn sie materieller und oberflächlicher Natur sind, hat bestimmt seine Berechtigung, wenn einfach kein passender Partner dabei ist. Wir sollten uns fragen, was uns tatsächlich wichtig ist. Von meiner „was-will-ich-Liste“ werde ich nichts streichen, denn sie ist kondensiert auf das was mir wichtig ist, was ich brauche, um mich geliebt zu fühlen.

xoxo_Carrie

© Coloures-Pic – Fotolia.com

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