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Wenn Liebe durch den Magen geht…

Das Single Dinner: Ein Selbstversuch

Ein Abend. Ein leckeres Dinner. Hungrige Singles. Wenn das mal keine explosive Mischung ist. Frei nach dem Motto „Liebe geht durch den Magen“ veranstaltet eine Berliner Agentur regelmäßig in Deutschlands größten Städten so genannte „Jumping Dinner“. Was steckt dahinter?

Beim Jumping Dinner werden drei verschiedene Gänge in drei verschiedenen Wohnungen eingenommen. Jeder Teilnehmer wird einem Kochpartner und somit auch einem bestimmten Gang zugeteilt. Jedes Paar bewirtet zwei weitere Kochpaare, womit man am Ende des Abends locker und ungezwungen schon einmal zwölf neue Leute kennengelernt hat. Zumindest für mich ist das ein ziemlich guter Schnitt. Dank meiner neu erworbenen Experimentierfreudigkeit und Spontanität, ist eine Anmeldung natürlich unumgänglich. Wie der Abend war, und ob mein Traummann mich mit seinen Kochkünsten verführen konnte, will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

17:30 – Startschuss

Ich bin auf dem Weg zu Steffi, meiner Kochpartnerin. Um der ganzen Sache den Hardcore Effekt zu nehmen habe ich angekreuzt, dass es mir egal ist ob ich mit Mann oder Frau koche. Wir haben die Ehre, die Vorspeise zu servieren. Ein paar Tage zuvor hatten wir telefoniert und uns schnell auf ein Süppchen geeinigt. Kokos-Karotten-Ingwer-Suppe mit Garnelen soll es werden. Ich will ja auch ein bisschen Eindruck schinden – nur für alle Fälle. Die Gäste erscheinen pünktlich – zwei Frauen, ein Mann. Halt mal. Da fehlt doch einer? Susannes Kochpartner hat den Schwanz eingezogen, na das ist ja ein feiner Schachzug. Wir haben es trotzdem nett. Karsten ist der Hahn im Korb, scheint sich daran aber nicht zu stören. Netter Kerl, leider so ganz und gar nicht mein Typ. Nach erster Zurückhaltung beginnt Susanne von ihrem traumatischen Delphinerlebnis im Ägyptenurlaub zu erzählen. Sie wurde angefallen. Angefallen allerdings nicht im Sinne von angefallen sondern eher so wie “angefallen” (mit Augenzwinkern). Als auch der Letzte in der Runde verstanden hat, was genau sie damit meint, ist das Eis gebrochen. Ich liege mit Lachtränen in den Augen unter dem Tisch, als Susanne bis ins kleinste Detail erzählt, wie das so war, als der Delphin versuchte, sich mit ihr zu paaren. Huch? Zeit schon vorbei? Wir müssen los, auf zur nächsten Wohnung. Suppe kam gut an. Check!

19:00 – Schnaps auf den Tisch

Zum Hauptgang sind wir zu Besuch bei Olga und Nadine, die sich schon zuvor kannten und sich gemeinsam zum Dinner angemeldet hatten. Schicke Bude, da spricht der Neid aus mir. Mit etwas Verspätung treffen auch Inge und Chris ein. Wieder Frauenüberschuss. Es gibt Tortillas. Chris ist gutaussehend, aber schwierig. Alleine die Getränkeauswahl überfordert ihn. Währen Inge zielstrebig zum Bier greift, wägt er noch zwischen Hugo, Proseccöchen und Cranberryschorle ab. Ihr wisst Bescheid. Der Hauptgang ist mit fast zwei Stunden angesetzt. Das kann toll sein, wenn man interessante Gespräche führt. Wenn. Wir sitzen also am Tisch, essen Tortillas und reden…nicht. Ich habe das dringende Bedürfnis eine Flasche Schnaps auf den Tisch zu stellen. Auch einige Versuche meinerseits, ein Gespräch ins Laufen zu bringen, scheitern kläglich. Steffi und ich erzählen die Delphingeschichte. Keiner lacht. Chris und sein Stock im Hintern sitzen da und schweigen. Frage mich, warum Mann sich als bekennender Oberspießer bei einem solchen Event anmeldet, verstehe ich nicht. Ich will weg hier. Steffi auch. Um 20:15 werden wir rausgeschmissen, die Mädels müssen zur U-Bahn. Och schade…jetzt wo es gerade so nett war…

21:00 – Wohlfühlmomente

Nach einer kurzen Irrfahrt kommen wir bei Matze an. Hier gibt es endlich Süßkram. Tür auf und wohlfühlen, ist hier die Devise. Wir werden herzlichst begrüßt, aufs Sofa befördert und mit alkoholischen Getränken versorgt. Matze (geschätzte 40) lebt gemütlich. Ich tippe auf Geschäftsmann mit Hang zur Esoterik. Räucherstäbchen, Gebetsdecken, Handgeschnitztes, daneben das iPad. Matze kocht mit Karin, auch schon etwas älter und zuckersüß. Frauenüberschuss reloaded: Tanja und Carina treffen ein. Vom ersten Moment an ist klar: Das ist die beste Runde. Wir sitzen, essen Tiramisu, trinken Käffchen und Grappa und unterhalten uns angeregt. Carina arbeitet in der Tourismusbranche und ich habe eine Leidensgefährtin gefunden. Matze präsentiert stolz seinen automatischen Teekocher, den er sich für ein halbes Vermögen selbst zu Weihnachten geschenkt hat. Immerhin eine der Frauen kann er mit seinem original aus Nepal mitgebrachten Olong-Tee beglücken. Ist mächtig stolz, der Bub. Interessante Gäste, interessante Gespräche, und im Nu sind schon wieder zwei Stunden vergangen.

23:00 – After Hour

Zum krönenden Abschluss des Abends treffen sich alle Single Köche und Köchinnen zum feucht-fröhlichen Ausklang in einer Bar. Insgesamt sind es fast 40 Teilnehmer. Die Cocktails lockern schnell die Stimmung und auch die schüchternen unter uns (mich eingeschlossen) unterhalten sich angeregt. Leider bestätigt sich auch hier, dass die Männerquote etwas zu wünschen übrig lässt. Gerade mal ein Viertel der Anwesenden gehört dem starken Geschlecht an, und der gutaussehende, durchtrainierte Jüngling ein paar Tische weiter wird schnell von einer Traube gieriger Frauen belagert. Mich stört das nicht, Carina und ich kippen uns ein paar Schnäpschen hinter die Binde, freuen uns über den meist unterhaltsamen Abend und torkeln einige Zeit später zufrieden Richtung heimische vier Wände.

Ich bleibe euch somit auch nach diesem hervorragenden Abend als Single erhalten. Ich bin mir sicher, dass die Möglichkeit, bei einem solchen Event jemanden kennenzulernen, der das Herz höher schlagen lässt, durchaus besteht. Natürlich wäre es hier förderlich, wenn ein zumindest ungefähres Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen bestünde. Den zehn Jungs haben die dreißig, die Bar stürmenden Frauen wohl doch etwas Angst gemacht. Das Jumping Dinner ist in jedem Fall eine grandiose Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen, zum Beispiel wenn man neu in eine fremde Stadt zieht. Herzklopfen nicht ausgeschlossen…

xoxo_Carrie

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