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Take me Out!

Dating vor Millionenpublikum

Dating_vor_MillionenJetzt, da Online-Dating endlich salonfähig geworden ist, haben sich die TV-Produzenten von RTL etwas Neues einfallen lassen: Eine Dating-Show. Nachdem es nach dem Piloten im Januar 2013 lange ruhig blieb, beginnt das TV-Dating-Erlebnis nun erneut. Seit dem 15. Februar heißt es auf einem späten Sendeplatz wieder „Take me Out!“. Ob der Comedian Ralf Schmitz das Zeug zum Verkuppler hat, und ob die Sendung „hot“ oder „not“ ist, habe ich für euch unter die Lupe genommen.

So funktioniert’s

Das Prinzip der Show ist im Grunde simpel: Hübsch aufgereiht an ihren Buzzerpulten stehen 30 Single-Frauen. Denen wird ein schnuckeliger Single-Mann quasi „zum Fraß vorgeworfen“. Der Mann hat drei Runden Zeit, die Damen von sich zu überzeugen. In der ersten Runde geht es erst einmal um den ersten Eindruck. Der Mann stellt sich hin, die Damen schauen lüstern, wer den Buzzer drückt hat kein Interesse. In Runde zwei wird ein kurzer Film über den jungen Herren gezeigt, in dem er die Möglichkeit hat, seinen Lebensinhalt in 3 ½ Minuten darzulegen. Nächste Buzzerrunde. In der dritten Runde kommen entweder Freunde und Familie des Kandidaten zu Wort, oder aber der Mann des Begehrens nutzt die Zeit um eines seiner vielen Talente live vorzustellen. Letzte Buzzerrunde. Optimalerweise bleibt nun mindestens eine Dame übrig. Wird dem Mann die Ehre zu Teil, dass ihn mehr als eine Frau kennenlernen will, ist er nun am Zug. Jetzt darf er rausbuzzern wen er nicht will und anschließend den zwei Übriggebliebenen eine tiefgründige Frage stellen. Schließlich entscheidet er sich für die Frau mit der besseren Antwort, alle jubeln und die beiden schlendern Hand in Hand zu ihrem Champagner-Date. So viel zur Theorie.

Die Kandidatinnen

Um punkt 22:15 wird die Show mit großem Tamtam eröffnet. Mit tosendem Applaus werden die 30 Frauen vom Publikum empfangen, und stöckeln brav in Zweierreihen die lange (laaaaaange) Treppe ins Studio hinab. Die große Blondine im kleinen schwarzen legt sich auf der untersten Stufe erst einmal der Länge nach hin – gemein aber auch, dass der Sender es wohl versäumt hat, diese Peinlichkeit vor Ausstrahlung herauszuschneiden. War sicherlich ein Versehen. Mit den stahlendsten weißen Lächeln stolzieren die Damen auf ihre Pulte zu. Ausgestattet mit den engsten und kürzesten Kleidern, die ich je gesehen habe, stehen sie nun auf ihren Mörderhacken da und sehen den nur halb so großen Moderator erwartungsvoll an. Wo ist er denn nun endlich, der erste Mann? Erst mal vorstellen, die Damen, immer mit der Ruhe. Hier ist wirklich alles dabei: Balletttänzerin mit aufgespritzten Lippen und Drachen-Tattoo, die etwas spießige Violinistin, groß, klein, hell, dunkel, und auch ein Quotenmoppel reiht sich in die Grazien ein. Alles in Allem ähnlich zum Piloten, nur dass dieses Mal der Ex-Bachelor-Hase fehlt. Bereits in der Vorstellungsrunde zeichnet sich deutlich ab: Nicht alle haben die Intelligenz mit Löffeln gefressen oder können diese zumindest sehr gut verstecken.

Mann Nummer 1

Der erste Mann, der sich den Blicken der 30 Frauen ausliefert ist Samuel (32). Auf den ersten Blick frage ich mich, ob er tatsächlich nach einer Frau sucht (und mit mir 17 Kandidatinnen, die das rote Lämpchen leuchten lassen). Samuel  wohnt noch in seinem Kinderzimmer im Hausanbau seiner Eltern, macht morgens gerne Yoga. Die Tatsache, dass er in Runde drei im Schottenrock den Ladies ein Lied auf dem Dudelsack vorspielt, gibt einem Großteil der Frauen den Rest. Zwei bleiben übrig, eine nimmt er mit. Ruhiger Einstieg.

Mann Nummer 2

Als nächster Kandidat betritt Tobias (22) den Raum. Aus den Reihen der Frauen tönt es „oh wow, toller Style!“ allerdings finde ich die Wahl eines schlecht sitzenden beigen Sakkos über einem karierten Hemd gepaart mit einer an entscheidenden Stellen deutlich zu eng sitzenden roten Hose eher fragwürdig. Die Frauen finden’s super. Tobias ist Soldat und präsentiert stolz sein 120m² Haus mit Garten und seine zwei Autos. Ordnung ist ihm wahnsinnig wichtig, sogar sein „Kleiderraum“ ist pikobello aufgeräumt. Das alles – wohl gemerkt – OHNE die Dienste einer Putzfrau in Anspruch zu nehmen. Das finden die Mädchen noch gut. Als Tobias sich dann allerdings von seiner spaßigen Seite präsentiert, und zeigt, wie er mit seinen Kumpeln in Hasenkostümen durch den Park hoppelt (einfach so, weil’s halt doll Spaß macht), bricht eine rote Welle aus. Am Ende wählt er die aufgespritzte Balletttänzerin, weil sie einfach ein so perfektionistischer Typ ist. Gut.

Mann Nummer 3

Aleksandar (21) lässt die Herzen der Frauen höher schlagen. Auch wenn einige von ihnen wahrscheinlich seine Mutter sein könnten, stehen sie alle da und himmeln den Mann (Bub?) mit den feschen Stehhaaren an. Zwei der Damen verfallen in der anschließenden Fragerunde glatt in hysterisches Kichern und haben Schwierigkeiten, Luft zu bekommen. Sooooo süß der Aleks. In seinem Video gibt Aleks sich cool, zeigt den Frauen mal so richtig, was er drauf hat – und das ist: Frauen anbaggern. Hm mein Lieber, ob das so eine gute Idee ist? Einige der Frauen scheint weder das, noch die Tatsache, dass er noch bei Mutti und Vati wohnt, zu stören. Selbst bei seiner Aussage, er „suche halt mehr so was Dümmliches“ stehen noch fünf Frauen (dümmlich grinsend) ohne rotes Lämpchen da und hoffen darauf, von ihm auserwählt zu werden. Am Ende entscheidet sich Aleks für die, die am schönsten gekichert hat und küsst sie gönnerhaft auf die Stirn. „Du hast mich einfach umgehauen Babe“ haucht er ihr gekonnt zu und schleift sie aus dem Studio.

Fazit

Ich bin ehrlich: Der Pilot war irgendwie witzig. So witzig, dass ich mich damals spaßeshalber für die Sendung beworben hatte und aber zum Glück, wie ich jetzt behaupten kann, nicht genommen wurde. Bei dieser Sendung habe ich mir wirklich ab und an überlegt abzuschalten. Dass dies keine ernstzunehmende Art und Weise ist, einen Partner kennenzulernen, ist uns wohl allen klar. Leider ist die Show wohl aber auch nicht ein so riesiger Erfolg wie in anderen Ländern. All denjenigen, die noch auf Partnersuche sind sei wohl geraten, Männer und Frauen lieber in einer Bar, dem Fitessstudio oder beim Brötchenkauf am Sonntagmorgen kennenzulernen. Dating im Fernsehen dient wohl eher zu unserer persönlichen Belustigung.

xoxo_Carrie

 

© DDRockstar – Fotolia.com

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