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Wenn beim Public-Viewing nicht nur Fußball geschaut wird…

Die WM und ihr Flirt-Potential

Flirt_WMEndlich ist wieder Fußball WM. Deutschland packt die Flaggen, Blumenketten und Fanschminke aus und ist bereit, Jogi’s Jungs gebührend zuzujubeln. Es liegt diese unglaubliche Spannung und Euphorie in der Luft; ja könnte es denn wohl dieses Jahr endlich passieren? Der vierte Stern? Die Fußball-WM ist jedermanns Sache. Männlein und Weiblein jeder Generation tummeln sich für gewöhnlich eng aneinandergedrängt um eine der heißbegehrten Großbildleinwände, trinken Bier und sind furchtbar aufgeregt. Eigentlich ein ziemlich guter Schauplatz für einen heißen Sommernachts-Flirt, oder?

Fußball ist wie Fasching

Während der allseits bekannten Faschingszeit (gerne auch Karneval genannt) haben wir endlich mal die Möglichkeit uns locker zu machen. Natürlich haben wir das nicht alle nötig, dennoch fällt es vielen leichter auch mal loszulassen, wenn sie nicht so ganz sie selbst sein müssen. Beim Fußball verhält es sich ähnlich. Bestückt mit Trikots, Fan-Schals, Blumenketten, Deutschland-Pumps und lustiger Bemalung im Gesicht ziehen die Menschen los um zu feiern – und das mit einer Horde von Menschen, die ebenso verkleidet ist wie sie. Die Tatsache, dass wir alle ein bisschen seltsamer aussehen als im echten Leben, gepaart mit dem Fakt, dass alle anderen um uns herum das auch tun, schenkt uns den wunderbaren „scheiß-drauf-Gedanken“. Tschuldigung – ist aber so. Wohl werden wir kaum jemanden finden, der vor dem Besuch des Public-Viewing Events stundenlang im Bad stand, um zu prüfen, ob Haare und Make-Up richtig sitzen, ob der Schnitt des Trikots optimal figurbetont ist oder ob die Schuhe farblich genau zum Rest des Outfits passen. Wir erwarten nichts (außer dass Deutschland endlich den vierten Stern holt), und sind so in der Lage, alles zu bekommen.

Ausnahmen gibt es überall

Auch hier, wie so oft im Leben, gibt es immer wieder Ausnahmen, die vor allem in der weiblichen Fankurve vorzufinden sind. Ich erinnere mich an die letzte Europameisterschaft, die ich mit Freundinnen im Münchner Olympiastadion verfolgt habe. Als wir, gekleidet in bequemem Outfit und der obligatorischen Deutschland-Blumenkette um den Hals, unsere Plätze im Stadion einnahmen, gesellte sich schnell eine Gruppe Frauen zu uns. Also neben uns, denn mit uns sprechen wollten sie lieber nicht – rein kleindungstechnisch waren wir wohl nicht ganz ihre Liga. Eingekleidet in Super-Mini-Deutschland-Dirndl mit extra tiefem Ausschnitt stöckelten sie auf ihren superhohen Deutschland-Pumps zu ihren Plätzen. Perfekt frisiert und geschminkt bis unter die Zähne nippten sie vorsichtig an ihren Piccolos (natürlich mit Strohhalm) und zeigten sich gegenseitig ihre mit Deutschland-Flaggen bemalten Kunstnägel. Die Gesprächsthemen bezogen sich zum größten Teil auf „geile Typen im Stadion“, „geile Typen bei der Aftershow-Party“ und „geile Fußballspieler“. Bei jedem Tor (auch bei den Abseitstoren) wurde gekreischt, dass mir fast das Trommelfell platzte, und jedes „Wooooohooooo“ schien wie ein Lockruf für die grölende, biertrinkende, männliche Fangemeinde. Ein bisschen zu viel des Guten wie ich finde, wahrscheinlich spricht auch ein kleines bisschen Neid aus mir. Wie schaffen die es, sich die Nägel so zu bemalen? Die Männer, die die Damen nach dem Spiel dann aufgabelten, waren übrigens überraschender Weise welche, die während des Spiels nicht im Kreischradius saßen.

Gesprächspartner finden

Zu einem der heißbegehrten Public-Viewing-Events geht man natürlich immer früh genug, um auch wirklich einen der besten Plätze zu ergattern. So bleibt einem genug Zeit, gemütlich ein kühles Bierchen zu trinken, und die übrigen Fußballgäste abzuchecken. Schlau ist man, wenn man sich zur Überbrückung der Wartezeit einen (oder mehrere) Gesprächspartner sucht, mit denen man sich mehr oder weniger fachkundig über die anstehenden Ereignisse unterhalten kann. Der Gesprächseinstieg gestaltet sich hier recht simpel: Zuprosten und irgendwas fragen wie „Auf wen tippst du?“. Doch auch hier ist Achtung geboten: Ein klitzekleines bisschen Vorbereitung und Beobachtungsgabe sollte gegeben sein, um aus dem locker lässigen Gespräch eventuell einen Flirt machen zu können. Ihr solltet zunächst einmal wissen, wer spielt – vielleicht sogar, wer von beiden die bessere Mannschaft ist. Wichtigste Regel: Fachsimpeln immer nur bis zu der Stelle, an der ihr keine Ahnung mehr habt. Ein sympathisches „So gut kenne ich mich da jetzt auch wieder nicht aus“ bringt euch sicherlich weiter als eine halbwahre Unterhaltung über die verschiedenen Mannschaftsaufstellungen, bei der ihr Mittelfeld, Sturm und Libero durcheinanderbringt (so wie ich es tun würde). Das Gute ist: Hier findet irgendwie jeder Topf sein Deckelchen. Die Frau, die Fußball nur zur EM und WM schaut, findet einen Mann, der eben genau das tut. Die Frau, die nachts mit dem FC Bayern Schal um den Hals schläft, findet den Mann mit der passenden FC Bayern Bettwäsche. Und die Frau die eigentlich gar nicht weiß, was genau sie bei dieser Veranstaltung macht, findet auch sicherlich am Bierstand den Mann, der nur dabei ist um seinen Kumpels einen Gefallen zu tun.

Körperkontakt

Körperkontakt beim Fußball resultiert in den meisten Fällen in einer gelben oder roten Karte. Beim Public-Viewing jedoch wollen wir gerne ein bisschen Körperkontakt – nur mit auserwählten Partnern natürlich. Wenn wir bei Sonnenschein und kühlem Bier in Flirtlaune sind, rücken wir auf den Bierbänken schon mal ein bisschen enger zusammen, vor allem, wenn unser Banknachbar ins Beuteschema fällt. Gar nicht so abwegig also, sich ein lauschiges Plätzchen neben dem Herren oder der Dame eurer Wahl zu suchen. Warum? Na ja… beim Fußball sind wir euphorisch. Wir fiebern lauthals bei jeder noch so kleinen Torchance mit. Wenn dann das Runde tatsächlich mal im Eckigen landet, flippt die Menge aus. Freudentänze, Luftsprünge und natürlich auch überschwängliche Umarmungen – gerne auch mit völlig Fremden, die eben gerade so da sind. Da kann es dann schon mal passieren, dass es ein bisschen knistert. Wenn Deutschland wider Erwarten eine Niederlage einstecken muss, ist es für Frauen ebenso praktisch, direkt neben dem Auserwählten zu sitzen. Die oft auf sportlerische Aktivitäten sehr emotional reagierenden Männer verdrücken nämlich auch hier gerne mal ein Tränchen. Was könnte es Besseres geben als eine Frau, die ihm ein Bier reicht und seine Tränen trocknet.

Die Fußball WM ermutigt uns, mal ein bisschen ungezwungener zu sein als im Alltag. Mit schwarz-rot-goldenen Gesichtern haben wir nun die Chance, auf die Pirsch zu gehen und nach „Frischfleisch“ Ausschau zu halten. Bei ausgelassener Stimmung vor der Großbildleinwand ergibt sich so sicherlich der ein oder andere heiße Flirt, aus dem (wer weiß das schon) vielleicht sogar mehr werden kann.

xoxo_Carrie

Foto: Sebastian Kahnert/dpa

 

 

 

2 Kommentare

  • Wirklich toll

  • Toller Artikel 🙂

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