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Entschuldigung, ist da noch frei?

Flirt Location: Biergarten

Flirt_im_BiergartenEndlich Sonne! So lange mussten wir auf sie warten und nun ist sie endlich da. Die kalten und tristen Regen-Nebel-Tage sind vorbei. Die Menschen beginnen wieder zu strahlen. Es ist Frühling! Jeder verbringt so viel Zeit draußen wie nur eben möglich.  In einer Stadt wie München erkennt man das daran, dass die Biergärten auf einen Schlag pickepacke voll sind. So eng und kuschelig auf Bierbänken aneinander gereiht, stellt sich die Frage: Ist der Biergarten eine guten Flirt Location? Meine Mädchen und ich sind losgezogen, um das für euch zu testen.

Ein Weißbier bitte!

An einem sonnigen Samstagnachmittag machen wir uns auf zur Kultur-Zelebrierung Nummer eins der Bayern: Ein kühles Bier im wunderschönen Biergarten. Vielleicht auch zwei… oder drei. Es wundert mich nicht, dass wir dieses Vorhaben mit dem ein oder anderen teilen. Als wir ankommen, ist der Biergarten gefühlt bis auf den allerletzten Platz besetzt. Macht nichts. Irgendwo kann man sich immer noch frech dazuquetschen. Wir reihen uns also in die meterlange Bierwarteschlange ein. Gestresst ist hier keiner, dank Wetter und der auch sonst sehr genügsamen Natur des Bayern im Biergarten. Hauptsache es gibt „a Maß und an Obatzd’n“. Direkt vor uns steht eine Gruppe junger Burschen in feschen und ziemlich (ziemlich!) eng anliegenden Lederhosen. Heiß – und gutaussehend noch dazu. Als meine Freundin sich lauthals über die erneut angestiegenen Bierpreise beschwert, dreht sich einer der Männer um und sagt: „So eine ganze Maß Bier passt doch in dich sowieso nicht rein!“ und grinst schelmisch. Einer nach dem anderen drehen sich auch seine Freunde um, sagen brav hallo und schuppdiwupp ist man im Gespräch. Smalltalk, aber hey… Gespräch ist Gespräch. Das Trüppchen kommt von weiter weg und ist auf Fußballtrainingslager in München. Meine fußballverrückte Freundin bekommt sofort glitzernde Augen und rote Bäckchen vor lauter Begeisterung. „Wos derf’s sei?“ Wir sind dran. Wir schnappen uns ein Bier und wollen gerade gehen, da sehe ich wie einer der Jungs hastig etwas auf einen Zettel kritzelt und auf meine Freundin zugeht. „Wir spielen morgen Abend, kommt doch vorbei wenn ihr Lust habt!“ Läuft!

Da passen wir noch hin

Bewaffnet mit Bierkrügen und Fresstellern schieben wir uns durch den bereits vollen Biergarten. Irgendwo wird da ja wohl noch ein Plätzchen für uns frei sein. Vorzugsweise bei ein paar gutaussehenden Männern. Leider klappt das nicht so wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir finden zwar einen Platz, allerdings sind die Männer, die da sitzen deutlich außerhalb unseres Altersradius. Sie sind alt, sie haben Bierbäuche, sie haben riesige Schnauzbärte und sie haben Platz. Also setzen wir uns. Zumindest eine Partei am Tisch scheint sich über die andere zu freuen. Wir sind es nicht. Wir ignorieren die zuweilen leicht anrüchigen Bemerkungen unserer Tischnachbarn und schnattern vor uns hin. Die Sonne scheint mir ins Gesicht. Ein herrlicher Nachmittag, so könnte es meinetwegen immer sein. Die Zeit vergeht wie im Flug während wir da sitzen und über die absolut unbrauchbar gewordenen Männer herziehen. Ich beobachte schon seit einer Weile den Kerl am Tisch nebenan. Ich könnte schwören, er sieht immer mal wieder zu mir rüber, wenn ich gerade ins Gespräch vertieft bin. Dunkle Haare und Dreitagebart – genau mein Typ. Auf einmal liegt eine Tube Sonnencreme vor mir. Am Nachbartisch lacht jemand über mein wohl sehr verdutztes Gesicht. Ich schaue mich um und ER sieht mich mit einem breiten Grinsen an. „Nur für alle Fälle!“ ruft er zu mir rüber „hast schon eine rote Nase.“ Spätestens jetzt ist nicht nur meine Nase rot. Direkte Konfrontation überfordert mich und weil ich sonst nicht weiß was ich tun soll, laufe ich spontan knallrot an. Die Mädchen kichern. Zum Glück schaffe ich es noch, bevor es peinlich wird, meine Nervosität wieder unter Kontrolle zu bringen, bediene mich an der Sonnencreme, werfe sie zu ihm zurück und sage so was wie dass ich ihn jetzt wohl immer mitnehmen müsse zwecks Sonnencremevorrat und so. Nicht der beste Sprung, aber immerhin besser als ein „danke“. Süß der Kerl, wirklich!

Da passt ihr noch hin

Die bierbäuchigen Schnauzer hauen ab. Endlich. Die mehrmaligen krampfhaften Versuche, mit uns ein Gespräch zu führen, werden irgendwann anstrengend. Da der Biergarten auch noch zu späterer Stunde brechend voll ist, finden sich schnell Nachmieter für die frei gewordenen Plätze. Sieben Leute, fünf Plätze. Ach das klappt schon. Wir rutschen alle etwas zusammen und machen es uns kuschelig. Die Truppe stellt sich als deutlich annehmbarerer Tischnachbar heraus. Alle stellen sich vor, und man kommt sofort ins Gespräch. Ein Pärchen ist dabei, zwei Frauen und drei Männer. Martin könnte mir gefallen, ein Wahnsinn, wie ein Mann so blaue Augen und so wahnsinnig weiße Zähne haben kann. Ich ertappe mich immer mal wieder dabei, wie ich ihn (natürlich unauffällig)  anstarre, und ein bisschen im Meer seiner Augen versinke. Unauffällig anstarren, das kann ich gut. Ich sehe auf die Uhr. Es ist bereits nach sieben. Ich schaue mich um, und der Biergarten leert sich bereits. Es dämmert. Saßen wir hier jetzt tatsächlich drei Stunden mit Martin & Co? Ich rekapituliere, wie viele Biere ich schon hatte und hoffe inständig, dass ich noch geradeaus laufen kann. Apropos Bier – die Blase meldet sich. Ich entschuldige mich und mache mich auf den Weg. Im Augenwinkel sehe ich noch wie Martin aufsteht, da ist er auch schon bei mir. „Ich und meine Mädchenblase kommen mit!“ sagt er, und wir lachen. Humor hat er irgendwie auch. Auf dem Weg zurück zu den Anderen steckt er mir seine Visitenkarte zu. Wenn ich mal wieder eine Klobegleitung bräuchte, solle ich mich gerne wieder bei ihm melden. Ich versuche mir mein dümmliches Grinsen zu verkneifen und hüpfe nur innerlich vor Begeisterung auf und ab. Ohmeingottohmeingottohmeingott! Er hat mir seine Nummer gegeben! „Ich komme drauf zurück!“ sage ich, zwinkere ihm zu und gehe weiter.

Fazit

Der Biergarten rangiert für mich unter den Top Flirt-Locations! Wenn man hingeht, ist das Wetter meist gut, die Menschen haben gute Laune und sind entspannt. Hier flirtet es sich wesentlich gelassener als an einem Abend in der Szenedisco. Man sitzt eng beieinander, und kommt dadurch fast automatisch ins Gespräch. Hier kann man auch mal einfach so, ganz ungezwungen, die Menschen um einen herum anquatschen. Und wenn man nur übers Wetter redet, was solls? Wer hier die Augen offen hält hat mit Sicherheit schneller einen heißen Flirt an Land gezogen als er denkt. Trinkt, flirtet und lasst Herzen klopfen! Prosit!

xoxo_Carrie

 

© WoGi – Fotolia.com

 

 

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