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Ja sagen zu ersten Malen

Kennenlernen außerhalb der Komfortzone

Ungezwungenes_KennenlernenKomfortzone, was für ein herrliches Wort. Es klingt nach Badewanne, Kuscheldecke, heißem Kakao. Komfortzone ist, nicht zu nah an die Klippe zu gehen, nicht zu schnell Fahrrad zu fahren, den Chef nicht um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Komfortzone ist all das, was uns ein Gefühl von Sicherheit gibt, und in der wir keine großen Risiken eingehen müssen. Es gibt Menschen, die fühlen sich in Ihrer Komfortzone so wohl, dass sie niemals auf die Idee kommen würden, diese zu verlassen. Ich persönlich war auch lange Zeit so. Für mich stand fest: Ich bin wie ich bin, ich mache was ich mache – und genau das ist gut so. Bis mich jemand mal unsanft aus dieser Zone schubste und ich merkte, dass es mir ziemlich gut tut, auch mal etwas zu wagen.

Wer sind wir – drin und draußen?

In meiner Komfortzone bin ich Langzeit-Single. Ich habe mich da ein bisschen eingeigelt. Ich muss mich auf keinen einstellen, nicht so viele Kompromisse machen, mein Klo ist immer sauber, das Bett immer gemacht… ihr wisst schon. Ich habe mich arrangiert. Da ich nun auch nicht zu den kleinen Hascherln gehöre, die alleine vollkommen hilflos sind, mag es sein, dass ich in meiner Komfortzone auf Menschen, die mich nicht kennen, sehr abgebrüht wirke. Sagen wir… souverän, das klingt nicht ganz so… ach ihr wisst schon. Ich kann Sachen alleine machen. Im Grunde brauche ich keinen. Ich kann selber Wasserkisten hoch tragen, ich kann selber Glühbirnen wechseln, ich kann selber meinen Fernseher so programmieren, dass er jede Folge Doctor’s Diary aufnimmt… ich kann sogar selber Öl in meinem Auto nachfüllen. In meiner Komfortzone bin ich selbstbewusst und stark. Männer finden das zwar generell super, in der Kennenlernphase darf’s aber auch gerne mal ein bisschen mehr Hascherl sein. Und da ich mir wirklich sehr schwer tue, so zu tun, als wäre ich ein hilfebedürftiges Hascherl, ist wohl die Lösung, die sichere Komfortzone immer mal wieder zu verlassen. Ein Schritt aus der Zone bedeutet ein gewisses Maß an Unsicherheit, das wohl förderlich sein kann, wenn es um das Kennenlernen neuer Menschen geht.

Ein kleiner Schritt

Ein Schritt aus unserer Komfortzone heraus öffnet uns die Augen – immer. Entweder stellen wir fest, dass wir mögen, was wir da sehen, oder wir können eine Sache mit gutem Gewissen für uns abhaken. Diesen Schritt zu machen ist sicher nicht immer leicht. Für mich zum Beispiel wäre ein solcher Schritt, in einer Bar einen Mann anzusprechen. Undenkbar. Ich schaffe es einfach nicht, mich so locker zu machen, dass ich den Gedanken daran, eventuell einen Korb zu kassieren, einfach mal über Bord werfen kann. Zugegebenermaßen ruhe ich mich auf der Aussage „ich kann das einfach nicht“ schön gemütlich aus. Ich sage „ich kann das nicht“, und weiß es im Grunde aber nicht, weil ich es nie ausprobiert habe. Das Schlimmste, das mir passieren könnte, wäre eine Abfuhr, und wahrscheinlich würde ich dadurch weder umkommen, noch würde mein Selbstbewusstsein flöten gehen. Denn die andere Option, nämlich die, dass ich einen tollen Mann kennenlerne, gibt es ja schließlich auch noch. Wahrscheinlich würde meine Unsicherheit sogar irgendwie süß wirken. In meiner Vorstellung habe ich natürlich einen wahnsinnig tollen Spruch auf Lager, aber wenn wir mal ehrlich sind, würde ich wahrscheinlich nur da stehen, und ziemlich kleinlaut irgendwas vor mich hinstottern. Also sollte ich losziehen, und in Bars Männer ansprechen… Und schon kneife ich. Das ist ein großer Schritt – für mich zumindest. Also suche ich nach einer Möglichkeit, kleine Schritte zu machen, und finde die für mich optimale Lösung: Einfach mal ja sagen zu ersten Malen.

Ja, klar!

Ich nehme mir also vor, einfach mal öfters ja zu sagen. Ja zu sagen, ohne vorher lange die Pros und Kontras abzuwiegen. Wenn der erste Impuls ein „ja“ ist, mache ich es. So kommt es, dass ich nächste Woche zum Rafting gehe, und zwei Wochen darauf zum Canyoning. Beim Gedanken daran mache ich mir jetzt schon in die Hose, aber irgendwas in mir sagt mir, ich habe Bock drauf. Warum also nicht? Es kann mir nicht schaden, mich mal in Situationen zu begeben, in denen ich mich zunächst ein bisschen unwohl fühle, in denen ich nicht alles unter Kontrolle habe, und bei denen ich mir tatsächlich mal etwas zeigen lassen muss. Verantwortung abgeben und abwarten, was passiert. In diesem neuen Anflug von Spontanität habe ich mich auch zu einer viertägigen Outdoor-Reise angemeldet. Ein Campingtrip! Im Zelt! Das letzte Mal campen war ich mit sieben, als Bille und ich im Garten meiner Eltern im Zelt schliefen und abends die Ravioli auf dem Gaskocher verbrennen ließen. Es wird ungemütlich sein, es wird Tiere geben, die Duschen sind bestimmt ein bisschen eklig… und wenn ich mich so reden höre meine ich auch schon den Grund gefunden zu haben, warum ich noch Single bin. Was ist nur los mit mir? Wann bin ich so schrecklich spießig geworden? Gut, dass damit jetzt Schluss ist 🙂

Ungezwungenes Kennenlernen

Sehr selbstsichere und starke Menschen verunsichern oft die Menschen um sie herum. Oft werden sie gemieden, weil es einem zu mühsam erscheint, die harte Schale zu durchbrechen. Außerhalb unserer Komfortzone sind wir nicht mehr so stark, nicht mehr so selbstbewusst. Das macht es für andere viel leichter, auf uns zuzugehen. Wenn wir nun also schon den Schritt hinaus aus unserer Komfortzone wagen, etwas Neues ausprobieren, warum nicht einfach mal eine Weile an dem Gedanken festhalten, nichts zu verlieren zu haben? Wenn wir uns auf etwas Unbekanntes einlassen, haben wir meist keine so hohe Erwartungshaltung. Ich kann mir gut vorstellen (und ich werde berichten ob es dann tatsächlich auch so gekommen ist), dass auch ich in einer gemütlichen Runde ums Lagerfeuer mit einer Käsewurst und einer Flasche Bier, mir viel leichter tue, mit Männern ins Gespräch zu kommen. Du hast so viele neue Eindrücke gewonnen, so viel zu erzählen. Und genau das ist die Priorität: Spannendes zu erleben. Ich fahre ja nicht nach Tirol an einen See und schlafe in einem Zelt mit der Intention, einen Mann kennenzulernen. Allerdings denke ich, dass wir in eben solchen Situationen, in denen wir uns öffnen und ein bisschen locker machen, viel empfänglicher für ein Kennenlernen sind.

Jeder Mensch hat eine Komfortzone, und das aus gutem Grund. Wir alle brauchen einen Raum, in dem wir uns sicher bewegen können. Ab und an jedoch kann es sicherlich nicht schaden, auch mal einen Schritt nach draußen zu wagen, nur um zu sehen, was die Welt da draußen noch so für uns bereithält.

xoxo_Carrie

 

© varuna / Shutterstock

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