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Einsatz für die Kuscheldecke

Lohnt sich Liebeskummer – my Darling?

LiebeskummerMädchen-Fernsehprogramm wird helfen. Ich bin mir sicher. Bewaffnet mit einer Packung Tempotaschentücher (was, wie ich bald merken werde, viel zu wenig ist), einer Tafel Nougatschokolade und einem großen Pott wahnsinnig gesundem Kräutertee, mümmle ich mich unter meine Kuscheldecke für schlechte Tage und schalte den Fernseher ein. Heute ist ein schlechter Tag, so wie gestern, und vorgestern, und vorvorgestern auch.  Also muss die Decke für schlechte Tage herhalten, sie hatte lange genug Pause. Während auf Sixx Frau Grey und McDreamy im Operationssaal wild miteinander flirten, denke ich an Tim. Heute seufze ich nur tief, irgendwie sind keine Tränen mehr übrig. Ich hatte mich in Tim verliebt, ziemlich doll sogar, denn irgendwie war mit ihm alles so richtig. Doch Tim sieht uns nicht. Er sieht uns nicht zusammen, ihn und mich. Wahrscheinlich ist er irgendwie erleichtert, mir das mitgeteilt zu haben, ich für meinen Teil bleibe zurück mit schrecklichem Liebeskummer. In den letzten Tagen habe ich geweint. Immer und zu jeder Zeit. Ich habe Sophie angerufen und geweint, Gisi angerufen und geweint, Di und Susi angerufen und geweint, Marlene angerufen und geweint und heute…da will ich weder jemanden anrufen noch weinen. Werbepause. Zeit um endlich den ollen Kräutertee durch ein großes Glas Rotwein auszutauschen. Und dann kommt Tim. Nein… nicht der Tim… Tim Bendzko! Er trällert mit seiner zarten, gänsehautverursachenden Stimme „das geht mir unter die Haut… wie ein warmer Sommerwind…“ und schon sind die Schleusen wieder geöffnet und die Tränen kullern über meine Wangen. Scheiße! Wann hört das endlich auf??

Liebeskummer – fidibus verschwindibus

Eine Trennung ist es ja nicht mal wirklich. Wir hatten irgendwas, das irgendwas war, aber keine Beziehung. Es war intensiv, und nah, und schön. Also fühlt es sich an wie eine Trennung. Es gilt, Herzschmerz zu überwinden, den Liebeskummer loszuwerden. Ich für meinen Teil habe da eine hervorragende Taktik gefunden. Eine Woche lang wird ungehemmt geheult, getrunken und in Selbstmitleid gesult. Danach wird verdrängt. Das ist dann der Moment, in dem ich jeden Tag ins Fitnessstudio renne, zweieinhalb Kilo abnehme weil ich mich nun wahnsinnig gesund ernähre (ich muss ja schließlich auf mich achten) und großartige neue Pläne schmiede. Als könnte ich das gebrochene Herz weghexen. Dieses Mal ist alles anders. Nach über einer Woche heule ich immer noch. Zwar tue ich mir nicht leid aber von meinem Fitnessstudio bin ich so weit entfernt wie mittlerweile von Tim. Einmal ging ich zum Yoga, was damit endete, dass sich beim abschließenden „störende-Gedanken-von-sich-weg-schieben“ mein Hals ad hoc zuschnürte und ich begann zu schniefen.  Die Frau neben mir konnte sich diesen mitleidigen Blick natürlich nicht verkneifen, was mich dazu bewegte, schnell zu gehen. Gesund kann man meine Ernährung auch nur dann nennen, wenn man es schafft, ein tägliches Omelette mit Käse und eine halbe Tafel Schokolade als gesund ansieht.  Dann lese ich Chris‘ Artikel zur Überwindung von Trennungen. Na mal sehen welche Tipps der Experte dazu hat – schaden kann es nicht.

Sechs Schritte um über eine Trennung hinwegzukommen

1. Werde das „Armer-Tropf-Syndrom“ los. Der Experte sagt, ich solle mir keine Vorwürfe machen, und mir nicht die Schuld geben. In mich hineinhören und sehen was ich aus der Situation lernen kann. Also gut: Ich bin nicht schuld (davon bin ich wirklich überzeugt). Aus der Situation kann ich lernen, dass ich mich in der Zukunft vorrangig nicht mehr auf frisch von Ehefrauen getrennte Männer einlassen werde. Trotzdem, und das möchte ich mit erhobenem Zeigefinger sagen, bin ich ein verdammt armer Tropf.

2. Vermeide Alkohol. Ich soll nicht mit Freunden weggehen und mich betrinken. Und ich soll nicht über Tim lästern, denn am nächsten Tag wird es mir schlechter gehen als vorher. Ich soll es genießen mit meinen Freunden zu sprechen und genießen, dass man mir zuhört. Macht alles Sinn. Da ich wahnsinnig schlau bin, teile ich zuerst meinen Freunden meine Gefühle mit, und leere erst danach die Flasche Rotwein. Für mich ist das eine hervorragende Lösung.

3. Trauere. Alle Emotionen rauslassen, heulen was das Zeug hält, das gehört dazu und muss sein. Hier stimme ich wortlos zu, diesen Tipp habe ich verinnerlicht und lebe ihn Tag für Tag aus. Ich hoffe jedoch, dass das bald mal vorbei ist.

4. Schreibe alles auf. Ein Tagebuch führen und ehrlich zu sich selbst sein, das ist tatsächlich auch das, was mir bis jetzt in jeder Situation geholfen hat, und zwar genau in dem Moment, in dem ich es niedergeschrieben hatte. Mein Blog ist mein Tagebuch. Dieses Mal allerdings, hat es nicht geholfen, sondern alles noch schlimmer gemacht. Mehr Herzschmerz verursacht. Scheint als müsse ich in dieser Situation öfter mal zum Stift greifen als gewohnt, aber irgendwann wird es mir sicherlich Erleichterung verschaffen.

5. Gib nicht der „Ersatz-Theorie“ nach.  Um über Tim hinwegzukommen, soll ich mir keinen anderen suchen. Das ist ziemlich richtig, denn dann bin ich zwar abgelenkt, das Problem allerdings ist nicht beseitigt. Ich bin zudem nicht der Typ Frau, die so etwas macht. Gut, ich gebe zu, meine erste Reaktion war es, Mike eine Nachricht zu schreiben und ihn aufzufordern, bei mir vorbeizukommen. Am nächsten Tag, als ich wieder klar denken konnte, habe ich meine Aufforderung revidiert. Ich will gar nicht, dass er vorbeikommt. Im Moment will ich am liebsten nur, dass es Tim ist, der neben mir in meinem Bett liegt…

6. Es dreht sich alles um dich. Ich soll mich nicht verkriechen, sondern Dinge tun, die ich liebe.  Ich würde ja gerne. Doch da sich Tim gerade die stressigste Zeit des Jahres ausgesucht hat, um mir einen Laufpass zu geben, bleibt mir nichts anderes übrig, als die strenge Taktung meines Arbeitstages hinzunehmen, und das was ich liebe auf den Weihnachtsurlaub zu verschieben. Bis dahin verbringe ich meine Abende mit dem Stricken von Schals für meine Freunde. Das liebe ich auch irgendwie.

Für so manchen Menschen ist es sicherlich eine große Erleichterung, sich an Regeln und bestimmte Vorgehensweisen zu halten. Jede einzelne dieser Regeln, hat im Grunde ihre Richtigkeit und macht vor allem unglaublich viel Sinn. Nur ist der Liebeskummer dann wirklich weg? Und vor allem: Wann wird das sein? Hierfür gibt es keine Faustregel. Es dauert eben so lange wie es dauert. Ich denke, wenn das Herz schmerzt, ist so ziemlich alles erlaubt – für eine gewisse Zeit. Alles, außer Verdrängung. Und dann irgendwann werde ich es satt sein zu heulen, und mich selbst zu bemitleiden.  Dann hat die Kuscheldecke wieder auf unbestimmte Zeit Pause.

xoxo_Carrie

photo credit: Free Grunge Textures – www.freestock.ca via photopin cc

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