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Eine kleine Hassliebe

Mein Freund und das Schwiegermonster

SchwiegermonsterIch als Dauer-Single kenne „Das Schwiegermonster“ ja nur aus Erzählungen. Ihr wisst schon, von Freunden von Freunden, die jemanden kennen, der jemand kennt, der eine Cousine hat, die unter dem Fluch des Schwiegermonsters leidet. Das Schwiegermonster (egal ob männlich oder weiblich) ist in der Lage, durch seine Negativität und ungehobelte Art Einfluss auf die Beziehung eines Paares zu nehmen, und wie der Wortteil „Monster“ schon andeutet, meistens keinen guten. Warum aus einem Schwiegerelternpaar Schwiegermonster werden, ob sie es vielleicht schon immer waren und vor allem wie der Bann eventuell gebrochen werden kann, gilt es nun herauszufinden.

Wenn du Glück hast

Entweder liegt es an mir oder an meinen bisherigen potentiellen Schwiegereltern, dass ich bis dato mit der Problematik Schwiegermonster noch nicht konfrontiert wurde. Ich bin aber auch ein zuckersüßes Träumchen. Schwiegereltern mochten mich immer, niemals auch nur eine Streitigkeit. Könnte eventuell auch daran liegen, dass meine Erfahrungswerte auf einer deutlich geringeren Schnittmenge basieren als bei anderen Menschen, die ein etwas aktiveres Beziehungsleben haben als ich in den letzten Jahren. Ich muss aber auch sagen, die paar Eltern, die ich kennengelernt habe, gehörten zur Sorte „coole Socke“ und waren somit für mich leicht zu handhaben. Das, gepaart mit meinem unwiderstehlichen Charme, hat es mir immer leicht gemacht – oder: Ich hatte Glück. Die Tatsache, dass Schwiegereltern zu Schwiegermonstern werden, hat nämlich genau zwei Gründe: 1. Sie sind doof oder 2. Du bist doof.

1. Sie sind doof

„Doof“ werden Schwiegereltern aus den verschiedensten Gründen. Natürlich ganz weit vorne, dass sie schlichtweg schreckliche Menschen sind, das kann passieren. Charakterliche Unstimmigkeiten zwischen den Fronten so zu sagen. Man will im Grunde nur so wenig Zeit wie irgendwie möglich miteinander verbringen, und wenn es dann doch mal sein muss, herrscht unkommunikative Stimmung, die keinem Spaß macht. Dann gibt es da den Fall „die Ex war viel besser“. Hach war das schön damals, als Dörte und ihre Schwiegertochter in Spe abends immer zusammen mit dem Sohnemann auf dem Schaukelstuhl wippend das Glücksrad angesehen haben. Manchmal haben sie auch zusammen gestrickt und sich Geschichten aus der Vergangenheit erzählt. Und dann kommst du, bist lieber draußen als drin, magst kein Glücksrad und kannst auch nicht stricken und bist natürlich sofort unten durch. Die Ex, das wäre eine wunderbare Schwiegertochter gewesen, aber du? So mutiert die Schwiegermutti zum Monster und macht dir das Leben zur Hölle, einfach nur um dich wieder aus ihrem und dem Leben ihres Sohnes zu vertreiben. Ich sag’s euch… was ich da schon für Geschichten gehört habe… da darf ich gar nicht anfangen, sonst komme ich wohl zu keinem Ende. Belassen wir es doch dabei: Manche Menschen benehmen sich wirklich unmöglich und greifen zu Mitteln, die nah an der Unfassbarkeit liegen.

2. Du bist doof

Die Tatsache, dass Schwiegerleute zu Schwiegermonstern werden, mag ja nun in manchen Fällen auch einfach an dir selbst liegen. Was? Ich? Ja, genau du. Vielleicht liegt es tatsächlich einfach an dir! Es liegt in der Natur aller Eltern (zumindest der meisten – so will ich hoffen), nur das Beste für ihre Schützlinge zu wollen. Dazu gehört natürlich auch ein adäquater Lebensgefährte. Als „das Beste“ mag je nach Höhe des Anspruchs Unterschiedliches definiert werden. Nehmen wir mal meine Eltern als Beispiel: Ihnen wäre es wichtig, dass mein Partner mich respektvoll behandelt, Manieren hat, sich daran gewöhnt, dass ich krätzig werde wenn ich Hunger habe, und dass er mit beiden Beinen im Leben steht und einen sicheren Job hat. Wenn ich nun mit einem Mann ankäme, nennen wir ihn Klaus, der beim gemeinsamen Mittagessen mit dem Gesicht ganz tief im Teller hängt, fast als hätte er Angst es würde ihm jemand etwas wegnehmen, dazu rülpst und furzt wann ihm eben danach ist und vielleicht auch noch seinen dreckigen Mund mit dem Hemdärmel abwischt, würde mein Vater ihn höflich bitten, doch draußen beim Hund zu essen, meine Mutter würde SEHR pikiert dreinschauen und demonstrativ mit den Augen rollen. Dazu erzählt er, dass er seit ein paar Jahren vom Staat lebt, weil Arbeit einfach zu anstrengend ist, sich aber trotzdem teuerste Gegenstände anschafft und somit hoch verschuldet ist. Er nennt mich beim Essen immer mal wieder „Alde“, befiehlt mir, ihm Bier zu holen und bedient sich regelmäßig der Fäkalsprache. Ich denke ihr habt nun ein Bild in eurem Kopf und wisst, was ich sagen will. Wahrscheinlich würde es niemals so weit kommen, weil ihn mein Vater entweder bereits hochkantig vor die Tür gesetzt hätte, oder er unter dem Todesblick meiner Mutter zu Staub zerfallen wäre. Mal abgesehen davon, dass die Wahrscheinlichkeit doch relativ gering ist, dass ich meinen Eltern einen solchen Mann vorsetze. Wenn die Schwiegereltern hier zu Monstern werden, und ihr euch tatsächlich darüber wundert, muss ich euch leider sagen: Selber schuld!

Friedensangebot

Nun ist es ja leider so, dass wir uns zwar unseren Partner, jedoch nicht unsere Schwiegereltern aussuchen können. Das heißt, wir müssen mit dem leben, was da ist. Wenn wir Glück haben, ist alles eine riesengroße glückliche Familie, in der man Spaß hat und sich verträgt. Wenn dem so ist: Tut alles (wirklich ALLES) um diesen Zustand so lange wie möglich beizubehalten. Ich denke, wer einmal Schwiegermonsteraction in seiner Beziehung hatte, weiß wovon ich rede. Wenn nun aber beide Seiten so ganz und gar nicht miteinander auskommen (aus welchen Grund auch immer), sollte es wohl eine Art Vereinbarung geben. Fakt ist wohl, dass je mehr wir uns den gegenseitigen Attacken aussetzen, desto mehr nagt die Situation auch an unseren Beziehungen. Es gibt Streit, Meinungsverschiedenheiten, sinnlosen Stress. Schritt Nummer eins sollte also immer sein: Reden – mit dem Partner und mit dem Monster. Gründe hinterfragen, Lösungen erarbeiten. Da es durchaus möglich ist, dass Schritt Nummer eins absolut undurchführbar ist, darf gerne einfach zu Schritt zwei übergegangen werden: Aus dem Weg gehen. Man sieht sich nur zu besonderen Anlässen, sonst lässt man sich in Ruhe.

Ich denke an Streit mit Schwiegereltern sind schon viele Beziehungen gescheitert. Immerhin sind es die Eltern eines Teils des Paares, und Eltern haben meistens einen besonderen Stellenwert. So kommt es wohl auch oft zu Streitigkeiten in der Partnerschaft, weil beide vollkommen unterschiedliche Sichten auf die Situation haben. Wie in so ziemlich jedem Streit ist auch hier Schritt eins reden und Lösungswegen finden. Meistens lohnt sich das, da wir so ein viel besseres Verständnis für unseren Partner entwickeln können. Wenn das alles scheitert, gilt wohl auch hier: Aus dem Weg gehen, allerdings sieht man sich dann wahrscheinlich nicht mehr wieder.

xoxo_Carrie

 

Foto via Bild der Frau.de

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