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Liebe mit Hindernissen

Ode an die Partnerschaft

PartnerschaftManchmal benötigt es nur einen kleinen Anstoß und die Gedankenmaschine ist in Gang gesetzt. Ich sitze also bei meiner Freundin und durchlaufe eine professionelle Stilberartung. Die Farbberatung, in der hervorragender Weise entdeckt wurde, dass ich ein Frühlingstyp bin, und somit (gelinde gesagt) in Erwägung ziehen muss, meinen gesamten Kleiderschrank zu verbrennen, habe ich bereits hinter mir. Nachdem ich nun ebenfalls weiß, dass ich zudem noch der Bleistiftrock tragende, klassische Typ bin, habe ich mir vorgenommen fleißig Geld zu sparen, um mich bei Gelegenheit neu einzukleiden. Als ich Sarah nach Hause fahre, kommen wir ins Quatschen. Wir reden über meine Schreiberei, als einmal eine Frage im Raum steht: Ist das, was ich da tue, nicht irgendwie ein bisschen wie eine selbsterfüllende Prophezeiung? Ich als Single schreibe fast ausschließlich über das Single sein. Jede Woche. Natürlich beschäftige ich mich somit mehr mit dem Single-Dasein, als mit der Partnerschaft. Um mein Karma quasi wieder ins rechte Lot zu rücken, geht es heute um Menschen, die zu zweit sind.

Menschen, die zu zweit sind

Menschen, die zu zweit sind, unterscheiden sich von den Singles maßgeblich durch die Tatsache, dass sie eben zu zweit und nicht zu einst sind. Ich will nicht sagen, dass sie den Singles gegenüber einen Vorteil hätten, denn ich denke wir alle wissen, dass beide Beziehungsstatus ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen. Heute jedoch, soll es ausschließlich um die Menschen gehen, die in einer Partnerschaft leben. In der heutigen Zeit, in der der Mensch grundsätzlich eher dazu tendiert, wegzuwerfen als zu reparieren, zolle ich denjenigen, die es schaffen, eine Beziehung dauerhaft aufrecht zu erhalten, großen Respekt. Das nämlich sind die Menschen, die noch in der Lage sind, den Wert einer Sache zu erkennen – für die nicht immer der einfachste der beste Weg ist. Eine Partnerschaft, so denke ich, erfüllt den Menschen, der in ihr lebt. Wir fühlen uns geborgen, aufgehoben, geliebt.  Gleichzeitig erfordert sie jedoch auch Feingefühl, Kompromissbereitschaft und Durchhaltevermögen. Eine Kombination, die nur noch wenige meistern können – wahrscheinlich wird die Single-Fraktion auch deswegen immer größer. In der Beziehungs-Fraktion gibt es auch einige, die diese Kombination nicht sonderlich gut hinbekommen, aber trotzdem weiterhin beieinander bleiben. Die Zeit nur damit zu verbringen, sich über den anderen zu beschweren… ich weiß ja nicht. Um zu zeigen, dass es auch anders geht, stelle ich euch hier meine Lieblingspartnerschaften vor.

Fabian und Janina – die, die sich nicht wollten

Fabian kenne ich aus der Zeit, in der ich noch bis in die Morgenstunden Bier über den Tresen schubste.  Lange her.  Ich war verknallt in Fabian, Fabian war nicht verknallt in mich. So spielt das Leben. Irgendwann beschloss eine gemeinsame Freundin, dass Janina, die soeben von ihrem Australien-Trip zurückkehrte, und Fabian wunderbar zusammenpassen würden. Auf ihre taktisch kluge und gerissene Art vermittelte sie beiden, dass es eine super Idee wäre, sich mal zu treffen. So ein bisschen nach dem Motto „Schau dir den mal an, ich glaub das passt“. So ganz passte es auf Anhieb leider nicht, denn das (oder die) erste(n) Treffen liefen nur so mittel. Ich erinnere mich an die Rede des Bräutigams auf seiner Hochzeit, in der er irgendwas von „ich habe sie mit falschem Namen angesprochen“  erzählte. Ich denke es kamen auch noch ein paar andere Missgeschicke hinzu. Wohl fanden sie sich irgendwie gut, waren aber nicht vollkommen hin und weg voneinander – bis sie irgendwann nach ein paar Treffen beschlossen, es doch einfach mal miteinander zu versuchen. Und genau dieser Moment war der Beginn einer so schönen Liebe, die ich jeden Tag wieder bewundere. Mittlerweile verheiratet und mit Nachwuchs ist für die beiden zwar nicht jeder Tag perfekt und neben all den schönen Zeiten, die sie haben, ist auch das ein oder andere Tief zu meistern. Aber sie meistern es – jedes Mal. Die beiden haben die Fähigkeit sich immer wieder Zeit zu nehmen, um sich selbst zu genießen, und das finde ich wunderbar.

Hans und Sophie – ja, nein, ja, nein… ok…ja!

Meine Güte war das ein hin und her! Ich erinnere mich noch genau, als Sophie mir erzählte, dieser Kollege hätte sie einfach so geküsst. Ohne Vorwarnung. Man stelle sich das mal vor, ziemlich dreister Kerl dieser Hans. Aber irgendwie gut fand ihn Sophie schon damals. Leider zweifeln beide aus verständlichen Gründen. Ein relativ frisch getrennter Mann mit Kindern? Schon nach so kurzer Zeit eine neue Liebe? In ihrem fortwährenden Gedankenchaos beginnen die beiden, sich anzunähern, entfernen sich wieder, nähern sich wieder an.  Keiner weiß so richtig ob diese Sache für immer hält, oder vielleicht schon morgen vorbei ist. Doch dann, irgendwann, werden die Gedanken weniger. Situationen werden immer öfter einfach hingenommen statt unnötig verkopft. Und alle entspannen sich. Diese Entspannung führte dazu, dass aus Sophies „Will ich eigentlich die Kinder eines anderen miterziehen?“ ein Familienregelzettel an der Kellertür wurde. Aus der Frau, die keine Spätzle selber machen konnte, wurde eine Frau, die Krümelmonstermuffins backt. Für beide hätte es über die letzten Jahre sicherlich genügend Gründe gegeben, getrennte Wege zu gehen.  Aber da keiner dieser Gründe war, dass die beiden sich nicht lieb haben, sind sie auf ihrem gemeinsamen Weg geblieben. Wenn ich im Garten der beiden stehe (wohlgemerkt: Garten einer Doppelhaushälfte auf dem Land) bin ich immer wieder erstaunt wie sehr sich Menschen doch verändern können. Beide sind jetzt anders, aber trotzdem genauso wie sie sein wollen, sind Kompromisse eingegangen, ohne sich selbst zu verlieren – und das ist gar nicht so leicht.

Ich finde es ermutigend zu sehen, dass nicht nur die Beziehungen, bei denen von vorne herein alles perfekt und auf rosa Wolken gebettet ist, Bestand haben. Wahrscheinlich sind es oft sogar genau die Partnerschaften, die ein wenig wacklig begannen, die am Ende ewig halten. Ich denke die Menschen sind oft überrascht, wenn sie als Paar mal Probleme haben, denn sie haben so lange nach dem perfekten Partner gesucht, der perfekt zu ihnen passt und mit dem alles perfekt läuft, dass ein Streit das Bild komplett zerstört. Jeder soll seine Liebe leben, wie es für ihn selbst am besten ist, trotzdem will ich diejenigen beglückwünschen, die es schaffen zu kämpfen, die auch schwere Zeiten durchstehen und an ihre Liebe glauben.  Als meine Mutter meinen Vater kennenlernte, verliebte sie sich sofort in ihn – damals im Urlaub in Italien. Als sie ihn eine Weile später wiedersah, war er vergeben. „Geduld – meine Zeit wird kommen“, dachte sie sich, und ein Jahr später setzte sie genau das in die Tat um. Diese Woche ist ihr 40. Hochzeitstag. Genau das wünsche ich mir.

xoxo_Carrie

photo credit: HAMED MASOUMI via photopin cc

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