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Verknotet oder getrennt?

Paare und ihre Schlafpositionen

Paare_schlafenBeziehungsexperten haben es sich zur Aufgabe gemacht, so gut wie alle Aspekte einer Partnerschaft zu analysieren. Was hat es zu bedeuten, wenn der Partner die Couch dem romantischen Dinner vorzieht? Was sagt es aus, wenn mein Freund immer nur Mittwochsabends zwischen 18:30 und 20:15 seine Probleme mit mir besprechen will? Solche Sachen eben. Nun ist da ja auch noch die Situation, wenn wir abends nebeneinander im Bett liegen, um unseren Körpern die wohlverdiente Nachtruhe zu gönnen. Wir liegen so da, und für mich ist hier das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, eben genau das zu tun, was man nachts eben so tut: Schlafen. So pragmatisch veranlagt sind jedoch nicht alle. Ob nun Po an Po, er hinter ihr, sie hinter ihm, verknotet, nebeneinander oder aufeinander – das bietet viel Stoff zur Interpretation. Experten haben hierzu eine ziemlich eindeutige Interpretationsgrundlage geschaffen, die uns genau sagt, was es für uns und unsere Partnerschaft zu bedeuten hat, wie wir abends einschlafen. Ich komme nicht umhin mich zu fragen: Ist die von uns gewählte Schlafposition wirklich unumgänglich in Verbindung zu bringen mit dem Stand unserer Beziehung?

Girls Talk

Generell bin ich davon überzeugt, dass das Thema „in welcher Position schlafen wir“ fast ausschließlich ein Frauen-Thema ist. Der Mann als solcher, ist wie so oft in seinem Leben mehr auf das Essentielle bedacht: Schlafen. Wir Frauen sind da anders gepolt. Eines Nachmittags sitzen Hanne, Karla und ich im Café und schlürfen genüsslich ein Glas Prosecco. Hanne hat seit ein paar Wochen einen Neuen und ist verliebt wie ein 15-jähriger Teenager. Sie erzählt mit Blumen und Herzchen gespickte Geschichten davon, welche Unternehmungen sie gemeinsam machen, wie er ihr bei Kerzenschein immer so lange in die Augen sieht, ich sitze da, grinse und ertappe mich dabei, wie mir ein leises „Hach“ entfleucht. Sie erzählt, wie wunderschön es sei, sich nachts von hinten an ihn zu kuscheln. Ich grinse, Karla lässt lautstark die Luft durch ihre Zähne zischen. Allgemeine Verwunderung. Was stimmt damit nicht? Wenn die Frau sich in der Löffelchen-Stellung an den Mann kuschelt, so erklärt Karla, sei das kein gutes Zeichen. Irgendwas mit „er will nur Sex, sie eine Beziehung“ würde das wohl bedeuten. Hanne ist verunsichert und überlegt. Hat die Schlafposition wirklich eine so große Bedeutung? Als ich zu Hause bin, recherchiere ich.

Gleichberechtigung ade

Auf einer Frauen-Ratgeber-Seite finde ich erste Antworten, unter anderem auch zu besagter Löffelchen-Stellung. Tatsächlich heißt es hier, dass eine sich im Schlaf von hinten an den Mann kuschelnde Frau auf eine Klette hindeutet. Der Mann zeigt der Frau die kalte Schulter, die Frau drängt sich quasi auf. Aha. Dann, so gebietet es mein logisches Denken, müsste es ja genau andersrum sein, wenn sich der Mann von hinten an die Frau kuschelt, was dann im gleichen Atemzug die Löffelchen-Stellung generell zu einer Schlafposition machen würde, die es zu vermeiden gilt. Also lese ich weiter. Bei „Mann hinter Frau“ eröffnet sich mir jedoch ein vollkommen anderes Bild: Das nämlich, liebe Freunde, bedeutet die große Liebe. Wahrscheinlich ist hier zu deuten, dass der Mann die Frau beschützt oder so was. Echt jetzt? Wenn der Mann sich ran kuschelt ist das ein Zeichen tiefer Liebe, wenn die Frau aber eben genau das macht, ist sie eine sich aufdrängende Klette. Er dreht sich weg heißt so viel wie „lass mich in Ruhe“, wenn sie sich wegdreht schreit sie förmlich nach Schutz. Ein bisschen sehr klischeehaft wie ich finde. Wo bleibt denn hier die Gleichberechtigung?

Liebe auf einer Skala von 0-10

Die Liebe eines Paares verändert sich mit der Zeit. Parallel dazu, so die Experten, auch die Schlafposition. Das Ultimo der Dinge ist „der Knoten“, der vor allem bei ganz frisch verliebten Pärchen gerne angewendet wird. Hier gilt es, möglichst viele Körperteile ineinander zu verknoten, um dann so aneinander zu kleben, dass der eine den Atem des anderen einatmen kann. So romantisch. Beim „Schutzengel“ schläft ein Partner in den Armen des anderen, was scheinbar auf Respekt, Vertrauen und ein kleines Bedürfnis nach Schutz hindeutet. Bei der „Waage“ liegt das Paar Rücken an Rücken und berührt sich am Po, das ist wohl immer noch gut und symbolisiert, dass das Paar unabhängig und auf einer Ebene ist. Auch die Löffelchen-Stellung, bei der man nicht mehr ganz nah aneinandergepresst schläft, sondern sich nur noch z.B. an der Schulter berührt, zählt zu den Schlafstellungen der Paare, die in ihrer Beziehung schon gefestigter sind. Wehe aber, wenn man sich gar nicht berührt oder sich gar voneinander weg dreht. Ich sag‘s euch… es kriselt, einer hat die Beziehung bereits aufgegeben, und von Leidenschaft kann schon gar nicht mehr die Rede sein. „Wie man sich bettet, so liebt man.“ sagt man ja immer, aber können wir den Stand unserer Beziehung wirklich daran festmachen, wie wir nachts im Bett liegen?

Alleineschläfer

Wenn ich nun also einfach mal von mir selbst ausgehe, muss ich leider feststellen, dass wohl all meine Liebschaften von vorne herein zum Scheitern verurteilt waren. Ich bin Alleineschläfer. Natürlich ist es schön vor dem Einschlafen noch ein bisschen mit meinem Partner zu kuscheln, aber so einschlafen? Niemals. Das hat (zumindest für mich) recht simple Gründe: Schlaf ist mir wichtig, und unausgeschlafen bin ich kein glücklicher Mensch. Wenn ich also so daliege, in den Armen meines Partners, finde ich das zwar wunderschön, aber auf Dauer doch recht unkomfortabel. Entweder ist mir zu warm, meine Hand schläft ein, mein Rücken tut weh, und außerdem fehlt mir mein allabendliches „zwei-Mal-umdrehen-Ritual“, um einschlafen zu können. So liege ich nun also die halbe Nacht in den Armen meines Liebsten wach, und alles was wir am nächsten Morgen davon haben ist eine müde Carrie, die grummelig ist. Am liebsten rutsche ich eigentlich auf eine Seite des Bettes und schlafe auf der Seite ein, auf der es sich gerade gut anfühlt, ohne mich dabei absichtlich zum Partner hin oder von ihm weg zu drehen. Es ist einfach so wie es ist. Signalisiere ich so unterbewusst, dass ich nicht für eine Beziehung bereit bin? Das wäre ja fatal, denn dann müsste ich mir dieses Knotenschlafen tatsächlich noch angewöhnen…

Ein Fünkchen Wahrheit

Natürlich existieren diese Theorien nicht ohne Grund. Wenn ein Paar sich bereits voneinander entfernt hat, die Leidenschaft flöten gegangen ist oder gestritten wurde, werden sie wohl nicht eng umschlungen einschlafen. Hier passiert dann wohl dieses „sich den Rücken zukehren“ in seiner ursprünglichsten Form. Gleichermaßen gibt es sicherlich auch viele Paare, die im ineinander verknoteten Zustand keine körperlichen oder schlaftechnischen Probleme haben. Natürlich wollen wir, vor allem wenn wir frisch verliebt sind, immer so nah wie möglich beieinander sein. Wenn sich die Beziehung festigt, brauchen wir das nicht mehr so sehr, wertschätzen aber die Hand auf unserer Schulter, die sagt „Ich bin da, Schatz“. Gleichzeitig sollte nicht automatisch von einer Schlafposition auf einen Beziehungsstatus geschlossen werden. Die Tatsache, dass sich Hanne’s neuer Freund nachts von ihr weg dreht, könnte genauso gut heißen, dass er eben gerne auf der linken Seite des Bettes schläft, und dazu noch auf seiner rechten Seite.

Ich möchte mir nicht vorstellen, wenn mein Partner nachts aufwacht, zu mir rüber sieht, bemerkt, dass ich am äußersten Rand des Bettes liege, und daraus schließt, dass ich ihn nicht mehr lieb habe. Ganz ehrlich, ich bin im Schlaf auch schon zu meiner Freundin Bille (die drei Straßen weiter wohnt) gelaufen, nächtliche Bewegung hat also zumindest bei mir absolut nichts zu bedeuten. Wie so oft, ist es wohl auch hier angebracht, nicht überzuinterpretieren, und einfach mal nachzufragen, wenn ihr euch unsicher seid. Hanne hat genau das gemacht. Und tatsächlich ist ihm eine andere Schlafposition einfach zu unbequem. So simpel kann die Erklärung manchmal sein.

xoxo_Carrie

© Room27 / Shutterstock

 

Ein Kommentar

  • Hallo liebes Team,
    also ich habe das Gefühl das mein Freund mich zwar liebt ich das auch merke aber irgendwie habe ich nachts ein ungutes Gefühl da er wirklich permanent mit dem Rücken zu mir schläft auße wir sind uberglücklich und es ist alles wunderwunderwunderschön dann dreht er sich um. Wenn alles normal ist zwischen uns schläft er fast immer mit dem Rücken zu mir oder auf dem Rücken.n gestern hatten wir einen Streit ich packte meine Sachen und ging raus in ein anderes Zimmer. Als ich das Schlafzimmer wieder betrat, sah ich wie er mit dem Gesicht zu meiner Seite schlief, also so, wie ich es noch nie sehen wenn ich bei ihm bin. Was heißt das?

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