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Geschlechterkommunikation

Warum Männer und Frauen sich nicht verstehen

Männer_und_FrauenSowohl in Sachen Dating als auch in Beziehungsgeschichten ist wohl eines ausschlaggebend für einen reibungslosen Ablauf: Kommunikation. Wir versuchen stets, dies zu ermöglichen, doch die Tatsache, dass Männer und Frauen schlichtweg von zwei Sternen kommen, die ziemlich weit voneinander entfernt sind, gelingt uns das nicht immer. Männer sind nunmal keine Frauen, und andersherum gilt das Gleiche. Klingt logisch, dennoch vergessen wir es viel zu oft.

Die Frau

Die Frau ist kompliziert gestrickt. Nicht umsonst gibt es Wörterbücher, die „Frauisch“ auf Deutsch übersetzt. Die Frau hat an ihr männliches Gegenüber eine gewisse Erwartungshaltung, die sowohl Gedankenlesen als auch die hohe Kunst der Kombinierungstechnik beinhaltet. Der Mann muss erkennen, dass die Frau eigentlich etwas ganz anderes meint als sie gerade sagt. Diese Erkenntnis sollte wenn möglich innerhalb weniger Sekunden erfolgen, was für den Mann wohl ein bisschen wie Gehirnleistungssport ist. Nur fortgeschrittene Männer in Sachen „Frau“ schaffen es, sich die Sprache der Frau mit der Zeit anzueignen. Dabei ist es gar nicht so kompliziert. „Man sollte“ ist in jedem Fall zu übersetzen mit „du musst“. Alles was mit Fragen zur Kleidungsauswahl zu tun hat, sollte stets mit einem gönnerhaften Lächeln und zusprechendem Kopfnicken beantwortet werden. Ein überspitztes „nix ist los“ heißt immer „du hast Scheiße gebaut“ und „tu was du für richtig hältst“ ist in jedem Fall zu übersetzen mit „tu was ich für richtig halte“. Was ist daran so schwer?

Der Mann

Der Mann an sich ist meist pragmatisch. Wenn er sagt, er hat keine Lust mehr, hat er keine Lust mehr. Wenn er sagt, er hätte keinen Hunger, hat er keinen Hunger. Ja heißt ja, nein heißt nein. Im Grunde könnte ich den Abschnitt über die Männer hiermit beenden, denn im Vergleich zum vorherigen Abschnitt würde es ziemlich deutlich darlegen, wie viel man über die Kommunikationsgewohnheiten von Männern im Vergleich zu Frauen wissen muss. Das Fazit ist: Was der Mann sagt meint er ist fast hundert Prozent der Fälle genau so wie er es sagt. Ohne Raum zur Interpretation.

Das Aufeinandertreffen

Nun treffen also beide Seiten aufeinander. Die eine, die grundsätzlich das Gegenteil von dem meint, was sie sagt und die andere, die genau das meint was sie sagt. Dessen sind wir uns wohl im Grunde auch bewusst, dennoch neigen wir hier immer öfter zur Vergesslichkeit. Anstelle uns nämlich immer wieder vor Augen zu halten, dass dies die Grundlagen der zwischengeschlechtlichen Kommunikation sind, machen wir folgenden Fehler: Wir gehen von uns aus. Beispielhaft würde das bedeuten, dass der Mann A sagt, und die Frau automatisch davon ausgeht, dass er B meinen muss – sie selbst macht es ja schließlich auch so. Hauptsache immer so viel wie möglich in eine Aussage reininterpretieren. Sagt die Frau A, ist das für den Mann Gesetz, denn er selbst sagt schließlich auch genau das was er meint. Mit einer schmollend in der Ecke sitzenden Frau, die beleidigt ist, weil der Depp nicht erkannt hat, dass sie eigentlich B meinte, rechnet der Mann zunächst nicht. Ihr merkt schon, so kann es nicht funktionieren. Wenn wir nicht gewillt sind, auch nur ein Mü von dieser Vorgehensweise abzuweichen, werden wir wohl ein Leben lang aneinander vorbei kommunizieren.

Fröhlicher Interpretierspaß vs. stille Akzeptanz

Mein Telefon klingelt, und ich habe eine sehr aufgebrachte Freundin in der Leitung. „Hör dir das an!“ schnaubt sie durch den Hörer. Sie liest mir eine SMS vor. Ich denke mir „Ok…“, sie hingegen hat eine halbstündige Geschichte parat, was er nun alles meinen könnte – außer dem was er da geschrieben hat. Mit jedem Satz wird sich noch ein bisschen weiter hineingesteigert, und so kommen wir von einer Nachricht in der so was steht wie „ich geh jetzt ins Bett“ dazu, dass er wahrscheinlich eine andere hat, mit der er den Abend verbringt. Überzogen dargestellt. Während die Freundin also schniefend und wutentbrannt auf ihrem Sofa sitzt, liegt der Mann zufrieden schnarchend und schmatzend in seinem Bett, krault sich die Wampe und hat eine tolle Zeit. Andersrum: Ein Bekannter erzählte mir von seiner neusten Errungenschaft. Ich frage „Uuuuuuund? Geht da was? Knutschen?“ und bekomme ein halblebiges Achselzucken als Antwort. Sie wäre mehr so der Typ Frau, der es langsam angehen lässt, sagt er. Nun sind also bereits sieben Dates verstrichen, er findet sie super und wartet auf ein Knutsch-Go. Ich schüttle lächelnd den Kopf und beginne, ihm die Welt zu erklären. „Sie versucht dir lediglich zu vermitteln, dass sie nicht leicht zu haben ist, aber wenn du nicht so langsam mal in die Pötte kommst, wird sie sich mit dem Gedanken >der findet mich gar nicht attraktiv< von dir abwenden.“ Sein „Aber sie hat doch…“ beantworte ich mit einem Kopfschütteln. Frauen sind eben keine Männer.

Erwartungshaltungen

Wir sind ja immerhin schon so weit, dass wir ein grobes Bewusstsein für diese verzwickte Situation entwickelt haben. Die Frau meint meistens nicht das was sie sagt. Indem sie ihren eigentlichen Wunsch hübsch in absolut widersprüchliche Aussagen verpackt, versucht sie im Grunde nur herauszufinden, ob der Mann, auf den sie sich da einlässt über ein bisschen Feingefühl und das gewisse Gespür verfügt. Der Mann steht nicht so auf Verpackung, sagt gerade heraus was er denkt, und will so testen, ob die Frau auch mal mit klaren Worten umgehen kann, oder ob er sie immer mit Samthandschuhen anfassen muss. Es ist ein bisschen so wie mit den Weihnachtsgeschenken. Frau  macht sich die Mühe ihres Lebens, wählt weise das genau zum Geschenkpapier abgestimmte Schleifchen, beklebt, bemalt, bastelt. Das sagt: Nur für den Fall, dass du nicht erkennst, wie toll das Geschenk ist, habe ich es extra toll eingepackt, um das nochmal zu verdeutlichen. Der Mann reißt achtlos das in stundenlanger Kleinstarbeit gefertigte Meisterwerk auf und findet drin ein Paar Socken. Auch wenn die Verpackung klasse ist, hat die Frau die Erwartungshaltung des Mannes nicht erfüllt – frei nach dem Motto „viel Wind um nichts“. Männer auf der anderen Seite sind nicht die Einpack-Babos. Es kann schon mal vorkommen, dass das unglaublich lecker duftende Parfum, das Frau unbedingt haben wollte, es sich aber aus Gründen der Vernunft verkniffen hat, einfach so – pur und uneingepackt – auf dem Gabentisch liegt. Auch wenn das Parfum immer noch gleich toll ist, hat der Mann die Erwartungshaltung der Frau nicht erfüllt, denn ein Geschenk muss schließlich eingepackt sein, um toll zu sein.

Was ist der Lösungsweg aus dieser Misere? Es gibt erstaunlich ausdauernde Menschen unter uns, die in der Lage sind, dieses Spiel ein ganzes Leben lang zu spielen. Das sind dann aber gleichzeitig auch die, denen wir irgendwann nur noch augenrollend zuhören, weil sie bereits seit Jahren und Jahren über dieselbe Problematik jammern, ohne auch nur ein Fünkchen daran zu ändern. Und ändern können wir daran etwas. Frauen werden immer Frauen sein und Männer bleiben immer Männer. Rein evolutionär ist daran nichts zu rütteln. Dennoch können wir mit uns selbst ausmachen, kleine Schritte in Richtung des Anderen zu machen. Die Frau ist durchaus in der Lange zu sagen „Bring den Müll runter“ statt „Man sollte mal den Müll runterbringen“. Generell ist es wohl die Männervariante des klaren Aussprechens, die uns das Leben auf Dauer ein bisschen einfacher macht. Gleichzeitig haben wir Frauen es ab und an einfach mal gern, wenn wir einen Befehl nett verpacken, der Mann es erledigt, und wir so ein bisschen das Gefühl haben können, er hätte es irgendwie freiwillig gemacht. Und da ist sie auch schon, die ultimative Lösung: Die Frau sollte klarer werden, der Mann sollte ihr im Gegenzug ab und an ein Spielchen gönnen. So einfach ist das mit Männern und Frauen.

xoxo_Carrie

4 Kommentare

  • vielen dank für diesen Artikel, musste eine Rede in deutsch halten übr das Thema „Wieso sind Frauen kompliziert?“. Hat mir sehr geholfen

  • Prima. Gut getroffen.
    Vollkommene Harmonie ist ja auch stink langweilig.

  • und schon überlegt frau wie mann das meint lach

  • Der Beitrag war einfach spitze , das mußte mal gesagt werden. Und die Beispiele dazu , wirklich toll . Es ist richtig anschaulich dargestellt wie es in Wirklichkeit ist. Und einfach erklärt so das es jeder versteht. Ich find es prima das Mann sich Regeln hier holen kann für das Leben. Weiter so.

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