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Sag mal kennst du eigentlich schon...?

Wenn Freunde zu Kupplern werden

Erfolgreich_Kuppeln„Sag mal Carrie… nervt es dich nicht eigentlich auch, dass du immer noch Single bist?“ Ich liebe meine Freunde. Sie können die tollsten Fragen der Welt stellen. Nein absolut nicht, denke ich mir, ich bin ja quasi erst seit ein paar Tagen* auf mich selbst gestellt (*Monaten…Jahren…).  Ich schmolle. Meine Freunde finden, es sei an der Zeit, mir mal einen Freund zu suchen. Schlau sind sie ja auch, ich habe sie weise auserwählt. Diese Idee wäre mir selbst natürlich nie gekommen. Aber sei es drum. Und dann fällt der berühmte Satz: „Wir müssen dich verkuppeln!“

Die Kunst des Kuppelns

Kuppeln hat einen negativen Beigeschmack. Denkt man ans Kuppeln, denkt man an Sätze wie „Nicht schon wieder!“ oder „Lass mich in Ruhe damit!“. Man denkt an genervtes Augenrollen, verständnisloses Kopfschütteln und unzufriedenes Geseufze. Warum? Weil man denkt, man hätte es nicht nötig. Hat man aber, sonst würde der Gedanke wohl kaum aufkommen. Oder aber man hat bei der Wahl seiner Freunde nicht richtig aufgepasst. Allerdings beherrscht nicht jeder die Kunst des Kuppelns. Grundlegend geht es beim Kuppeln doch darum, zwei Menschen, von denen man denkt, sie könnten zusammenpassen, zufällig zusammenzubringen, um zu sehen was passiert. Zufällig ist in diesem Satz das Zauberwort. All ihr Menschen da draußen, die ihr gerne kuppelt: DAS ist der Grund warum eure Opfer genervt davon sind. Weil ihr es falsch macht. Viel zu offensichtlich, am besten so, dass es einem die Schamesröte ins Gesicht treibt… Wenn schon kuppeln, dann richtig!

Die richtigen Bedingungen

Um überhaupt Kuppelmaterial in petto zu haben, sollte man über einen Freundeskreis verfügen, der 1. nicht nur aus glücklichen Pärchen, die wiederum nur glückliche Pärchen kennen besteht und 2. groß genug ist, um mehrere Optionen zu bieten. Ich habe nichts davon. So ziemlich alle, die ich kenne, sind verliebt, verlobt, verheiratet, und bereits in die Phase der Nachwuchsplanung und –produktion übergegangen. Deren Freunde wiederum sind ebenfalls Pärchen oder aber Single-Frauen – und so weit ist es noch nicht. Echt nicht. Optimal für das Kuppelvorhaben ist wohl ein Freundeskreis, der ein guter Mix aus Pärchen und Singles ist. Gerne auch viele partywütige Nachteulen. Bei ihnen erhöht sich der Faktor des Phänomens „ich-kenne-jemanden-der-jemanden-kennt“. Das erhöht die Chancen auf einen erfolgreichen Kupplungsversuch erheblich. Noch kann man die guten Single-Männer ja bekanntlich nicht aus dem Hut zaubern. Wenn doch, ist da etwas Essentielles an mir vorbeigegangen.

Betretenes Schweigen und Käseecken

Es ist ein ganz normaler Samstagmorgen. Ich bummele durch die Stadt, denke an nichts Böses, da klingelt mein Handy. Sandra ist dran. Sie und ihr Mann laden mich wie gewohnt für den Abend zum gemeinsamen Kochen ein. Mit ausreichend Wein und einer Packung meiner Lieblingskäseeckchen stehe ich vor der Tür. Ich klingle. Sandra macht auf und hat schon dieses wundersame Grinsen im Gesicht. Irgendwas ist faul, das rieche ich. Im Wohnzimmer sitzt ihr Mann (ebenfalls wundersam grinsend) und noch ein Mann. Mir unbekannt. Wir schauen uns erstaunt an, denn offensichtlich hatte keiner von uns geahnt, dass noch Besuch kommen würde. Er heißt Nico. Super. Und er ist Single, so wie ich. Ist ja interessant. Und weil wir beide ja schon so lange Single wären und die allgemeine Meinung lauten würde, dass wir super zusammen passen könnten, sind wir jetzt beide hier. Diese Aussage steht jetzt da – laut ausgesprochen, mitten im Raum.  Kichernd verziehen sich die beiden in die Küche, so dass Nico und ich uns ganz in Ruhe beschnuppern können. „Willste auch ne Flasche Wein?“ frage ich, in der Hoffnung, dass er wenigstens lacht und das betretene Schweigen gebrochen wird. Er lacht. Gott sei Dank. Wir stoßen an. Eine Stunde später sind wir betrunken, die Käseecken sind leer und wir sind nicht ineinander verliebt. Macht nichts – der Abend hätte weitaus schlimmer enden können.

Kuppeln mit Erfolg

Was diese Menschen, die versuchen zwei andere Menschen zu verkuppeln, häufig vergessen ist Folgendes: Die Methode „du und du – lernt euch mal kennen“ funktioniert nicht. Selten. Wie sollte auch jemals ein lockeres Gespräch entstehen können, wenn man quasi beide nackt voreinander hinstellt. Also nackt im übertragenen Sinne, ihr wisst was ich meine. Das ist unangenehm. Und der Mensch reagiert auf’s In-die-Ecke-gedrängt-werden meist mit Trotz.  Ihr findet, zwei Menschen sind für einander bestimmt, und wissen es nur noch nicht? Dann werdet zu Regisseuren. Die richtige Inszenierung macht’s. Man benötigt einen Schauplatz, ausreichend Statisten, und eine gute Storyline.

Wein und Käseecken – und Action

Ich bin eingeladen zum Barbecue bei Freunden. Eine laue Sommernacht, viele Menschen, viel Fleisch, viel Wein.  Ich komme, bewaffnet mit ausreichend Proviant, an. Auf dem Balkon tummeln sich bereits einige Leute. Ich begrüße die, die ich kenne, und werde denen vorgestellt, die ich nicht kenne (Anmerkung der Regie: Das ist mehr als nur eine Person – unbedingt!). Ein netter Typ, dieser Nico, denke ich mir und suche mir einen Platz an der gedeckten Tafel. Der Wein fließt, alle unterhalten sich angeregt. Scheinbar beiläufig fällt das Gesprächsthema auf mein neustes Hobby – das Klettern.  Wir reden kurz darüber, dann wird das Thema gewechselt. Später stehe ich in einer kleinen Runde, man redet über die neusten Pipi- und Spuckerfolge seiner Sprösslinge. „Hey Carrie, magst du noch einen Wein?“ Oh Gott sei Dank, jemand rettet mich. Es ist Nico. Dankbar sage ich zu und wir stellen uns etwas Abseits der Gruppe. Endlich träfe er mal jemanden, der auch klettert. Machen ja nicht so viele. Und wir sind im Gespräch. Ungezwungen, locker, angenehm. Wir verstehen uns, denn als die Lichter angehen, sitzen wir immer noch da und reden. „Schön dich kennengelernt zu haben, ich geb dir mal meine Nummer. Vielleicht können wir ja mal zusammen klettern gehen?“ sagt er und verabschiedet sich schließlich. Rein gedanklich mache ich Luftsprünge. Erst viele Monate später erfahre ich, dass das alles ein abgekartetes Spiel war. Alles inszeniert. Mit Happy End.

Das Kuppeln an sich ist eine hervorragende Idee. Freunde kennen einen gut, und können auch meist gut einschätzen, wer zu einem passt. Aber bitte: Gebt euch ein bisschen Mühe. Die Version, in der man zwei Menschen mit den Worten „lernt euch mal kennen – los jetzt“ in einen Raum sperrt, ist nicht nur unkreativ, sondern führt auf Dauer auch zu besagtem Augenrollen. Wie bei so vielen Situationen im Leben, ist hier Fingerspitzengefühl gefragt. Euer Mantra für die Zukunft: „And the Oscar goes to…“

xoxo_Carrie

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