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Na, auch allein?

Woran du merkst, dass du zu lange Single bist

Pick_me_SingleGenauso wie es Menschen gibt, die mal mehr und mal weniger zufrieden mit ihrem Dasein als Teil einer Beziehung sind, gibt es natürlich auch Menschen, die mal mehr mal weniger zufrieden mit ihrem Dasein als Single sind. Ich für meinen Teil bin mittlerweile ziemlich okay damit, Single zu sein, mal abgesehen von den kleinen schwachen Momenten, in denen ich abends mit einer Tafel Schokolade und einer Pulle Wein auf meinem Sofa sitze, Jane Austen Filme schaue, die Welt verfluche und mir selber leid tue. Das gehört dazu. All dieser Zufriedenheit zum Trotz gibt es Momente, in denen ich – natürlich kann ich mich auch täuschen – das leise Gefühl vermittelt bekomme, es wäre so langsam (dringend) an der Zeit, mal wieder Carrie +1 zu sein. Woran du merkst, dass du zu lange Single bist:

1. Zu Besuch bei Freunden

Als ich damit angefangen habe, Single zu sein, waren auch um mich herum irgendwie alle Singles. Wir sind ausgegangen, haben abends mit viel Sekt und Kicherei Germanys Next Topmodel geschaut, solche Sachen eben. Während ich nun immer noch Single bin, haben die anderen Singles um mich herum geheiratet, Kinder bekommen, sind in Häuser gezogen, und haben einen Garten mit Geräteschuppen. Nun reden wir nicht mehr so viel darüber, ob nun die Nathalie eigentlich die größte Zicke von allen ist oder nicht und ob die Nase von Hannelore viel zu groß ist um ein Model zu sein. Wir reden über Familienregeln, Hauskaufoptionen, Kinderzähne und gemeinsame Urlaube… und ich will MITREDEN!

2. Schau mal, den vielleicht?

Zu Beginn habe ich mich null-komma-null mit der Partnersuche beschäftigt, da ich der Überzeugung war, der Richtige würde schon irgendwann vorbei fliegen. Als ich dann merkte, dass diese Taktik nur mittelgut funktioniert, machte ich mich auf die Suche. Als meine Freunde dann merkten, dass meine Suche auch nur so mittelgut funktioniert, fingen sie an, mir Männer anzukarren. Verkuppeln – ihr wisst schon. „Das ist der Michi, der ist der Bruder einer Bekannten von Hans. Super lieber Kerl!“ Grundsätzlich spricht nichts gegen verkuppeln, denn die Menschen, die dich mögen wollen, dass du glücklich bist. Jedoch merkst du ziemlich schnell, dass auch deine Freunde finden, dass du mittlerweile zu lange Single bist.

3. Zu dir oder zu…oh!

Ich sitze beim kleinen Italiener ums Eck. Ich habe ein Date und bin wirklich angetan. Vom Wein ein bisschen beschwips schlendern wir Richtung meine Wohnung. Er bringt mich nach Hause – auch noch ein Gentleman. Bereits auf dem Weg beginne ich mir auszumalen, wie der Abend enden könnte. Als wir schließlich vor meiner Tür stehen, will ich gerade fragen, ob er noch auf einen „Kaffee“ mit nach oben kommt, da schießen mir auf einmal all diese Gedanken in den Kopf. Habe ich eigentlich meine Wäsche abgehängt? All meine Klamotten, die ich heute Morgen nicht angezogen habe wieder in den Schrank gehängt? Ist das Geschirr abgewaschen? Liegen die verrotzten Taschentücher von der gestrigen Jane-Austen-Session noch auf dem Wohnzimmer Tisch? Und habe ich überhaupt meine Beine rasiert?? Da ich 98% der Fragen mit einem klaren nein beantworten kann, hauche ich ihm ein Bussi auf die Wange und verdrücke mich.  Dass ich den Mann mit zu mir nehmen könnte, hatte ich in meiner Abendplanung nicht mal in Erwägung gezogen. Ich werde nachlässig und bin unvorbereitet. Mist!

4. Im Supermarkt

Ich liebe Lebensmittelshopping und gebe grundsätzlich zu viel Geld dabei aus. Im Supermarkt meines Vertrauens bin ich schon per Du mit Helga von der Kasse. Gefühlt zumindest, denn sie fragt mich immer so nett ob ich auch alles gefunden hätte. Darüber, was ich einkaufe und in welchen Mengen war ich mir nie so bewusst. Bis Folgendes passiert: Ich fahre gemütlich mit meinem übervollen Einkaufswagen an die Kasse. Helga ist wieder da. Während ich meinen Krempel aufs Band lade, grinst sie mich die ganze Zeit schon so seltsam an. Na ja, vielleicht liegt’s am Wetter denke ich mir und lade weiter auf. Vorne angekommen, ist ihr Grinsen nicht mehr zu übersehen. Und dann nimmt sie allen Mut zusammen und fragt: „Na, wird heute mal nicht nur für eine Person gekocht?“ Ich schaue sie verdattert an… wie… also warum… was? Sie merkt schnell, dass sie wohl Unrecht hatte und versucht sich zu retten. „Na ja… normalerweise kaufen sie immer viel weniger ein und dann der Wein und die Teelichter… da dachte ich… sie wissen schon… ich dachte sie haben ein Date oder so was.“ Ich bin vollkommen perplex, dass sich diese Frau tatsächlich merken kann, was und wie viel ich einkaufe und finde es gleichzeitig ein bisschen gruselig. Um sie aus der peinlichen Situation zu retten beglückwünsche ich sie zur Richtigkeit ihrer Vermutung, fahre nach Hause, mache mir ein Teelicht an und esse Spaghetti Carbonara für zwei.

5. Zu zweit ist vieles leichter

Das Beste kommt bekanntlich am Schluss. Es geschah letztes Jahr, als ich mich in München auf Wohnungssuche befand. Über’s Wochenende fuhr ich zu meinen Eltern. Wir  sprachen über die erschreckende Wohnsituation in München, darüber wie teuer es doch sei, und dann noch die ganzen Maklerkosten… Wahnsinn! Ich erklärte, dass ich nicht so wahnsinnig viel  Geld ausgeben wolle, ich will ja schließlich neben wohnen auch noch ein bisschen leben. Und dann beginnt meine Mutter einen Vortrag darüber, wie viel einfacher es doch sei, wenn man sich die Miete teilen könnte. Also irgendwie mit einem Partner… oder einer Partnerin. Einer Partnerin? Es ist so weit: Meine Mutter vermutet, ich könnte lesbisch sein, weil ich keinen Mann finde. Ich starre sie mit offenem Mund an und schnell korrigiert sie ihr „Partnerin“ in ein „na ja halt so in einer WG oder so, du weißt schon“. Gerade nochmal die Kurve gekriegt. Als ich fahre versichere ich ihr, dass ich immer noch auf der Suche nach Männern bin. Auch wenn sie „das gar nicht damit sagen wollte“ wirkt sie doch ein kleines bisschen erleichtert.

Die Tatsache, dass wir immer mal wieder in Situationen geraten, in der wir uns mehr als an anderen Tagen wünschen, nicht mehr Single zu sein, ist wohl normal. So ist das Leben. Dieses Ding mit der Partnersuche dauert eben seine Zeit. Wichtig ist nur, dass wir uns ganz schnell wieder darauf zurückbesinnen, dass wir im Grunde ganz zufrieden sind und nicht die Warnschüsse von außen, die uns sagen „Es wird Zeit!“ zu unserem Glaubenssatz machen. Ab und an ist es vielleicht auch einfach ein Weckruf, nicht vollkommen zu versingeln. Mit unrasierten Beinen gehe ich zumindest nie wieder auf ein Date 🙂

xoxo_Carrie

 

 

 

 

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