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Jagen und gejagt werden

Zwei Dates – eine Erkenntnis

Zwei_Dates_eine_ErkenntnisJäger und Beute. Jagen und gejagt werden. Zur Zeit kreisen meine Gedanken um genau dieses Thema. Muss das sein? Geht es nicht auch ohne diese elendigen Spielereien? Oder gehört das sich entziehen genauso wie das sich wieder annähern mittlerweile einfach unumgänglich zum Dating-Alltag dazu? Auslöser für das ganze Gedankenchaos war mein Date mit #4.

Emily und der Prinz

#4 und ich schreiben schon eine ganze Weile. Auch wenn ich anfangs Zweifel hatte, überzeugt er dann doch mit seinem unübertreffbaren Humor. Wir verabreden uns, er holt mich zu Hause ab – mit Emily. Emily ist nicht etwa sein Hund oder seine kleine Tochter, sondern sein neu erstandenes Auto. Dass er seinen fahrbaren Untersätzen Namen gibt, gesteht er mir erst nach einem Glas Wein. Ich lache nur und finde es nicht mal seltsam. Eigentlich finde ich so rein gar nichts an diesem Mann seltsam. Wir sitzen in einem kleinen Italiener, essen Pasta, trinken Wein. Ich sitze da und sauge förmlich jedes Wort aus seinem Mund in mich auf. Wir sprechen über seine Vergangenheit, über unsere Jugend, scherzen und flirten wie wild. Er macht mir Komplimente, keine der unangenehmen, schleimigen Sorte. Schöne Komplimente verpackt mit einem Hauch Witz und Charme. Ich gebe es zu: Ich bin hin und weg. Auch wenn ich mich gerne mal in Dinge hineinsteigere, passiert mir das tatsächlich sehr selten. Er und Emily fahren mich nach Hause, er umarmt mich und flüstert mir ins Ohr, dass er mich sehr gerne wiedersehen würde. Ich schmelze dahin. Mein Herz rast, mein Kopf glüht. Wow, was für ein Mann!

Der ständige Begleiter

Mein Handy lege ich nicht mehr aus der Hand. Von Lockerheit und Coolness kann gar keine Rede mehr sein. Von einem Moment auf den anderen falle ich wieder zurück in alte Muster. Ich bin nervös, warte darauf, dass er sich meldet, male mir aus was wir wohl bei unserem nächsten Date machen können. Ich bin absolut unentspannt. Eigentlich eine tolle Sache, sich so ein bisschen verguckt zu haben, immer an den anderen denken zu müssen und dabei die Welt mit einem Dauerlächeln anzustrahlen.  Am nächsten Nachmittag schreibe ich ihm eine unverfängliche Nachricht – die unbeantwortet bleibt. Scheiße. War das zu schnell? Hätte ich lieber nicht schreiben sollen? Aber wenn es ihm genauso geht wie mir, sollte es ihm doch eigentlich egal sein wann ich mich melde. Im Optimalfall sollte er es quasi gar nicht erwarten können. Am darauffolgenden Tag erhalte ich dann die Abfuhr. Ich bin wundervoll, das Date war wundervoll, es könnte passen zwischen uns. Ihr ahnt es schon – es kommt ein Aber. Aber er ist noch nicht so weit, wieder jemanden in sein Leben zu lassen. Ich schlucke. Dann heule ich. Warum weiß ich nicht so genau, vielleicht vor lauter Enttäuschung. Ein paar Stunden später habe ich mich wieder gefangen. Ob das eine Ausrede war? Ich weigere mich, mir Gedanken darüber zu machen. Fazit ist ja, dass er nicht will. Das Warum ist in diesem Fall wohl nebensächlich. Immerhin  steht er seinen Mann und teilt mir das mit. Vielleicht habe ich etwas gemacht oder gesagt was ihn verschreckt hat, auch wenn ich mir keiner Schuld bewusst bin.

Gelassenheit dringend gesucht

Das grundsätzliche Problem, das die meisten Menschen mit dieser ganzen “Jagen-und-sich-jagen-lassen-Geschichte“ haben, ist doch die: Ihnen fehlt Gelassenheit. Aber wie um Himmels Willen soll ich denn gelassen sein, wenn der Mann, den ich da treffe, mich einfach umhaut? Natürlich lebe ich mein normales Leben weiter, mache Dinge, die ich sonst auch mache (meistens gehe ich extra oft zum Sport um mich abzulenken), habe IHN aber trotzdem im Hinterkopf. Ich rufe Freundinnen an und erzähle ihnen von meinem tollen Fang – eine überaus kontraproduktive Idee. WhatsApp an, WhatsApp aus. Er war online – lieber das Handy ganz ausschalten, um nicht in Versuchung zu kommen. Würde er ebenfalls Interesse haben, hätte er ja vielleicht mal geantwortet. Ich meine, ich habe ihn ja nicht gefragt ob er mich heiraten will. Lässt er mich zappeln, um interessanter zu wirken? Bin ich schon uninteressant, weil ich ihn nur 16,3 Stunden habe zappeln lassen? Ich bestätige hiermit nochmals, dass ich eine erwachsene Frau bin, auch wenn sich das nur schwer erahnen lässt. Doch genauer betrachtet ist folgendes Fakt: Wenn der eine Herzklopfen hat, und der andere ebenso, dann verschwendet keiner einen Gedanken daran, ob es in Ordnung ist, sich beim Anderen zu melden. Man macht es einfach, weil es sich richtig anfühlt. Und wenn beide dieses gute Gefühl haben, freut man sich vom anderen zu hören, anstatt schreiend wegzurennen.

Sagte hier jemand Gelassenheit? Da bin ich!

Der Gedankengang ist folgender: Wenn ich dem Mann das Gefühl geben will, ich wüsste noch nicht so recht, ob ich Interesse an ihm habe oder nicht, sollte ich mir einen Mann aussuchen, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob ich Interesse habe oder nicht. Eigentlich ziemlich einfach. Es mag sehr gute Schauspieler unter euch geben, die auch mit einer Million Schmetterlingen im Bauch so tun können, als ließe sie die Situation vollkommen kalt. Ich gehöre nicht dazu. Also trickse ich mich selber aus. Ich verabrede mich mit Hannes. Hannes ist ein netter Kerl, und gefällt mir ganz gut. Wir schreiben mal ein bisschen, dann wieder nicht, versuchen uns zu verabreden, alles zieht sich etwas. Aber schließlich schaffen wir es doch mal zu einem Lunch. Ein gutes Treffen, ich würde ja sagen „nett“ aber das ist gleich wieder so negativ behaftet. Und negativ ist es absolut nicht. Ich will ihn wiedersehen. Wiedersehen und herausfinden, was sich da noch so entwickelt. Im Moment ist da einfach Sympathie. Keine großen Erwartungen, kein Herzklopfen. Das gibt mir die nötige Gelassenheit. Ich habe schlichtweg nicht das dringende Bedürfnis, mich sofort bei ihm zu melden – tue es auch nicht. Und tadaaaa kaum sind ein paar Stunden vergangen, flattert eine Nachricht auf mein Handy. Es wäre schön mich wiederzusehen. Ich freue mich, lege mein Handy bei Seite und schlafe erst mal. Hervorragend ist das. Am nächsten Mittag antworte ich ihm, so was von relaxed. Am Samstag gehen wir zusammen klettern. Das läuft.

Wenn das Herz rast, haben wir uns nur im seltensten Fall unter Kontrolle. Wir wollen alles – und das am besten sofort. Wenn es beiden so ergeht, müssen im Normalfall keine Fragen gestellt werden. Man macht was man macht, dann wenn man fühlt es ist richtig. So schön… leider allerdings der Ausnahmefall. Viel eher passiert es, dass sich einer der beiden noch nicht so ganz sicher ist. Nicht ganz sicher ob er oder sie sich überhaupt binden will, oder aber ob es genau der Mensch, den man da trifft, sein soll. Hier ist ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl angesagt. Suggeriere ich einem Mann, der eigentlich eher nicht so weiß was er will, dass ich Interesse habe, rennt er wohl lieber schnell davon. Vorsichtshalber. Suggeriere ich ihm aber stattdessen, dass ich mir eventuell auch noch nicht so ganz sicher bin, fühlt er sich wohler und traut sich näher heran. Ob aus einem Treffen das vordergründig „nur“ auf Sympathie baut irgendwann Herzklopfen resultieren kann, werde ich jetzt herausfinden. Stay tuned!

xoxo_Carrie

photo credit: baboon™ via photopin cc

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