Kennen Sie das: Sie haben ein erstes Date ausgemacht und finden sich immer wieder in Zuständen von Aufregung? Oder Ängste tauchen auf und Sie fantasieren darüber, was alles schief laufen kann? Vielen geht es so und Sie sind ganz sicher nicht alleine mit diesen Gefühlen. Wir wollen Ihnen hier einige Tipps mit auf den Weg geben, die helfen können, solche Gefühle besser zu verstehen, aber auch einen leichteren Umgang damit zu finden.

Was bedeutet das?

Sie fragen sich womöglich, was Gefühle von Aufregung und verschiedene Ängste vor einem Date bedeuten? Bevor wir ein wenig zum Umgang mit Ängsten sagen, ist es sinnvoll zu fragen, wo bestimmte Ängste herkommen, was deren Ursache ist. Hier ein paar Tipps dazu:

  • Ängste können viele Ursachen haben und als erstes ist es ratsam, zu unterscheiden, um was für Ängste es sich handelt oder ob es um Aufregung geht. Aufregung hat verschiedene Facetten und kann ebenso als angenehm und energetisierend erlebt werden, gerade wenn Sie sich auf Ihr Date freuen. Andersherum kann Aufregung eine mildere Form von Angst sein und da ist es gut, näher hinzuschauen.
  • Fragen Sie sich zum Beispiel einmal: Weshalb sind Sie aufregt? Geht es darum, dass Sie befürchten, keinen guten Eindruck zu machen? Oder dass Sie Angst haben, während des Dates zu aufgeregt zu sein? Oder hat es etwas mit früheren unguten Erfahrung beim Dating zu tun? Die Antwort auf diese Fragen entscheidet letztlich auch, wie Sie damit umgehen können.
  • Gerade wenn es mit früheren Erfahrungen zu tun hat, und es beispielsweise um das Thema Sicherheit geht, und um die Frage, ob Sie der anderen Person vertrauen können, ist es wichtig, für ganz konkrete Bedingungen zu sorgen, die Ihnen die Sicherheit während des Dates geben, die Sie brauchen. Treffen Sie sich etwa an einem öffentlichen Ort, wo andere Menschen nicht weit entfernt sind. Lassen Sie eine Freundin oder einen Freund wissen, dass Sie auf einem Date sind. Sie können sogar fragen, ob Sie mit jemand im Kontakt bleiben können. Ein paar Textnachrichten zwischendurch oder ein kurzes Telefonat mit Ihrer Freundin kann Ihnen während des Dates das Gefühl geben, dass Sie sich an jemand wenden können, für den Fall, dass etwas unangenehmes passiert.
  • All das sind Entscheidungen, die Sie bereits vorab treffen können, um die für Sie stimmigen Bedingungen zu erzeugen. Außerdem können Sie sich fragen, ob es womöglich um Ihre inneren Grenzen geht. Vielleicht befürchten Sie, die andere Person würde Ihre Grenzen nicht ausreichend respektieren oder wahrnehmen können. Hier kann es hilfreich sein, sich im Vorhinein Klarheit über die eigenen Grenzen zu schaffen, um diese direkt und offen kommunizieren zu können. Auf diese Weise treffen Sie Entscheidungen, auf die Sie während des Dates zurückgreifen können.

Der Umgang mit Ängsten und Aufregung

Wir haben bereits einiges dazu gesagt, wie sich mit konkreten Ängsten umgehen lassen, gerade wenn es um’s Thema Sicherheit, Vertrauen und persönlich Grenzen geht. Vorab die richtigen Bedingungen zu schaffen und sich über die eigenen Grenzen klar zu werden, sind wertvolle Schritte, die Ihnen ein Gefühl von Agency geben können. Abgesehen davon gibt es noch eine ganze Reihe von anderen Möglichkeiten, mit Ängsten und Aufregung umzugehen. Hier sind einige Tipps dazu:

  • Wenn es sich um leichte Aufregung handelt, schauen Sie, ob Sie darin auch angenehme Gefühle wie Vorfreude finden. Manchmal hilft es, die Aufmerksamkeit leicht zu verschieben auf die angenehmere Seite von Gefühlen, insbesondere wenn Sie merken, dass zu der Aufregung vieles auf einmal gehört.
  • Für den Fall, dass es um Ängste geht, die vor allem damit zu tun haben, wie Sie während des Dates wirken, oder ob Sie entspannt genug sein werden, fokussieren Sie sich auf Ihren Körper und dessen Empfindungen. Wenn solche Ängste wiederholt auftauchen, nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, nehmen Sie Ihren Atem wahr und geben Sie den Gefühlen Raum. Denn oftmals ist der es Widerstand gegen solche Gefühle und der Versuch Sie wegzuschieben, der diese wiederkehren und größer werden lässt.
  • Wie zuvor gesagt, wenn Sie merken, dass Ihre Ängste mit den konkreten Umständen des Dates zu tun haben, können Sie das, je nach Möglichkeit, und auch ohne allzu viel von der Thematik preisgeben zu müssen, Ihrem Date mitteilen. Es ist Ihr Recht, mitzuentscheiden, wie und wo Ihr Date stattfindet und Ihre Bedürfnisse und Wünsche diesbezüglich klar zu artikulieren. Menschen, die wirklich an Ihnen interessiert sind, werden darauf eingehen und Verständnis zeigen. Was Sie wiederum als Zeichen lesen können.
  • Zu guter Letzt, wenn Ihre Aufregung mit Ihren Lebensumständen zu tun hat, weil in Ihrem Leben gerade zu viel auf einmal geschieht, oder wenn Sie sich doch nicht ganz wohl fühlen, mit der Person zu treffen, können Sie Ihr Date jederzeit verschieben oder absagen. Es gibt keine Regel, die besagt, dass Sie eine Verabredung nicht auch zurücknehmen können.

Während des Dates

Selbstverständlich können Ängste und Aufregung auch während eines Dates auftauchen. Auch hier ist es gut, zu differenzieren und sich stets zu fragen, was Sie gerade brauchen. Wenn es Teil der positiven Aufregung ist, versuchen Sie sich mehr in den Genus hineinzulehnen und es vielleicht Ihrem Gegenüber mitzuteilen, wenn es gerade passt. Solche Gefühle mitzuteilen, kann helfen, dass Sie sich damit nicht so alleine fühlen. Und in vielen Fällen kommt es vor, dass der oder die Andere etwas Ähnliches erlebt.

In dem Sinne sind Dates auch etwas Aufregendes, weil Sie eine fast unbekannte Person kennenlernen. In diesem Kennenlernen steckt vieles, was aufregend ist: Neugier, Entdeckungslust, gemeinsam etwas zu erleben. Es kann angenehm sein, sich auch diese positiven Aspekte der Aufregung beim Dating zu vergegenwärtigen. So gesehen ist Aufregung ein Ausdruck, dass etwas auf dem Spiel steht, dass hier etwas ist, dass Ihnen etwas bedeutet.

Sollte allerdings während eines Dates eine konkrete Angst auftauchen, die Ausdruck Ihres Sicherheitsbedürfnisses ist, so ist es gut, sich zu erinnern, die eigenen Grenzen so klar wie möglich zu artikulieren und sich andernfalls auch an Menschen in Ihrer Umgebung zu wenden und diese konkret anzusprechen und um Hilfe zu bitten, falls Sie welche benötigen. Sie brauchen nicht davon auszugehen, dass es dazu kommt, denn im besten Fall haben Sie lange genug mit der anderen Person geschrieben und sich ausgetauscht, um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass Sie sich auf jemand verlassen können. Doch ist es hilfreich, sich ein solches Szenario zu vergegenwärtigen, damit Sie entsprechend handeln können.