Teil 2: Die größten Dating-Mythen, die dafür sorgen, dass du Single bist

Liebe ist weder Schicksal noch vorbestimmt

Erkenne, dass Liebe weder Schicksal noch vorbestimmt ist. Tatsächlich gibt es auf der Welt nicht nur eine Person, die perfekt zu dir passt, sondern viele. Es gibt mittlerweile über sieben Milliarden Menschen auf der Welt. Ist es realistisch zu glauben, dass der für dich ideale Partner in deiner Stadt lebt? Ja, durchaus. Ist es dir vorbestimmt, ihn oder sie zwischen 20 und 25 zu treffen? Da sieht die Sache schon anders aus.

Manchmal vergessen wir, dass wir nicht in einem Film sind, glauben aber, dass unser Leben wie einer sein sollte. Mach dir klar, dass du dich mit dieser Einstellung geradewegs in ein Desaster manövrierst.

Kauf Hollywood nicht die Lügen ab, die dir zur Unterhaltung präsentiert werden und erlaube nicht, dass diese deine Realität beeinflussen. Lass dich nicht von dem, was du auf der kleinen oder großen Leinwand siehst, davon überzeugen, passiv darauf zu warten, dass die Liebe dir in den Schoß fällt. Die Chancen stehen da nämlich schlecht. Du musst rausgehen, aktiv werden, jeden Tag neue Menschen kennenlernen und somit die Chancen erhöhen, jemanden zu treffen, zu dem du einen Bezug hast. Wenn du die richtige Person triffst, wird sich die Liebe von allein entwickeln. Das einzige Schicksal ist das Schicksal, das du dir selbst auferlegst. Indem du aktiv wirst.

Hast du dich jemals bei jemandem über dein Liebesleben beschwert und man versuchte darauf, dich so oder so ähnlich aufzumuntern: „Ach Mensch, keine Sorge. Der/die Richtige kommt, wenn du es am wenigsten erwartest. So habe ich meine/n Frau/Mann kennengelernt!“

Für die meisten von uns WIRD die richtige Person kommen, wenn wir es am wenigsten erwarten, aber nicht, bevor wir darauf hin gearbeitet haben. Manche Menschen haben Glück – sie heiraten Ihre Jugendliebe und leben bis ans Lebensende glücklich zusammen. Die Mehrheit von uns hat nicht so viel Glück. Trotzdem ist es nicht schlimm, ein bisschen härter arbeiten oder ein bisschen länger auf den/die Richtige/n warten zu müssen. Wie ich weit oben schon erwähnt habe: WENN er/sie dann vor einem steht, können wir ihn/sie umso mehr schätzen.

Mich persönlich langweilen derartige „Wenn man es am wenigsten erwartet“ -Sprüche von Bekannten in einer Beziehung. Die Leute meinen es gut, wenn sie so etwas sagen, aber es ändert nichts und lässt dich nicht glücklicher mit deiner Situation werden. Vielleicht hilft dir dies: Die Mehrheit der Menschen weiß auch nicht mehr über Liebe, als du es tust. Noch einmal: Viele wurden in jungen Jahren glücklich, viele mussten härter dafür kämpfen, als sie dir weismachen wollen, und viele Leute sind nicht so anspruchsvoll und ehrgeizig wie du – sie haben sich für die erste Person entschieden, die sie auf der Arbeit oder beim Sport kennengelernt haben.

Wenn es um diesen sozialen Mythos geht, habe ich einen einfachen Rat für dich: Wenn bestimmte Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen das Prinzip der aktiven Partnersuche nicht verstehen, rede nicht mit ihnen über deine Dates und Bekanntschaften. Es wird dich ansonsten nur frustrieren.

Der Introvertierte

Introvertierte Menschen entwickeln ihre Schüchternheit von jungen Jahren an – es ist für sie genauso Teil ihrer Persönlichkeit wie es für Extrovertierte selbstverständlich ist, das Herzstück jeder Party zu sein. Sie sind in den meisten Bereichen ihres Lebens passiv, nicht nur wenn es um Dates geht.

Leider werden die meisten introvertierten Menschen aufgrund ihrer Schüchternheit zu Mauerblümchen. Das führt dazu, dass sie leichtfertig das nehmen, was sie kriegen können. Selten, wenn überhaupt, würden Introvertierte jemanden, der ihnen gefällt, ansprechen. Stattdessen stehen sie herum und hoffen, dass jemand sie attraktiv findet und den ersten Schritt macht. Sie sind zu einer selbstauferlegten Gefängnisstrafe verurteilt, bei der sie einfach warten und auf einen großartigen „Zellengenossen“ hoffen.

Introvertiert zu sein ist eine Ausrede, die schüchterne Menschen nutzen, um sich in ihrem gewohnten Radius bewegen zu können. Sie sagen: „Ich kann niemanden ansprechen, ich bin zu schüchtern“. Es ist aber ein Mythos, dass Introvertierte nicht aktiver sein können, um mehr Dates oder ihre große Liebe zu finden.

Allein der Gedanke daran, neue Menschen anzusprechen, löst bei introvertierten Personen Angst aus. Was sie dabei nicht realisieren, ist, dass es nicht so sein muss. Nur weil sie in der Vergangenheit Schwierigkeiten damit hatten, neue Leute kennenzulernen, heißt das noch lange nicht, dass sich keine neuen Gelegenheiten ergeben werden. Einer der Gründe, warum sie so viel Angst dabei empfinden, ist, dass ihnen niemand je gezeigt hat, wie man Menschen in einer kreativen, nicht aggressiven Weise begegnet.

Allein zu lernen, wie man mit dem anderen Geschlecht ein Gespräch auf eine lässige Art beginnt, wird sie sich besser fühlen lassen. Schüchternheit kann nicht länger ein Grund sein, abzuwarten.

Kaufe den Leuten nicht den Mythos ab, dass dir die Liebe in den Schoß fallen wird, dass es dort draußen nur einen Partner für dich gibt, dass Männer immer den ersten Schritt machen sollten oder dass du zu schüchtern bist, um jemanden kennenzulernen. Mach dich frei von dieser Denkweise! Und wenn diese Gedanken zurückgekrochen kommen, schieb sie wieder beiseite. Warum passiv abwarten und sich selbst zu einem Leben der verpassten Chancen verdammen? Du hast die Wahl. Die Liebe findest du dann, wenn du sie am wenigsten erwartest. Aber rechne nicht damit, dass die Liebe dich findet. Gib ihr einen Schubser.

Dein Chris Parker