Einseitiger Kinderwunsch, was nun?

Sie führen eine Beziehung und denken über Kinder nach, aber Ihr Partner ist strikt dagegen? Das ist eine schwierige Situation. Wir zeigen, was bei einseitigem Kinderwunsch zu tun ist

Ab einem gewissen Alter schleicht sich langsam der Kinderwunsch in das Leben der meisten glücklichen Paare. Natürlich gibt es auch Männer oder Frauen, die noch nicht bereit für Nachwuchs sind oder vielleicht gar keinen Kinderwunsch haben – so weit, so gut. Doch was, wenn nur einer der Partner dieser Gretchenfrage positiv gestimmt ist? Wir verraten Ihnen, warum der Kinderwunsch eine Zerreißprobe für Paare sein kann und wie man sich dem Thema am besten annähert.

Kinderwunsch: Offene Gespräche

Das A und O in jeder Beziehung ist natürlich offen über alles zu reden, so auch in diesem Fall. Sollten Sie bereit sein, eine Familie mit Ihrem Partner zu gründen, sprechen Sie das Thema in einem ruhigen Moment und ohne Druck, an. Hierbei ist es wichtig, dass beide Seiten ehrlich über Sorgen und Ängste reden können, die man gemeinsam eventuell schnell aus dem Weg schaffen kann.

Zukunftspläne

Falls sich durch offene Gespräche herausstellt, dass beide Partner unterschiedliche Vorstellungen von Ihrer gemeinsamen Zukunft haben und Nachwuchs in diesen Plänen unterschiedlich schwer gewichtet wird, stellt sich die Frage, wie es weitergeht. Sind Sie bereit, diesbezüglich Kompromisse einzugehen? Können Sie Ihren Kinderwunsch hinter die Bedürfnisse Ihres Partners stellen? Diese Fragen muss man sich gut durch den Kopf gehen lassen, denn die drängende Frage nach dem Nachwuchs kann zur Belastungsprobe für die Beziehung werden.

Zudem ist es wichtig, über die Endgültigkeit dieser Entscheidung zu reden: Kann sich Ihr Gegenstück nur gerade im Moment keinen Nachwuchs vorstellen oder möchte er oder sie nie Kinder haben? Eine momentane Abneigung vereinfacht das Finden von Kompromissen. Ist die Entscheidung gegen Kinder gefestigt, sollte man sich fragen, ob man in dieser Beziehung langfristig glücklich werden kann. Folgende fünf Schritte sollten Sie durchlaufen, um sich über die weitere Zukunft Ihrer Partnerschaft im Klaren zu werden:

Lassen Sie sich nicht von Ihrem Umfeld beeinflussen und vergleichen Sie sich nicht mit Paaren in Ihrem Alter. Auch wenn einige Bekannte oder Freunde schon Nachwuchs planen oder bereits Kinder haben, heißt das nicht, dass Sie sich jetzt auch darum bemühen sollten. Schließlich ist Nachwuchs kein „Punkt“ auf Ihrer To-Do-Liste, sondern sollte eine Herzensentscheidung bleiben!

Fazit

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Entscheidung, eine Familie zu gründen stets gut durchdacht werden muss – finanziell sowie zwischenmenschlich. Denn, im Idealfall wollen Sie Ihrem Kind neben finanzieller Sicherheit auch eine intakte, harmonische Familie bieten. Deshalb gilt die Divise: Nichts überstürzen und die Sorgen des Partners ernst nehmen! Auch wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte, erwähnen wir diesen Punkt aufgrund zahlreicher, unglaublicher Geschichten: Ohne Rücksicht auf Verluste den eigenen Willen durchsetzen zu wollen und sogar zu versuchen durch bewusste Manipulation der Verhütungsmethoden, eine „ungeplante“ Schwangerschaft zu fingieren, ist ein klares No-Go!

(1) Wavebreakmedia/iStock/Getty Images Plus, (2) Dash_med/iStock/Getty Images Plus, (3) choness/iStock/Getty Images Plus