NEU.DE Wissen | PickUp – Was ist das eigentlich?

Aber, weil hier soviel davon die Rede ist: was ist „PickUp“ eigentlich, und wo kommt es her? Erfunden haben es, wer sonst, die Amis. Schon 1970 erschien ein, nennen wir es bahnbrechendes Werk, des Autors Eric Weber, mit dem Titel „How to Pick up a girl.“ Es ist einer der Klassiker der PickUp -Literatur und hat viele späteren Bücher beeinflusst. Insbesondere den nächsten Klassiker von Ross Jeffries mit dem Titel: „How to get the woman you desire into bed ...“ Jeffries, der

In ihrem letzten Posting schreibt meine Kollegin Judith Alwin über einen merkwürdigen „PickUp-Artist“, der in einer Online-Dating „Meisterklasse“ anderen Männern zu ihrem Flirt-Glück verhelfen möchte. Ich hab mir dann via liebepur das vermutlich zugehörige Video angesehen, und wusste nicht, ob ich mich gruseln oder vor Lachen wegschmeißen sollte. Es ist wahr: Wenn es um „PickUp“ geht, gibt es inzwischen derart grottenschlechte Online-Angebote, dass man sich eigentlich nur noch vor Lachen ausschütten kann. Ich hatte das schon bei der Recherche für mein Buch „Sex nach sechs Stunden“ festgestellt und deshalb versucht, in einem kritischen Nachwort die Spreu vom Weizen zu trennen.
Aber, weil hier soviel davon die Rede ist: Was ist „PickUp“ eigentlich, und woher kommt es?

Erfunden haben es, wer sonst, die Amis. Schon 1970 erschien ein, nennen wir es bahnbrechendes Werk, des Autors Eric Weber, mit dem Titel „How to pick up a girl.“ Es ist einer der Klassiker der PickUp -Literatur und hat viele späteren Bücher beeinflusst. Insbesondere den nächsten Klassiker von Ross Jeffries mit dem Titel: „How to get the woman you desire into bed …“ Jeffries, der Techniken des Neurolinguistischen Programmierens mit einbaute, kannte die Macht seiner Methoden und ließ vorsichtshalber eine Warnung auf die Buchrückseite drucken: „Einige der Techniken in diesem Buch können zu juristischen Problemen oder strafrechtlicher Verfolgung führen. Sie benutzen des Buch auf eigenes Risiko.“

Im Kern versucht Pick Up, die männlich-weibliche Interaktion aus biologischen, insbesondere evolutionsbiologischen Gesetzmäßigkeiten abzuleiten und zu erklären – und liegt damit meist gar nicht so weit daneben. Im Zuge der männlich/weiblichen Inkompatibiltäts-Probleme, geschürt durch selbstbewusste, emanzipatorisch gestärkte Frauen und verunsicherte Männer gewann die Bewegung etwa in den 80er Jahren erst so richtig an Dynamik. Denn es stellte Männern, und damals war es wirklich noch eine verschworene Gemeinschaft, endlich wieder klare Handlungsanweisungen zur Verfügung, mit denen sie auf Frauen zugehen konnten. Und sie letztlich spielerisch „rumkriegen“.

Freilich war es schon immer so, dass nicht alle Männer darauf zurückgreifen und sich überhaupt keinen Kopf darum machen. Denn zum Glück gibt es auch noch echte „Naturals“, die das richtige Flirten im Blut haben. Aber auch die können in einem klugen PickUp-Ratgeber noch den einen oder anderen pfiffigen Hinweis finden, der zu ganz erstaunlichen Flirt-Erfolgen führt. Nur, da gebe ich Judith Alwin recht: Persönlichkeit, Rückgrat und Mut muss man schon selber mitbringen.

Meine Kurzversion von Pickup, anlässlich des gestrigen Weltmännertages: „Nimm sie nicht ernst, nimm sie sexuell!“

Zur Website „Sex nach sechs Stunden“
Aktuelle PresseInfo zu „Sex nach sechs Stunden“ von Gesine von Prittwitz
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